Fußball Landespokal
: Das sind die Duelle in 2. Pokalrunde – klare Ansagen von Neuruppin, Zepernick und Ahrensfelde

Wer trifft auf Titel-Verteidiger FC Energie Cottbus und welcher Underdog bekommt die Chance auf die nächste Überraschung? Die 2. Runde im Landespokal des FLB ist eben ausgelost worden.
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  • Harter Kampf: Die SG Einheit Zepernick (in Schwarz) schaltete den ersten Höherklassigen aus – Brandenburgligist Oranienburger FC Eintracht wurde in die Verlängerung und auch ins Elfmeterschießen gezwungen. Damit stellt Zepernick den einzigen Landesklasse-Vertreter. Das Team um Vincent Lipp hatte sich als Kreispokalsieger für den Landeswettbewerb  qualifiziert und zog nun ein Traumlos.

    Harter Kampf: Die SG Einheit Zepernick (in Schwarz) schaltete den ersten Höherklassigen aus – Brandenburgligist Oranienburger FC Eintracht wurde in die Verlängerung und auch ins Elfmeterschießen gezwungen. Damit stellt Zepernick den einzigen Landesklasse-Vertreter. Das Team um Vincent Lipp hatte sich als Kreispokalsieger für den Landeswettbewerb qualifiziert und zog nun ein Traumlos.

    Matthias Haack
  • Riesenerfolg für Templin: Trainer Mario Hopp (Mitte) organisierte seine Mannschaft aus der Landesliga so gut, dass dem SV Zehdenick (Brandenburgliga) nichts einfiel, um die Hopp-Elf vor ernsthafte Probleme zu stellen. In der Verlängerung fiel der einzige Treffer im 32. Spiel der ersten Runde. In der zweiten Runde geht es zum Vorjahres-Rivalen.

    Riesenerfolg für Templin: Trainer Mario Hopp (Mitte) organisierte seine Mannschaft aus der Landesliga so gut, dass dem SV Zehdenick (Brandenburgliga) nichts einfiel, um die Hopp-Elf vor ernsthafte Probleme zu stellen. In der Verlängerung fiel der einzige Treffer im 32. Spiel der ersten Runde. In der zweiten Runde geht es zum Vorjahres-Rivalen.

    Matthias Haack
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Im Landespokal bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Runde 1 ist gespielt, und die Auslosung für den zweiten Durchlauf ebenso Geschichte. Mit verrückten Duellen. Auch der nächste Spieltermin steht bereits an: das Wochenende 24./25. September. Auch die dann folgende Runde ist noch für dieses Jahr terminiert: 19. November.

Die erste von Radsport-Weltmeister Maximilian Levy gezogene Partie hat es bereit in sich: Landesklasse-Erster trifft auf Landesklasse-Erster der vorigen Saison. Oberligist RSV Eintracht erhält wie schon 2019 im Achtelfinale das Traumlos – Energie Cottbus. Grün-Weiß Ahrensfelde freut sich auf Regionalligist FSV Luckenwalde und in Brandenburg an der Havel flogen vermutlich die Sektkorken gen Himmel angesichts des zugelosten Stadtderbys.

Das sind die Paarungen in der 2. Landespokal-Runde

Einheit Zepernick – Victoria Templin

Concordia Buckow/Waldsieversdorf – 1. FC Frankfurt (Oder)

RSV Eintracht – FC Energie Cottbus

Falkensee/Finkenkrug – VfB Krieschow

Fortuna Babelsberg – FSV Union Fürstenwalde

Eintracht Miersdorf/Zeuthen – Werderaner FC Viktoria

TuS Sachsenhausen – Frankonia Wernsdorf

Grün-Weiß Lübben – SV Babelsberg 03

Preussen Eberswalde – MSV Neuruppin

Blau-Weiß Petershagen/Eggersdorf – Optik Rathenow

TSG Einheit Bernau – Victoria Seelow

1. FC Guben – Ludwigsfelder FC

Grün-Weiß Ahrensfelde – FSV Luckenwalde

Eintracht Alt Ruppin – Union Klosterfelde

Stahl Brandenburg – BSC Süd 05

SV Altlüdersdorf – Germania Schöneiche

Stimmen zur Auslosung

Mario Hopp (Trainer Victoria Templin): „Das wird ein Prestigekampf. Ich sehe uns nicht als den Favoriten, obwohl wir eine Klasse höher spielen. Zepernick hat sich nochmals verstärkt, bekommt starke Kritiken und tritt als Mannschaft nochmals stärker auf. Wir betrachten dieses Los wie jedes andere und stellen uns.“ In Zepernick hatte Templin im Herbst 2021 mit 2:0 gewonnen.

