Sportler der Woche: Handballerin Lin Lück vom FHC über Motivation, Vorbilder und Träume

Handballerin Lin Lück spielt mit den Handballerinnen des Frankfurter HC in der 3.Liga Nord-Ost.
Winfried MausolfLin Lück hat mit dem Frankfurter Handballclub bislang eine durchwachsene Saison erlebt. In der 3. Liga Nord-Ost steht der Deutsche Meister von 2004 mit nur drei Siegen aus den ersten acht Spielen auf dem drittletzten Tabellenplatz. Doch die Rückraumspielerin sorgt mit ihren Auftritten immer wieder für Lichtblicke und ist mit 41 Treffern bislang erfolgreichste Torschützin des FHC in der laufenden Saison.
Im Interview verrät Lin Lück, die seit fünf Jahren für den FHC spielt und die Sportschule Frankfurt (Oder) besucht, warum Handball für sie die schönste Sportart der Welt ist, wer ihre Vorbilder sind und welche Musik sie beim Training hört. Die 17-Jährige spricht auch über ihre Motivation, wie viele Stunden sie pro Woche Sport treibt und was ihre Ziele und Träume sind.
Sportlerin der Woche: Handball seit der Jugend
Frau Lück, warum ist Handball für Sie der schönste Sport der Welt?
Es gibt viele Sportarten, die mich sehr begeistern und von denen ich auch immer noch träume – aber der Handball hat mich in meiner Jugend in seinen Bann gezogen und lässt mich nicht mehr los. Klar, gibt es auch mal Tage, an denen ich am liebsten nichts mit Handball zu tun haben will. Aber schon nach kurzer Zeit fehlt er mir so sehr, mit seinem perfekten Verhältnis aus Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Härte und purem Kämpferherzen. Handball ist für mich Leidenschaft, unglaubliche Emotionalität und unglaubliche Gefühle, die ich nicht missen möchte. Man kann einfach mal den Kopf ausschalten und einfach nur „spielen“ – das ist auch mit einer der Punkte, warum es genau Handball für mich ist.
Haben Sie ein Vorbild?
Tatsächlich würde ich sportlich eher sagen nein. Natürlich könnte ich die Namen nennen, die jeder kennt und die schon längst in der Handball „Hall of Fame“ stehen und natürlich gibt es viele Dinge, die ich von den Profis mitnehme, lerne und ausprobieren will. Aber meine wahren Vorbilder, gerade auch fürs Leben sind wohl meine Eltern oder auch mein Bruder. Sie geben mir unglaublich viel Kraft und in jedem Spiel sind sie auch einfach so präsent in meinem Herzen. Ich verdanke ihnen alles!
Seit wann spielen Sie Handball?
Das ist eine gute Frage. Ich habe in der Grundschule in einer Handball-AG gestartet unter meiner ersten Trainerin, Kathrin Lietz. Sie hat immer an uns geglaubt und hat mich stets auf meinem Weg begleitet. Dafür bin ich ihr auch unglaublich dankbar. So kam der Stein ins Rollen …
Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mal keine Lust zum Training haben?
Das klingt jetzt wie eine schlechte Lüge, aber eigentlich freue ich mich immer aufs Training. Ich glaube einfach, dass ich unglaublich privilegiert bin, meine Leidenschaft so ausleben zu können. Natürlich ist man auch mal nicht hundertprozentig motiviert, aber das macht dann die Disziplin bzw. die Gedanken an die Ziele und Träume, die ich Tag für Tag verfolge und denen ich somit auch täglich näher komme.
Hören Sie beim Training Musik und haben Sie einen Lieblings-Soundtrack?
Also in der Halle hören wir eigentlich eher selten Musik, aber im Kraftraum oder beim Laufen höre ich schon gern Musik. Das Genre switched dann je nach Stimmung und Gefühlslage auch mal, deswegen hab ich auch nicht dieses eine ganz bestimmte Lieblingslied, das ist immer unterschiedlich. P.S.: Ab und zu macht auch unser Kabinen-DJ Dajana Schabel ganz gute Musik an …
Wie viele Stunden in der Woche treiben Sie Sport?
Das ist schwer zu sagen. Ich mache gern auch mehr und auch wegen meiner Schulterproblematik verbringe ich viel Zeit in der Reha beim Sport. Es ist also ein immenses Pensum, was ich aber auch liebe. So kommen nämlich auch mal ganz schnell drei Einheiten auf den Plan, wenn ich neben Früh- und Abendtraining noch in die Reha gehe.
Die Olympischen Spiele sind ein Traum von Lin Lück
Was sind Ihre sportlichen Ziele?
Ich könnte jetzt natürlich wie jeder, in dem ein Sportlerherz schlägt, sagen, an den Olympischen Spielen teilzunehmen oder Champions League zu spielen. Das sind durchaus auch meine Träume und Ziele, aber gerade um das zu erreichen sind meine Ziele eher, heute besser zu sein als gestern, so viel zu lernen wie ich nur kann und immer bereit zu sein an mir und meinen Schwächen zu arbeiten. Auch mal in mich hineinhören und mich vollkommen auf mich zu konzentrieren und zu fokussieren, wenn es die Zeit verlangt.
So schlagen Sie Kandidaten vor: Die Auswahl der Kandidaten übernimmt die Sportredaktion. Wir freuen uns aber über Ihre Vorschläge. Schicken Sie diese per E-Mail an sport@moz.de – es wäre nett, wenn Sie eine kurze Begründung, eine Altersangabe und wenn möglich auch ein Foto des Sportlers/der Sportlerin hinzufügen.



