Hertha BSC
: Hertha-Trainer Labbadia fordert Arne Maier

Bruno Labbadia plant beim Bundesligisten Hertha BSC für das große Fußball-Talent aus Ludwigsfelde „eine gute Rolle“ im Spiel der Berliner ein.
Von
Uwe Wuttke
Berlin
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Fordert seine Spieler: Hertha-Cheftrainer Bruno Labbadia

Michael Hundt

Anschließend brachten die Trainer Jürgen Klinsmann und Alexander Nouri den defensiven Mittelfeldspieler in vier Partien zum Einsatz. Nach dem desaströsen 0:5 gegen Köln saß Maier indes in Düsseldorf und gegen Bremen auf der Bank, ehe Corona die Bundesliga stoppte. Unter Labbadia dürften die Chancen für den Blondschopf wieder steigen. Im defensiven Mittelfeld ist Santiago Ascacibar zwar gesetzt. Aber davor sollte Maier im von Labbadia praktizierten 4-3-3-System neben Marko Grujic oder Vladimir Darida einer der beiden offensiven Mittelfeldakteure sein.

Coach mag solche Fußballer

„Ich habe seine Entwicklung von Außen verfolgt und ich mag solche Fußballer, wie er einer ist“, sagt Labbadia in einem Skype-Chat mit Journalisten über Arne Maier. „Aber ich habe auch seine Schwierigkeiten gesehen.“ Im Training sei er in den vergangenen zweieinhalb Wochen voll dabei, „Er ist total motiviert und versucht alles umzusetzen. Und dann werden wir sehen, was mit ihm kommt.“ In den Planungen des Trainers spielt der U-21-Nationalspieler eine klare Rolle. Aber Labbadia erwartet auch von Maier, was er von allen jungen Spielern erwartet. „Die Tür ist immer offen, aber er muss auch selbst durch die Tür gehen.“

Die Chancen für den Ludwigsfelder stehen nicht schlecht. „Ich glaube, dass unser Spiel seine Stärken zum Vorschein bringen kann.“ Dafür müsse Maier aber gewisse Voraussetzungen schaffen. „Da sind wir gerade dabei. Gerade, weil er verletzt war, wird das nicht von heute auf morgen gehen. Aber er spielt in unseren Überlegungen eine gute Rolle“, versichert Labbadia noch einmal.

Der 54-Jährige gilt als ein Mann, der jungen Spielern eine Chance gibt. „Wir haben als Trainerteam auf unseren Stationen immer zwei, drei Spieler gehabt, die wir nach oben gebracht haben“, erzählt Labbadia. Einige landeten sogar im Nationalteam. Etwa der Berliner Antonio Rüdiger und Timo Werner, die er beide beim VfB Stuttgart trainierte und hochzog. Dem Nationalstürmer verhalf er im August 2013 als 17-Jähriger zum Profidebüt. „Sein Talent war nicht zu übersehen“, befand Labbadia über den heutigen Angreifer bei RB Leipzig.

Auch bei Hertha sieht der neue Chef weitere Kandidaten für Profieinsätze. Marton Dardai und Muhammed Kiprit, der in der Regionalliga Nordost in 21 Spielen bereits 16 Treffer erzielte, durften am Mittwoch mittrainieren. Sogar immer bei den Profis am Ball ist Super-Talent Lazar Samardzic. Der 18-jährige Spielmacher ist U-19-Natonalspieler und gilt als Standardspezialist.

Standards waren am Mittwoch auch der Hauptprogrammpunkt im Training. Eckbälle, Freistöße und die entsprechenden Laufwegen übten die Spieler ein. Für Labbadia sind Standards ein wichtiger Bestandteil. „30 Prozent der Tore fallen danach“, hat er sich mit Statistiken befasst. Deshalb versucht der Trainer, auch unter den erschwerten Corona-Bedingungen entsprechende Automatismen entwickeln zu lassen, um für den irgendwann eintretenden  Ernstfall mit dem Team gerüstet zu sein. Genau wie der engagierte Arne Maier.