Fußball Landespokal Brandenburg
: MSV Neuruppin im Halbfinale chancenlos gegen Babelsberg 03

Der MSV Neuruppin hat die Überraschung im Fußball-Landespokal Brandenburg verpasst. Das Team aus der Brandenburgliga unterliegt dem SV Babelsberg 03 aus der Regionalliga mit 0:3. Die Gäste unterdrücken jeden Keim von Hoffnung auf die Sensation.
Von
Hubertus Rößler,
Matthias Haack
Neuruppin
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Den Weg nach Neuruppin nicht gescheut: 812 Zuschauer wurden im Halbfinale des Landespokals zwischen MSV Neuruppin und SV Babelsberg 03 gezählt. Vehement angefeuert haben die Gäste ihr Team aus der Regionalliga, das sich souverän durchsetzte.

Matthias Haack

Als eine der ersten Mannschaften aus den 21 Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes steht der SV Babelsberg 03 als Teilnehmer des Finalspiels im Landespokal fest. Der Tabellenvierte der Fußball-Regionalliga Nordost bezwang im leicht in die Mittagszeit vorgezogenen brandenburgischen Halbfinale den Gastgeber MSV Neuruppin aus der Brandenburgliga mit 3:0 (2:0).

Auf wen die Babelsberger im Endspiel treffen werden: FC Energie Cottbus. Der Viertligist und Pokalverteidiger bezwang mit leichten Zeitversatz seiner Partie die SG Union Klosterfelde. Unterdessen meldet der MSV Zuschauerrekord nach mehreren Spielserien mit Fans im unteren dreistelligen Bereich. Gezählt wurden offiziell 812 Zuschauer – viele davon aus Potsdam angereist.

MSV Neuruppin gegen Babelsberg 03 – die Tore

0:1 Paul Roman Wegener (23.): Nach einem Eckball von der linken Seite von Tahsin Cakmak wird der Ball vom MSV per Kopf direkt vor die Füße von Weniger abgewehrt. Dieser zieht volley ab und trifft den Ball perfekt, das Spielgerät landet leicht abgefälscht rechts unten zur Führung der Gäste.

0:2 Daniel Frahn (30./Foulelfmeter): Nach einem Missverständnis zwischen Neuruppins Henry Jose und Torhüter Angelos Syritoudis spritzt Samir Werbelow dazwischen. Der Babelsberger nimmt dankbar den Kontakt des MSV-Schlussmannes an und fällt. Frahn verwandelt trocken flach in die linke Ecke.

0:3 Matthias Steinborn (79.): Der eingewechselte Steinborn trifft nach einer scharfen Hereingabe von der linken Seite von Gordon Büch per Direktabnahme zur Entscheidung. Das ist eine der herausragend herausgespielten Torchancen der Gäste.

MSV Neuruppin gegen Babelsberg 03 – so lief das Spiel

Die Gäste ließen von der ersten Minute an keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollen. Sie ließen Ball und Gegner laufen. Die beiden Treffer Mitte der ersten Hälfte taten ihr Übriges, dass eine Sensation zu keinem Zeitpunkt in der Luft lag.

Nach der Pause trauten sich die Neuruppiner etwas mehr zu und tauchten auch häufiger in der Hälfte der Nulldreier auf. Die größte Möglichkeit zum Anschlusstreffer vergab Pedro Vitor Cruz Magalhaes, als der Blitzzugang knapp über das Tor schoss (77.). Mit dem dritten Treffer fast im Gegenzug zog Babelsberg den Gastgebern endgültig den Stecker.

Kopfballduell gewonnen: Marco Antonia Paranhos Da Silva Junior hier gegen Paul Roman Wegner (in Rot) vor der Wand des SV Babelsberg.

Matthias Haack

Weg der Pokal-Halbfinalisten

Der lange Weg des Märkischen Sportvereins 1919 Neuruppin endet eine Runde vorm Finale. Nach dem 5:0 beim MTV Altlandsberg (Landesklasse), dem 2:0 bei der BSG Stahl Brandenburg (Landesliga), dem 6:5 nach Elfmeterschießen beim FSV Bernau (Landesliga), dem 5:2 daheim gegen Ahrensfelde (Brandenburgliga) und dem 3:0 beim BFC Preussen Blankenfelde (Landesliga) kassierten die Fontanestädter die erste Niederlage und quittieren damit das Aus im Wettbewerb. Ins Endspiel schaffte es das Regionalliga-Team des SV Babelsberg 03. Es hatte vor seinem Halbfinale die SG Golm (3:0/Landesklasse), Germania Schöneiche (2:1/Brandenburgliga), RSV Eintracht (2:0 n.V./Oberliga), Optik Rathenow (3:0/Oberliga) und nun auch den MSV aus.

Der MSV Neuruppin unterlag im Halbfinale des Fußball-Landespokals Brandenburg dem SV Babelsberg 03 mit 0:3. Hier fällt Jose Raimundo Silva Magalhaes im Zweikampf mit dem ersten Gäste-Torschützen Paul Roman Wegener.

Matthias Haack

Prämie für die besten Mannschaften im Pokal

Finanziell lohnt sich der sportliche Erfolg für alle Vereine, die mindestens das Achtelfinale erreicht haben. Der FLB teilt ein Viertel der Einnahmen, die der Brandenburger Vertreter in der 1. Runde des DFB-Pokals erhalten wird, unter diesen 16 Vereinen auf. Wie hoch die exakte Summe ist, hängt davon ab, welchen Beitrag der DFB weiterreichen wird.

In der vergangenen Saison waren dies etwa 215.000 Euro gewesen. Davon gingen gut 50.000 Euro an die weiteren 15 Vereine neben Pokalsieger Energie Cottbus, die mindestens das Achtelfinale erreicht hatten. Der unterlegene Finalist 2023, FSV Luckenwalde, erhielt 30 Prozent (etwa 15.000 Euro), die unterlegenen Halbfinalisten je 15 Prozent (etwa 7500 Euro), die unterlegenen Viertelfinalisten je 5 Prozent (etwa 2500 Euro) sowie die unterlegenen Achtelfinalisten je 2,5 Prozent (etwa 1300 Euro). Das sind in 2023/24 Ludwigsfelder FC, 1. FC Guben, Grün-Weiß Ahrensfelde, Preussen Eberswalde, SG Bornim, RSV Eintracht, VfB Trebbin und Blau-Weiß Dahlewitz. Die diesjährigen Halbfinalisten Union Klosterfelde und der MSV Neuruppin dürften wohl mit einer Summe im mittleren vierstelligen Bereich rechnen.

Die Spiele im FLB-Landespokal