Koch aus Köpenick, die Eisern-Kolumne: Alles Gute, Michael Gspurning

Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin. In seiner Kolumne verrät er, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt – auch wenn er selbst aktuell bei der Fußball-WM als Reporter vor Ort ist.
Matthias Koch- Treffen in Dallas bei Argentinien gegen Österreich: kurzer Austausch mit Michael Gspurning.
- Gspurning ist Torwarttrainer Österreichs und war fast neun Jahre bei Union tätig.
- Seine Familie reist mit: Training in Santa Barbara, Besuch in Seattle – Geburtsort des Sohns.
- Er wurde bei Union verabschiedet und strebt einen Verein mit Europacup an, „nichts Neues“.
- Respekt für Messi, doch Fotos von Rani Khedira tauschte ein Kollege gegen Messi-Aufnahmen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es gehört zu den Eigenarten dieser Fußball-WM, dass die Nationalkicker zur Platzbegehung rund 80 Minuten vor Anpfiff an einer der vier Spielfeld-Ecken auf den Rasen kommen. Das war am Montag auch beim Spiel zwischen Weltmeister Argentinien und Österreich (2:0) in Dallas so. Links und rechts eines abgesperrten Bereichs hatten sich etliche Fotografen positioniert, um Superstar Lionel Messi oder Österreichs „enfant terrible“ Marko Arnautovic vorab ablichten zu können.
Messi ließ sich nicht blicken. Aber ich hatte ohnehin nur Augen für den Torwarttrainer von Österreich. Denn Michael Gspurning war zuletzt fast neun Jahre lang in derselben Funktion vor allem beim 1. FC Union tätig.
Klar wollte ich ein frisches Foto von ihm machen. Es reichte auch für einen kurzen Smalltalk, nachdem wir uns vorab geschrieben hatten. Eine Umarmung von zwei in Berlin-Grünau lebenden Fußball-Junkies war auch drin.
Reise in die Vergangenheit für Familie Gspurning
Unioner im Nationaldress zu dokumentieren, gehört zu meinen Standards – erst recht bei großen Turnieren. Für Gspurning ist es nach der EM 2004 in Deutschland die nächste Herausforderung. Er genießt es, auch wenn es nach dem 3:1-Erfolg gegen Jordanien eine 0:2-Niederlage gegen Argentinien gab. „Es war ein riesiges Erlebnis gegen den Weltmeister zu spielen, noch dazu in dieser Arena. Schön, ist auch, dass meine Familie dabei ist“, sagte Gspurning.
Frau Katharina, Tochter Melia und Sohn Kiam wickeln ihr eigenes Programm ab, wenn der Kader von Cheftrainer Ralf Rangnick in Santa Barbara in Kalifornien trainiert. Die Familie des 45-jährigen Gspurning hat auch Seattle besucht. Für den Junior war es eine „Reise“ in die Vergangenheit. Kiam wurde 2013 in Seattle geboren. In dieser Zeit stand sein Vater bei Seattle Sounders FC im Kasten.
Matthias Koch tauscht Lionel Messi für Rani Khedira ein
Das Kapitel Union ist für Gspurning beendet. Er wurde feierlich verabschiedet. Er würde in Zukunft gern bei einem Verein arbeiten, der international spielt. Die Europacup-Jahre mit Union von 2021 bis 2023 haben ihn erfolgshungrig gemacht. Noch gibt es bei ihm diesbezüglich „nichts Neues“. Für die Zeit nach Union wünsche ich ihm alles Gute.
Aktuell ist er aber voll im WM-Modus und natürlich zollte Gspurning dem nunmehr 18-fachen WM-Torschützenkönig Messi Respekt. „Messi liest das Spiel gefühlt so, als ob er nicht im Jetzt ist. Er weiß schon, was als Nächstes passiert“, so Gspurning.
Leider werde ich Rani Khedira, den zweiten aktiven WM-Unioner beim Turnier nicht sehen. Die Spiele Tunesiens finden an jenen Tagen statt, an denen auch Deutschland spielt. Ein argentinischer Kollege hat mir im Tausch gegen Fotos von Messi Aufnahmen von Khedira geliefert. Und ganz ehrlich, wer braucht schon Messi, wenn er Khedira kriegen kann.
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