Landespokal Brandenburg: VfB Krieschow feiert Überraschungssieg gegen Energie Cottbus

Sieg des Außenseiters: Der VfB Krieschow jubelt über seine Tore im Landespokalfinale gegen Energie Cottbus.
Steffen Beyer- VfB Krieschow schlug Energie Cottbus im Landespokalfinale Brandenburg mit 2:1.
- Tore: Eigentor Rorig zum 0:1, Michalski erhöhte, Biankadi traf per Elfmeter zum Anschluss.
- Cottbus rotierte stark und spielte ohne Cheftrainer Wollitz – Co-Trainer Röder coachte.
- Verletzungen bei Energie: Boziaris und Rorig mussten vorzeitig raus.
- Krieschow feierte den ersten Pokalsieg und ist für den DFB-Pokal 2026/27 startklar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga hat der FC Energie Cottbus im Finale des Brandenburger Fußball-Landespokals eine überraschende Niederlage gegen den VfB Krieschow kassiert und den insgesamt 13. Triumph in diesem Wettbewerb verpasst. Ohne Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz verlor der FCE im heimischen Leag Energie Stadion das Duell mit dem Oberligisten 1:2 (0:1).
Vor 10.336 Zuschauern war es für Krieschow der erste Pokalgewinn nach den Finalniederlagen 2022 und 2025. Die von Co-Trainer Tobias Röder betreuten Gastgeber gerieten durch ein Eigentor von Henry Rorig (11. Minute) und Toby Michalski (60.) in Rückstand. Merveille Biankadi gelang per Foulelfmeter nur noch der Anschlusstreffer zum 1:2 (71.).
Energie Cottbus – VfB Krieschow: die Tore
0:1 Henry Rorig (11., Eigentor)
Nach der Flanke von Felgenträger kommt Torhüter Böhnke im Luftduell mit Michalski zu spät, von Rorigs Knie prallt der Ball ins eigene Tor.
0:2 Toby Michalski (60.)
Über Pahlow und Pereira Rodrigues geht es schnell auf der rechten Seite, den Querpass von Pereira Rodrigues muss Michalski nur noch über die Linie bringen.
1:2 Merveille Biankadi (71., Foulelfmeter)
Nach einem Foul an Moustfa gab es Strafstoß, Biankadi verwandelte sicher.
Energie Cottbus – VfB Krieschow: die Aufstellung
Bei Energie Cottbus gab es die erwartete Rotation im Kader. Zum Einsatz kamen hauptsächlich jene Profis, die zuletzt keine oder wenig Spielzeit hatten. Jonas Hofmann führte den FCE als Kapitän auf den Rasen, Max Böhnke als etatmäßiger dritter Torhüter stand zwischen den Pfosten. Stammspieler wie Kapitän Axel Borgmann und Tolcay Cigerci, der am Freitag seinen Vertrag langfristig verlängert hatte, standen nicht im Kader. Es fehlten die vier besten Torschützen der vergangenen Saison – oder insgesamt 52 Tore in der 3. Liga. Der VfB Krieschow wurde wie gewohnt von Kapitän Andy Hebler angeführt. Auch Innenverteidiger Alexander Bittroff hat früher schon im Leag Energie Stadion gespielt.
Energie-Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz muss sich nach der Saison eigenen Angaben zufolge „einigen Operationen“ unterziehen und verfolgte die Partie als Zuschauer. Da sowohl Energie Cottbus als Tabellenzweiter der 3. Liga als auch Krieschow als Endspielteilnehmer bereits für die 1. DFB-Pokalrunde 2026/27 qualifiziert waren, hatte Wollitz die Verantwortung für dieses Finale an seinen Co-Trainer Tobias Röder übergeben. Beide arbeiten seit 2023 gemeinsam an der Seitenlinie.
