Koch aus Köpenick, die Eisern-Kolumne: Union Berlin bei den Aufstiegsspielen im Herzen

Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin - in seiner Kolumne verrät er, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt.
Matthias Koch- Ex-Unioner rücken in den Fokus – Sommerpause bringt ruhige Tage an der Alten Försterei.
- Nico Schlotterbeck spielte gegen Finnland 4:0 und umarmte Joel Pohjanpalo nach Abpfiff.
- Aufstiegsspiel in Würzburg: Kurzweg, Nischalke und Zejnullahu waren vor Ort.
- Kapitän Kurzweg beendete mit dem Aufstieg seine Karriere und erinnert ein Tor in Köpenick.
- Nischalke traf zum 1:0, Zejnullahu betont: „Einmal Unioner, immer Unioner.“
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie trotzt man als Union-Reporter dem Sommerloch? Man telefoniert Kontakte ab. Im Stadion An der Alten Försterei herrscht aktuell aber ziemliche Ruhe. Manager Horst Heldt macht derzeit wohl auch Urlaub. Er soll am Montag wieder die Geschäfte aufnehmen.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich über Ex-Unioner der eisernen Materie zu nähern. Einige von ihnen durften in den letzten Tagen noch mal richtig ran. Nico Schlotterbeck, der inzwischen mit der Nationalelf in den USA angekommen ist, war beim vorerst letzten Länderspiel auf deutschem Boden gegen Finnland (4:0) im Einsatz. Nach dem Abpfiff umarmte er den Finnen Joel Pohjanpalo innig. Beide trugen in der Saison 2020/21 zusammen das Union-Trikot. Schlotterbeck kam auf 17 Einsätze und zwei Tore. Pohjanpalo hat 19 Nominierungen und sechs Treffer vorzuweisen, darunter einen Hattrick beim 3:1 am 14. April 2021 gegen Werder Bremen.
Drei Ex-Unioner beim Aufstiegsspiel in Würzburg
Gleich drei ehemalige Unioner konnte ich beim Aufstiegs-Rückspiel der Würzburger Kickers gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig (2:1) antreffen: Peter Kurzweg, Jermain Nischalke und den zuletzt verletzten Eroll Zejnullahu. Kapitän Kurzweg beendete mit dem Aufstieg in die 3. Liga mit 32 Jahren seine aktive Laufbahn. Seine Zeit bei Union war kurz. 2017/18 kam der Verteidiger in der 2. Bundesliga auf sieben Partien. „Nichtsdestotrotz bin ich stolz, dass ich für die erste Mannschaft spielen durfte. Ich habe auch ein Tor in der Alten Försterei geschossen. Das war einer der Höhepunkte meiner Karriere. Ich bin dort zum Fußball-Gott aufgestiegen“, sagte Kurzweg.
Bei Union werden alle Profis beim Verlesen der Aufstellung als „Fußball-Gott“ bezeichnet. Das galt auch für Eigengewächs Zejnullahu, der zwischen 2013 und 2019 68 Mal für Union (1 Tor) auflief. „Union ist ein großer Part meiner Vergangenheit und immer noch tief im Herzen. Es ist mein Heimatverein. Sowas trägt man nicht nur, wenn man da vor Ort ist, sondern auch all die Jahre danach mit sich“, sagte der inzwischen 31-Jährige.
Das Motto „Einmal Unioner, immer Unioner!“ gilt auch für Jermain Nischalke. Der Angreifer erzielte gegen Leipzig das wichtige 1:0. Es war sein 21. Pflichtspiel-Treffer in dieser Saison. Bei Union spielte der gebürtige Berliner von 2016 bis 2019 nur im Nachwuchs. Damals habe ihm noch das Bewusstsein für den Fußball gefehlt, heißt es in Köpenick. Themen außerhalb des Platzes seien wichtiger gewesen.
Nach Wanderjahren bei Dynamo Dresden, Chemnitzer FC, 1. FC Magdeburg, 1. FC Nürnberg, Borussia Dortmund II, FC Homburg und der Spielvereinigung Bayreuth ist Nischalke, der wegen seines Namens in Dortmund Kultstatus erlangte, in Würzburg nun sehr erfolgreich gewesen. Darüber freut man sich auch bei Union.
