Fußball in der Regionalliga
: FSV Union Fürstenwalde kassiert sechs Gegentore und verliert den Abwehrchef

Der FSV Union Fürstenwalde kassiert in der Fußball-Regionalliga Nordost beim Tabellenzweiten Lok Leipzig eine derbe 2:6-Niederlage und muss im Abstiegsduell beim VfB Auerbach die Defensive umbauen.
Von
Uwe Wuttke
Leipzig
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Und wieder ein Tor: Tom Nattermann von Lok Leipzig erzielt das sechste Tor seines Teams gegen den FSV Union Fürstenwalde. Kilian Zaruba kann nur zuschauen.

BEAUTIFUL SPORTS/Jan Käfer/imago images

Der FSV Union Fürstenwalde bleibt in der Fußball-Regionalliga Nordost die Schießbude der Liga. Nach dem 2:6 (1:4) m Sonnabend beim Tabellenzweiten Lok Leipzig haben die Domstädter in 23 Spielen bereits 65 Gegentore kassiert und sind mit 19 Zählern nun punktgleich mit Schlusslicht VfB Auerbach, der beim FC Eilenburg ein Zähler ergatterte.

Entscheidend für die nach 1:4 in der heimischen Bonava-Arena erneut deutliche Niederlage gegen die Loksche waren die vier Minuten unmittelbar vor dem Pausenpfiff. In dieser kurzen Zeitspanne kassierten die Fürstenwalder drei Gegentreffer und lagen mit 1:4 hinten. „Es ist frustrierend, wenn du ein Spiel, in dem du gut drin bist, in so kurzer Zeit durch individuelle Patzer aus der Hand gibts“, sagte Fürstenwaldes Trainer Kenny Verhoene nach der Partie.

FSV Union Fürstenwalde kassiert vor der Pause drei Tore in vor Minuten

Erst brachte Djamal Ziane, der in Fürstenwalde nach einem Zusammenprall noch benommen vom Platz getragen werden musste, nach Rückpass von Theo Ogbidi aus acht Metern mit einem Schuss unter die Latte zum 2:1. Dann erhöhten der ehemalige Babelsberger Farid Abderrahmane und erneut Ziane mit seinem 17. Saisontreffer aus Nahdistanz.

Dabei begann die Partie für den FSV Union ideal. Max Winter traf aus zwölf Metern schnell zum 1:0 für mutig mitspielenden die Gäste (7.). „Wir haben nichts zu verlieren, können frei aufspielen“, hatte Union-Ttrainer Verhoene vor der Partie gesagt. Seine Mannschaft hielt sich zunächst daran. Doch die Freude hielt nicht lange, Lok legte sofort den Schalter um und kam nach einem schönen Angriff über die linke Seite zum Ausgleich durch Pfeffer.

Nach dem Wechsel agierten die Fürstenwalder geschockt, Lok dominierte nach Belieben, aber dem eingewechselten Connor Klossek gelang es zu verkürzen. In Unterzahl musste das Team von Verhoene dann aber noch zwei Treffer durch einen Traumfreistoß von Abderrahmane (71.) und Tom Nattermann (86.) hinnehmen. Zuvor hatte Unions Abwehrchef Finn Berk nach einer Notbremse die Rote Karte gesehen und wird nun im wichtigen Spiel am 16. Februar in Auerbach fehlen.

Und so sieht es in der Tabelle der Regionalliga Nordost aus