Titel gesichert: Nächstes Jahr Brandenburgliga!
Da bei den Gastgeberinnen die beste Werferin fehlte, ließ Trainer Denis Wandersee mit einer 6:0–Deckung beginnen. Den Gubenerinnen gelangen zwar in der Anfangsminute zwei Tore, was die Gäste aber nicht verunsicherte. Die Defensive stand im Prinzip sehr sicher, so dass die Bad Belzigerinnen zu viele Kontergelegenheiten kamen. Jasmin Melzer konnte dabei ihre Schnelligkeit ausspielen.
Was den Gästen weniger gut gelang war das Ausspielen der zweiten Welle. Da leisteten sie sich in der ersten Hälfte acht technische Fehler, sonst wäre der Vorsprung höher ausgefallen. Doch mit dem 17:12 zur Halbzeit hatten die MBSV–Damen die Weichen auf Meisterschaft gestellt.
Trainer Wandersee mahnte in der Kabine an, genauer zu spielen und nicht nur über die linke Seite. Auf der rechten Außenbahn wurden Pia Dalibor und Josefine Hoffmann zu selten beachtet. Die Umsetzung gelang nach dem Seitenwechsel nur ansatzweise, die Offensive blieb „linkslastig“. Doch es hatte keine Auswirkung, da den Gastgeberinnen es weiter an Durchschlagskraft fehlte, als das MBSV–Team ihre bis dahin beste Spielerin in eine enge Deckung nahm. Die Chemie–Frauen kamen zwar in der 52. Minute auf drei Tore (23:26) heran, doch die MBSV–Spielerinnen ließen sich nicht beirren, sie wollten den Sieg. Als fünf Minuten vor dem Ende Hoffmann das 29:23 erzielte, war das „Ding“ durch. Beim Abpfiff hieß es 33:27 und der Jubel bei den Gästen kannte keine Grenzen.
Der SV Guben erwies sich als faire Gastgeber würdigte die Leistung der Bad Belzigerinnen, der Bürgermeister von Guben und der Partnerstadt Gubin auf der polnischen Seite überreichten die Pokale. Die lange Rückfahrt von der Oder in den Hohen Fläming verlief dann auch feucht–fröhlich, doch das sei den Spielerinnen und ihren Fans auch gegönnt.
Am kommenden Sonntag (5. Mai) empfängt der Meister um 14 Uhr die HSG Schlaubetal–Odervorland zum Saisonfinale. Der 5. Mai wird wieder ein langer Handballtag in der Albert–Baur–Halle, wo es neben dem Sport auch wieder viele Ehrungen gibt. Nach dem Männerspiel soll die aktuelle Spielzeit dann mit einem Fest ausklingen.
MBSV: Kleetz, Kelm, Meseberg 1, Utermark, Müller 1, Zithier 8/4, Borgwald, Hoffmann 5, Melzer 10, Dalibor 3, L. Hermann 5, Okowiak, Mattner, Göldner.