Energie Cottbus – VfB Krieschow: das Spiel
Der VfB Krieschow belohnte sich mit dem Führungstor für eine engagierte Startphase. Der Außenseiter hatte auch nach dem Eigentor von Henry Rorig in der 11. Minute zunächst die besseren Chancen. Vor allem über die linke Seite konnte sich Krieschow immer wieder gefährlich in Szene setzen. Bei Energie fehlte oftmals das Tempo in den Aktionen. Erst in der 32. Minute gelang dem FCE der erste erfolgversprechende Angriff – Jannis Boziaris scheiterte an VfB-Torhüter Sebastian Mellack. Eine Schrecksekunde gab es kurz vor der Pause: Boziaris musste mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden (44.). Er humpelte in der Halbzeitpause unter dem aufmunternden Beifall der Fans auf der Nordwand in die Kabine. Auch für Henry Rorig ging es verletzungsbedingt nicht weiter.

Jannis Boziaris (links) von Energie Cottbus musste verletzt ausgewechselt werden, Hier setzt sich Boziaris gegen den Krieschower Toby Michalski durch.
Steffen BeyerZu Beginn der 2. Halbzeit gab es dreimal Aufregung im Krieschower Strafraum: Erst prallte der Ball an die Hand von Paul Pahlow, dann wurde Can Moustfa im Strafraum abgeräumt – Schiedsrichter Max Göldner entschied in beiden Fällen nicht auf Elfmeter. Kurz danach sah Ted Tattermusch Gelb wegen einer vermeintlichen Schwalbe. Die Partie hatte jetzt deutlich mehr Feuer.
Nach dem zweiten Krieschower Treffer durch Toby Michalski (60.) musste Energie alles nach vorn werfen. Der Favorit riss nun die Spielkontrolle an sich, kam aber nur noch zum Anschlusstreffer durch einen Foulelfmeter von Merveille Biankadi (72.). In der Nachspielzeit verhinderte VfB-Torhüter Sebastian Mellack bei einem Kopfball von Finn Heidrich reaktionsschnell den Ausgleich. Fünftligist Krieschow war auf den Punkt zur Stelle und blickt jetzt der ersten Teilnahme im DFB-Pokal in der Saison 2026/27 entgegen.
Das Fazit von Tobias Röder im rbb-Interview: „Heute ist die Enttäuschung bei uns groß, denn wir wollten dieses Finale natürlich gewinnen. Trotzdem können wir dankbar sein für diese Saison, der Aufstieg hat für den Verein einen größeren Mehrwert als dieses Finale.“
Toby Michalski als Krieschows Torschütze zum 2:0 meinte: „Gefühlt ist das ganz Dorf hier, es ist ein unbeschreibliches Gefühl.“
Energie Cottbus – VfB Krieschow: die Statistik
Energie Cottbus – VfB Krieschow 1:2 (0:1)
Energie Cottbus: Böhnke - Rorig (46. Rorig), Cvjetinovic, Campulka, Lucoqui (72. Guwara) - Hofmann, Campulka (72. Heidrich) Boziaris (44. Michelbrink) - Biankadi (86. Juckel), Tattermusch, Moustfa.
VfB Krieschow: Mellack - Fuchs, Grimm, Bittroff, Gerstmann - Felgenträger (65. Seibt) Pahlow, Raak (80. Tesche), Michalski (86. Knechtel) - Hebler (65. Zurawsky), Pereira Rodrigues (86. Dreßler).
Tore: 0:1 Rorig (11., Eigentor), 0:2 Michalski (60), 1:2 Biankadi (71., Foulelfmeter); Schiedsrichter: Göldner (Bad Saarow); Zuschauer: 10.336; Gelbe Karten: Hofmann, Manu (Bank), Tattermusch/Fuchs, Dreßler, Bittroff.
Energie Cottbus – VfB Krieschow: So geht es weiter
Für Energie Cottbus ist die Aufstiegssaison mit dem Pokalfinale endgültig vorbei. Am 24. Juni 2026 startet der FCE in die Vorbereitung auf die neue Saison in der 2. Bundesliga. Es sind insgesamt sieben Testspiele geplant. Die Generalprobe steigt am 1. August im Leag Energie Stadion gegen Werder Bremen.
Der VfB Krieschow liegt nach 29 Spieltagen auf Tabellenplatz acht in der NOFV-Oberliga Süd. Das letzte Saisonspiel bestreitet Krieschow am nächsten Sonntag (30. Mai) bei Lok Stendal.
