Fußball in Brandenburg
: Brandenburgliga, Landesliga, Landesklasse – Meister und Rekorde

Noch am letzten Spieltag ging es in Staffeln des Fußball-Landesverbandes Brandenburg um die Tabellenführung und den Aufstieg. Mehrere Rekorde sind in der Saison 2024/25 gefallen.
Von
Matthias Haack
Cottbus
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Die Meistertafel der Saison 2024/25 im Fußball-Landesverband Brandenburg: Aus der Spielserie kommt der Verband mit einem Kuriosum - Union Klosterfelde gelingt mit der ersten und zweiten Mannschaft der Aufstieg.

Die Meistertafel der Saison 2024/25 im Fußball-Landesverband Brandenburg: Aus der jetzt abgeschlossenen Spielserie kommt der Verband mit einem Kuriosum – Union Klosterfelde gelingt mit der ersten und zweiten Mannschaft der Aufstieg.

Montage: Jörn Sandner
  • Union Klosterfelde steigt mit erster und zweiter Mannschaft sowie der A-Jugend auf.
  • Stahl Brandenburg kehrt nach sieben Jahren in die Brandenburgliga zurück.
  • Viktoria Potsdam holt 85 von 90 Punkten in der Landesklasse, nur eine Niederlage.
  • Großbeeren sichert sich in der Nachspielzeit den Kreisoberliga-Titel.
  • Alle acht Kreismeister steigen in die Landesklasse auf, Start am 23.08.2025.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wow. Auf was für eine spannende Spielserie blickt der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) zurück! Die Kicker aus der Brandenburgliga, Landesliga, Landesklasse und Kreisoberliga begeisterten ihre Zuschauer. Nicht überall, denn es gab auch Verlierer in den Kämpfen gegen den Abstieg. Aber jeweils einer aus den Staffeln darf aufsteigen. Auf der Meistertafel 2024/2025 sind alle Siegermannschaften in den drei Spielebenen des FLB verewigt. Eine Besonderheit: 15 Staffeln, aber nur 14 Vereine.

Denn mit der SG Union Klosterfelde gelingt einem Club Seltenes: Sowohl die erste Elf (Brandenburgliga) als auch die zweite (Kreisoberliga) sind Tabellenerste – zudem erspielte sich die A-Jugend (eine Spielgemeinschaft mit Eintracht Wandlitz und FSV Basdorf) den Titel in der Landesklasse. Klosterfelde kann also drei Aufstiege nach Abschluss nur einer Saison feiern.

Prunkstück von Union Klosterfelde ist die Defensive

Dass Union Klosterfelde zum Spitzenfeld der Brandenburgliga zählt, überrascht beim Blick auf die Kaderstärke mit einigen Regionalliga-Größen keineswegs. Dass Union Klosterfelde den Titel erst am vorletzten Spieltag finalisiert, das verwundert schon eher. Im Vergleich mit den Vorjahres-Landesmeistern erspielte sich die SG Union weniger Punkte.

Fünf Niederlagen des Tabellenersten (die letzte am letzten Spieltag im Heimspiel gegen Einheit Bernau) unterstreichen zum einen die erneut gestiegene Qualität in der Breite der brandenburgischen Eliteliga. Zum anderen weiß der Meister um seine Schwäche: Lediglich 72 Tore wurden erzielt. Die Vorgänger aus Ahrensfelde (2024) waren auf 94, von TuS Sachsenhausen (2023) auf 86 und vom 1. FC Frankfurt (2022) auf 82 eigene Treffer gekommen. Die Defensive mit nur 25 Gegentoren stellt dagegen das Prunkstück des Landesmeisters 2025 dar.

Stahl Brandenburg und Miersdorf/Zeuthen in der Brandenburgliga

Nach sieben langen Jahren kehrt die BSG Stahl Brandenburg jetzt in die Brandenburgliga zurück. Permanent zählten die Havelstädter seit dem Abstieg im Jahr 2018 (sechs Punkte fehlten damals zum Klassenerhalt) zu den Top-4 der Landesliga. Nur 15 Zähler fehlen dem Traditionsverein mit einer gewaltigen Fangemeinde an der Maximalpunktzahl.

Bärenstark sind ebenso die 18 Zähler unter dem Maximum, mit denen der SC Miersdorf/Zeuthen seine Landesliga-Saison beendet. Nach zwei Vize-Meisterschaften nimmt die Elf von Landesmeister-Trainer Thorsten Beck (mit dem 1. FC Frankfurt 2022 in der Oberliga unterwegs) den Sprung in die Brandenburgliga. Entscheidend war ein kurioses Match beim ärgsten Kontrahenten in Seelow.

Vier Aufsteiger aus der Landesklasse zur Landesliga

Von den vier Staffelsiegern aus der Landesklasse verschaffen der Angermünder FC (68 Punkte), die SG Großziethen (71 Punkte) und Glückauf Brieske-Senftenberg (74) der Landesliga frische Luft.

Vor allem sorgt jedoch der SV Viktoria Potsdam mit seinem Durchmarsch aus der Kreisliga weiterhin für Furore. Dem Team um Trainer David Karaschewitz kommt mit einem Fabelwert aus seinen 30 Punktspielen: Nur ein Remis und eine Niederlage, in der Summe sind von der mit ehemaligen Regionalliga-Spielern gespickten Mannschaft 85 von 90 Punkten erspielt worden.

Aufstieg von acht Kreismeistern aus den Kreisoberligen

Aus den acht Fußballkreisen wird kein Verzicht zum Aufstieg gemeldet. Alle Kreismeister wollen sich der Herausforderung stellen, um in der Landesklasse ab 23. August 2025 zu punkten. Das sind erstmals der Pankower SV Rot-Weiß (Prignitz/Ruppin), Union Klosterfelde II (Oberhavel/Barnim), die Spielgemeinschaft Lunow/Oderberg (Uckermark) mit dem Brandenburgliga-erfahrenen Trainer Matthias Kandula (Preussen Eberswalde), 1. FC Frankfurt II (Ostbrandenburg), Borussia Brandenburg (Havelland), SG Sielow (Niederlausitz), Rot-Weiß Luckau (Südbrandenburg) und Grün-Weiß Großbeeren (Dahme-Fläming).

Herzschlag-Finale endet mit Niederlage von Ludwigsfelde II

Großbeeren lieferte sich am 22. Juni 2025 ein nervenaufreibendes Herzschlag-Finale mit der Zweiten Mannschaft des Ludwigsfelder FC. Am letzten Spieltag sah es vor 450 Zuschauern in der achten Minute der Nachspielzeit noch nach einem Remis aus. Das hätte Ludwigsfelde II zum Titel gereicht. Doch dank zwei ganz späten Toren (90.+9/Lucas Peiler, 90.+13/Linus Belitz) gewann Großbeeren das Spitzenspiel und rutschte bei Punktgleichheit durch das bessere Torverhältnis (78 zu 76) am LFC II vorbei.

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