Fußball FLB Landespokal: Klosterfelde in Vorfreude – „Gegen Cottbus ist der Hammer“

Eine Delegation der SG Union Klosterfelde rund um den sportlichen Leiter Paul Schmuck (oben rechts) sah sich das Viertelfinalspiel Krieschow gegen Energie Cottbus an. Klosterfelde (Brandenburgliga) wird am 23. März auf das Team der Regionalliga treffen.
Sebastian Räppold / Matthias KochUpdate: Inzwischen gibt es Neuigkeiten zum Halbfinale zwischen Union Klosterfelde und Energie Cottbus. Termin und Anstoßzeit stehen fest. Vom Fußball-Landesverband gibt es aber Auflagen. Alle Informationen dazu gibt es hier.
Vor ihrem größten Spiel der Vereinsgeschichte steht die SG Union Klosterfelde (SGU). Jetzt steht fest, gegen welchen Höherklassigen der Verein aus der Brandenburgliga spielen wird, um ins Finale des FLB-Landespokals einzuziehen: die Nummer 1 Brandenburgs. Der FC Energie schaltete am Mittwoch den VfB Krieschow im Viertelfinalspiel nach Verlängerung aus und steckt zudem aussichtsreich im Titelrennen der Regionalliga. Das Double ist demnach möglich für die Elf von Claus-Dieter Wollitz.
Das Nachholspiel im Viertelfinale nutzte eine Delegation der Klosterfelder, um sich in Krieschow vornehmlich die Logistik und die Abläufe hinter den Kulissen beim gastgebenden Verein anzuschauen, um ein solch großes Event am 23. März zu stemmen. Ist der Oberligist aus Krieschow schon geschult auf solche Partien mit immensem Fan-Interesse, es kamen gegen den FC Energie 1735 Zuschauer, so bedeutet eine Kulisse von 500 + X für die SG Union eine echte Herausforderung. SGU-Präsident Rolf Weinhold rechnet mit einer Zahl im unteren vierstelligen Bereich. „1500 hatten wir schon mehrfach auf unserem Platz. Das wird der Hammer – wir gegen Energie.“ Und dies nicht in einem Freundschaftsspiel, sondern einem Pflichtspiel.
Klosterfelde ist Gastgeber für FC Energie Cottbus (im Video)
Wie viele Eingänge zur Sportanlage sind zu besetzen? Wie groß sollte die Gruppe der Ordner sein? Müssen diese von einer externen Firma bezahlt werden? Wie viele Getränkewagen sind nötig? Wie werden die Fan-Lager am effektivsten getrennt? Wie werden Zufahrt, Zugang sowie Wege auf dem Vereinsgelände beschildert? Wo stehen wie viele Sanitärboxen? Für das sportliche Highlight laufen im Vorab, im Hintergrund und als Nachtrag eine Fülle von Arbeiten – die im Ehrenamt zu stemmen sind. Unter anderem muss ein Sicherheitskonzept vom Gastgeber erarbeitet und mit dem Landesverband sowie den Gästen abgestimmt werden. Erst dann „können wir sagen, welche maximale Zuschauerzahl genehmigt wird“, erklärt Paul Schmuck, Sportlicher Leiter bei der SG Union Klosterfelde. Auch wann der Kartenvorverkauf und zu welchem Preis startet, soll in dieser Woche noch bekannt gegeben werden. Die ersten Anfragen sind schon in Krieschow an die Klosterfelder getragen worden. Präsident Weinhold: „Wir haben Nummern und Kontakte mit einigen Cottbusern ausgetauscht.“
Der Rasenplatz der SG Union lässt Zuschauer bislang nur an zwei Seiten zu: hinter dem West-Tor sowie hinter den Trainerbänken. Dagegen dürfte der Bereich hinter dem Ost-Tor wohl nur als Zuwegung für die Gästefans infrage kommen, wenn sie über die Kasse an der Kita den Sportplatz betreten. Union prüfe noch, so Paul Schmuck, ob dort eine Bande errichtet werden kann. Dann würde eine Kapazitätserweiterung von etwa 150 bringen. Für die Fans des Brandenburgligisten wird die Kasse am Zeisigweg öffnen. Dort soll die angrenzende Wiese als weiträumige Parkfläche genutzt werden, was ein Privatmann der SGU gestattet habe, freut sich Rolf Weinhold über den Zuspruch aus der Bevölkerung.
Wunschtermin gegen Cottbus ist am Freitagabend
Es fällt erst in den nächsten Tagen die Entscheidung, ob es bei der geplanten Anstoßzeit (15 Uhr) bleibt. Nicht ausgeschlossen ist, dass sogar schon am Freitagabend auf dem Sportplatz an der Mühlenstraße gespielt wird. Dies regen die Klosterfelder an, um so vielen Gästen wie möglich diesen Pokal-Kracher zu ermöglichen. Denn sonnabends kommt es zeitgleich auf Sportplätzen der Region zu Anpfiffen in unteren Ligen – sowohl diesen Fußballern als auch deren Zuschauern droht das einmalige Duell zwischen Union Klosterfelde gegen Energie Cottbus zu entgehen.
Das andere Halbfinale zwischen dem MSV Neuruppin (Brandenburgliga) und dem SV Babelsberg 03 (Regionalliga) ist bereits auf 13 Uhr leicht vorgezogen, aus dem gleichen Grund: möglichst zu einer konkurrenzarmen Zeit spielen. Vor der Haustür der Neuruppiner wird es am 23. März in einem Landesliga-Duell zwischen Eintracht Alt Ruppin und Schwarz-Rot Neustadt um die Nummer 2 in Prignitz/Ruppin gehen.


