Linus Güther bei Union Berlin: Talent aus Spremberg mit historischem Bundesliga-Debüt

Erste Einwechslung in der Fußball-Bundesliga: Für Linus Güther (M.) geht beim 1. FC Union Berlin am Samstag in Heidenheim ein Traum in Erfüllung.
Matthias Koch- Linus Güther debütierte beim 1. FC Union Berlin und schrieb Bundesliga-Geschichte.
- Der 16-Jährige wurde in Heidenheim in der 49 debütiert – zweitjüngster Spieler aller Zeiten.
- Drei Minuten nach der Einwechslung sah er nach Foul an Niklas Dorsch Gelb.
- Union verlor auswärts 1:3, dennoch war es Güthers vorläufiger Karrierehöhepunkt.
- Ausbildung: Spremberger SV, später Nachwuchs bei Energie Cottbus; Lob für Tempo und Beidfüßigkeit.
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Diese Einwechslung sorgt in Spremberg und in der Fußball-Lausitz für großen Jubel sowie glänzende Augen: Linus Güther kam am Samstag (11. April 2026) für den 1. FC Union Berlin zum ersten Mal in der Fußball-Bundesliga zum Einsatz. Im Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim brachte Trainer Steffen Baumgart den Offensivspieler aufs Feld. Die Eisernen kassierten eine 1:3 (0:2)-Niederlage beim Tabellenschlusslicht in Heidenheim.
Um 17.14 Uhr war es soweit – ein geschichtsträchtiger Augenblick: Mit der Rückennummer 49 wurde Linus Güther für Alex Kral eingewechselt und avancierte damit zum zweitjüngsten Bundesliga-Spieler aller Zeiten. Jünger war bisher nur ein Spieler: Youssoufa Moukoko, der im November 2020 mit 16 Jahren und einem Tag für Borussia Dortmund debütiert hatte.
Am Samstag erlebten Linus Güther und seine Familie sowie seine Wegbegleiter einen emotionalen Augenblick – und gleichzeitig auch die Gnadenlosigkeit im Profifußball. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung kam Güther gegen Heidenheims Niklas Dorsch etwas zu spät – und sah von Fifa-Schiedsrichter Christian Dingert für sein allererstes Vergehen im Profifußball sofort die Gelbe Karte. Wenig später war Schluss, Union Berlin und Güther gingen als Verlierer vom Platz. Ein wenig durfte sich der Youngster aufgrund seines Bundesliga-Debüts aber auch als Gewinner fühlen.
Ausbildung beim Spremberger SV und Energie Cottbus
Für Linus Güther waren die Einwechslung am Samstag und die ersten Bundesliga-Ballkontakte in der Voith-Arena in Heidenheim dennoch der vorläufige Höhepunkt einer rasanten Entwicklung. Bereits mit vier Jahren hatte er mit dem Fußballspielen begonnen – beim Spremberger SV sind sie extrem stolz auf die Entwicklung ihres Schützlings: „Manchmal sage ich zu unserem Nachwuchsleiter Alexander Meske: ,Kneif mich mal!' Das ist einfach überragend schön“, erklärte Trainer Thomas Krause, der Güther vier Jahre lang beim SSV betreut hat.
Von 2022 bis 2025 wurde Güther im Nachwuchsleistungszentrum von Energie Cottbus ausgebildet. Gegenüber „Bild“ erklärte Volkmar Kuhlee, DFB-Stützpunktkoordinator beim Fußball-Landesverband Brandenburg: „Linus schießt einen Haufen Tore, ist beidfüßig und bestimmt teilweise die Spiele. Wenn er im höchsten Tempo in den Strafraum geht, sich dabei den Ball mit links und rechts blitzschnell hin- und herschiebt, ist er nicht zu verteidigen. Was er für Sachen macht, das können nicht viele in Deutschland.“

