Koch aus Köpenick: Was der neue Trainer des 1. FC Union alles können muss

Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin. In seiner Kolumne verrät er, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt.
Matthias Koch- Union sucht eine neue Cheftrainer-Lösung – Eignung und Kompatibilität zur Fankultur sind zentral.
- Eta und Co-Trainer Kerwin wechseln zu den Union-Frauen. Gspurning und Thieme gehen auf eigenen Wunsch.
- Doekhi, Leite und Kral verlassen den Klub. Letzte öffentliche Einheit bot Fans noch Autogramme.
- Favoritenkreis soll Christian Eichner umfassen, eine Vorstellung bei der Mitgliederversammlung gilt als offen.
- Der Neue soll Erfolg und ansehnlichen Fußball liefern, taktisch variabel sein und Spieler besser machen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Beim 1. FC Union Berlin hat die Zeit des Abschieds begonnen. Am Mittwoch fand die allerletzte öffentliche Trainingseinheit statt. Es gab für die rund 100 Fans noch mal die Möglichkeit, auch Autogramme der Abwehrspieler Danilho Doekhi und Diogo Leite sowie von Mittelfeldmann Alex Kral zu erhaschen. Das Trio verlässt den Klub.
Im Trainer- und Betreuerstab stehen ebenso einige Veränderungen an. Trainerin Marie-Louise Eta und Co-Trainer Andreas Kerwin, die beide nach der Freistellung von Trainer Steffen Baumgart von der männlichen U19 zu den Profis hochgezogen wurden, arbeiten in der kommenden Saison bei den Union-Frauen. Torwarttrainer Michael Gspurning und Physiotherapeut Silvio Thieme gehen auf eigenen Wunsch.
Gspurning hat in der Phase, als Union dreimal in Folge im Europacup spielte, und in seiner Eigenschaft als Torwarttrainer der Nationalelf von Österreich Blut geleckt. Er hofft nach der WM-Teilnahme mit den Ösis darauf, einen Job bei einem Verein zu finden, der regelmäßig international beschäftigt ist. Thieme zieht es nach vier Jahren bei den Eisernen aus familiären Gründen zurück in den Thüringer Wald und in die eigene Praxis in Steinbach-Hallenberg.
Darüber muss Präsident Dirk Zingler lachen
Für Gspurning könnte es intern einen Ersatz geben. Marcel Höttecke macht den Job schon bei der U19. Zudem vertrat er Gspurning auch schon einige Male, wenn dieser beispielsweise mit Österreich unterwegs war oder erkrankt ausfiel.
Wer Eta ersetzen wird, ist zweifellos die wichtigste Entscheidung. Union könnte den „Neuen“, der mit großer Sicherheit wieder ein Mann sein wird, ja bei der Mitgliederversammlung am kommenden Dienstag vorstellen. Präsident Dirk Zingler musste bei diesem Vorschlag allerdings lachen.
Zum Favoritenkreis soll Christian Eichner gehören, der den Karlsruher SC verlassen wird. Egal, wer es macht, der neue Coach muss einiges können. In erster Linie sollte er erfolgreich sein. Seit der Spielzeit 2022/23, in der Urs Fischer die Mannschaft in die Champions League geführt hatte, erlebte kein einziger Trainer eine komplette Saison bei Union.
Wer länger überleben will, sollte nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben und halbwegs ansehnlichen Fußball spielen lassen. Letzteres wurde Baumgart in der Rückrunde zum Verhängnis. Taktisch ist Variabilität gefragt. Und der Neue muss die Spieler besser machen, die da sind. Denn mit Millionen wird Union auch im letzten Jahr vor dem Umzug ins Olympiastadion nicht um sich werfen können. 2027/28 beginnt der Umbau der Alten Försterei.
Wichtig ist auch, dass der zukünftige Trainer mit der Fankultur der Eisernen vereinbar ist. Einen früheren Chefcoach von RB Leipzig würde die Trainerfindungs-Kommission erst gar nicht in Betracht ziehen.