Vincent Lipp (Spieler Einheit Zepernick): „Für uns ist das das absolute Traumlos. Wir bekommen die Chance klarzustellen, wer der verdiente Aufsteiger gewesen wäre. In den zwei Partien gab es einen Sieg für Templin in der Hinrunde und einen für uns in der Rückrunde dort. Es ist jetzt eine Möglichkeit zu zeigen, wer ganz klar die stärkere Mannschaft ist. Wir freuen uns mega. Das wird eine sehr brisante Partie.“

Marc Flohr (Trainer MSV Neuruppin): „Eberswalde ist als Brandenburgligist natürlich nur eine Klasse unter uns und spielt dort seit Jahren eine stabile Rolle. Preussen hat einen guten Kader beisammen. In vielen Aufeinandertreffen ging es für mich und mein Team oft negativ aus, deshalb ist das ein Gegner, bei dem wir absolut konzentriert sein müssen. Trotzdem: Im Vergleich zur Vorsaison wollen wir uns im Pokal verbessern – da sind wir bis ins Halbfinale gekommen. Wir spielen schon im Pokal, um bis ins Finale vorzustoßen. Ich bin gespannt, wie die Konstellation nach der zweiten Runde aussieht. Es sind viele interessante Duelle dabei, wie beispielsweise Ahrensfelde gegen Luckenwalde. Und Ahrensfelde ist für mich eher Oberligist als ein Brandenburgligist.“

Oliver Richter (Trainer Grün-Weiß Ahrensfelde): „Nichts gegen den FSV Luckenwalde, die machen gute Arbeit dort, aber es ist ein undankbares Los. Der Verein akquiriert kaum Zuschauer, spielt aber zwei Ligen höher. Oberligisten können wir jeden schlagen, aber Luckenwalde ist schon Halbprofitum, das ist eine sehr schwere Aufgabe, die wir aber annehmen. Natürlich ist es möglich, an einem guten Tag jede Mannschaft zu schlagen. Aber da muss schon viel passen. Babelsberg und Cottbus wären sportlich noch einen Tick schwerer, aber dann kämen mehr Fans, die eine schöne Kulisse schaffen. Wir bereiten uns jetzt darauf vor, freuen uns auf die Partie, wollen im Pokal so weit wie möglich kommen, aber wenn in der nächsten Runde Schluss ist, dann hat die Losfee es nicht so gut mit uns gemeint. Unser Schwerpunkt liegt woanders.“

Daniel Kraatz (Trainer Eintracht Alt Ruppin): „Die Möglichkeit besteht, eine Runde weiterzukommen. Dann muss es aber für uns gut laufen und Klosterfelde darf nicht seinen besten Tag haben. Union hat sich einen sehr guten Kader zusammengestellt und wir werden versuchen, so lange wie möglich Paroli zu bieten. Ohne Klosterfelde schlecht reden zu wollen, ist es dennoch nicht unser Traumlos. Als Landesligist holen wir den Pokal sehr wahrscheinlich nicht. Da wären dann Cottbus, Babelsberg oder ein Derby gegen den MSV Neuruppin für uns schöner gewesen. Wir werden jetzt aber das Beste draus machen. Ich selbst kann leider im Pokal nicht dabei sein. Für mich übernimmt Co-Trainer Mike Kutzner.“

Tino Kandlbinder (Trainer Grün-Weiß Lübben): „Ein Regionalligist ist toll, höher geht eigentlich nur noch Energie als Los. Es wird ein schöner Pokalnachmittag, ich hoffe, dass wir das Stadion der Völkerfreundschaft noch einmal voll bekommen. Spielerisch wird es verdammt schwer, wir werden alles heraushauen und sehen, wie lange wir es offen halten können.“ 2017 erlebte Kandlbinder als Trainer von Wacker Ströbitz bereits ein Pokalspiel gegen Babelsberg, ebenfalls in der zweiten Runde. Damals unterlag seine Mannschaft mit 1:3.“

Danny Knofe (Trainer Concordia Buckow/Waldsieversdorf: „Wir freuen und auf die Partie gegen den 1. FC Frankfurt. „Das ist ein sehr schönes Los gegen einen schweren Gegner. Wir haben in der Saison-Vorbereitung schon öfters gegeneinander gespielt und ich verfolge auch mit großem Interesse, wie gut sich die Frankfurter bisher in der Oberliga schlagen. Das ist schön für die gesamte Region. Wir sind beides Mannschaften, die gerne den Ball haben. Wir können uns auch gar nicht hinten reinstellen, von daher erwarte ich ein schönes Spiel. Wir wollen auf jeden Fall Fußball spielen, auch wenn der Gegner natürlich haushoher Favorit ist. Aber im Pokal kann immer etwas passieren, womit keiner rechnet.“

Unklar ist allerdings noch, wann die Partie ausgetragen werden soll, da der 1. FC Frankfurt am Donnerstag (22. September) ein Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten Hertha BSC bestreitet. „Frankfurt würde gerne am Sonntag spielen, aber das ist für uns keine Option. Wir haben die Primetime am Samstagabend angeboten, da würden auch viele Zuschauer kommen. Ich hoffe, dass wir uns einig werden“, berichtet Buckows Trainer.

Claus-Dieter Wollitz (Trainer von Energie Cottbus zum Auswärtsspiel beim RSV Eintracht Stahnsdorf): „Bei einem Oberligisten ist es nie leicht. Wie schwer es beim RSV Eintracht ist, das haben wir 2019 im Achtelfinale gemerkt, als wir dort nur knapp mit 2:1 gewonnen haben. Was der Verein dort seit Jahren, auch besonders im Nachwuchsbereich, auf die Beine stellt, das ist aller Ehren wert. Davor haben wir allerhöchsten Respekt.“

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