Hertha BSC
: Zeefuik will Taten sprechen lassen

Lange zog sich der Wechsel von Deyovaisio Zeefuik zu Hertha BSC. Nun ist er da und will mindestens in die Europa League kommen.
Von
Lukas Grybowski
Berlin
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Herthas Neuzugang Deyovaisio Zeefuik

nordphoto / Engler via www.imago-images.de

Ein Mann der ganz großen Worte ist Deyovaisio Zeefuik noch nicht.. „Es ist schwierig zu sagen, was meine Stärken und Schwächen sind. Ich will es nicht einfach sagen, sondern es auf dem Platz zeigen“, sagte der Neuzugang von Hertha BSC. Für vier Millionen Euro kam der 22–Jährige Niederländer vom FC Groningen in die Hauptstadt.

Und auf dem Platz hat Zeefuik bei Trainer Bruno Labbadia schon einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Der niederländische Rechtsverteidiger beeindruckte mit einem ungemeinen Laufpensum und einem ausgeprägten Offensivdrang, besonders stark ist er in Eins–gegen–Eins–Duellen, offensiv wie defensiv. Dabei fiel auch dem Trainer auf, dass er außerhalb des Platzes noch ruhig und zurückhaltend ist, aber auf dem Platz laut und aggressiv.

Rat von Robben erhalten

Doch trotz aller Zurückhaltung ist Zeefuik bereits gut im Team angekommen. „Meine Eindrücke sind bisher sehr gut. Die Jungs sind entspannt, das Training war schon hart, aber das wusste ich vorher.“ Seine Integration erleichtert haben da auch Javairo Dilrosun und Daishawn Redan. Mit Dilrosun ist er schon lang befreundet, sie spielten gemeinsam in der Jugend von Ajax Amsterdam. Mit Redan wuchs er in Amsterdam auf und spielte das letzte halbe Jahr in Groningen zusammen. Dort stand er auch in den vergangenen Wochen mit Arjen Robben auf dem Platz. „Ich habe mit ihm darüber gesprochen und er hat gesagt, dass der Schritt in die Bundesliga richtig ist.“

Dabei wäre der Außenverteidiger beinahe nicht in Berlin gelandet. Er hatte auch Angebote aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Zudem soll sich sein Verein bereits mit dem FC Southampton einig gewesen sein. Zeefuik kritisierte Groningens Sportdirektor öffentlich, denn dieser drängte auf einen Wechsel nach England, da die „Saints“ eine höhere Ablöse bezahlt hätten. Mittlerweile gibt es aber von Zeefuiks Seite keinen Groll mehr. „Nachdem der Wechsel durch war, haben wir uns ausgesprochen.“

Europa League als Mindestziel

Jetzt freut er sich in Berlin zu sein. „Ich folge meinen Gefühlen und bei Hertha war das Gefühl von Beginn an gut. Mir gefällt der Plan, den sie mit mir haben.“ Und anders als zum Beispiel Coach Labbadia oder Neu–Torhüter Schwolow will er nicht nur eine bessere Platzierung als vergangene Saison schaffen. „Ich denke, wir können es in die Europa League schaffen oder vielleicht auch höher. Ich persönlich will in jedem Spiel auf dem Platz stehen.“