Transfer Energie Cottbus
: Finn Heidrich wechselt zu diesem Traditionsclub

Finn Heidrich wird Energie Cottbus nach zehn Jahren im Nachwuchs sowie im Drittliga-Kader verlassen. Das Talent hat sich eine anspruchsvolle Aufgabe für den Neuanfang ausgesucht.
Von
Frank Noack
Cottbus
Jetzt in der App anhören
Fussball Landespokal Brandenburgt 2025/2026 Finale FC Energie Cottbus - VfB Krieschow 1921: 32 Finn Heidrich (Energie Cottbus, vorn) im Duell mit 2 Alexander Bittroff  (Krieschow)

Letzter Auftritt im Trikot von Energie Cottbus: Finn Heidrich (rechts) bestritt mit dem FCE das Landespokal-Endspiel gegen den VfB Krieschow (hier Alexander Bittroff).

Steffen Beyer
  • Finn Heidrich verlässt Energie Cottbus nach zehn Jahren Nachwuchs und einer Saison im Profikader.
  • Wechsel fix: Der 19-jährige Mittelfeldspieler schließt sich Erzgebirge Aue an.
  • Ziel des Wechsels ist mehr Spielpraxis – vorgestellt werden soll er zeitnah im Lößnitztal.
  • In der letzten Saison spielte er viermal im Landespokal und traf gegen den FC Strausberg.
  • Aue startet nach dem Abstieg in die Regionalliga Nordost und baut den Kader neu auf.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Finn Heidrich gehörte zu den Toptalenten beim FC Energie Cottbus – nun sucht der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler eine neue Herausforderung und erhofft sich hauptsächlich mehr Spielpraxis. Wie bereits berichtet, läuft der Vertrag von Heidrich beim FCE am 30. Juni 2026 aus.

Nach zehn Jahren im Nachwuchs und einer Saison im Drittliga-Kader hatte Finn Heidrich in dieser Woche mit emotionalen Worten seinen Abschied verkündet. In der zurückliegenden Spielzeit wurde Heidrich im Landespokal viermal eingesetzt und erzielte beim 5:0-Erfolg im Achtelfinale gegen den FC Strausberg einen Treffer. Im Endspiel gegen den VfB Krieschow (1:2) kam der Youngster ebenfalls zum Einsatz.

Nach Informationen der Sportredaktion steht jetzt auch der neue Verein von Finn Heidrich fest – er wechselt zu Erzgebirge Aue. Der Traditionsclub aus dem Lößnitztal ist 2025/26 zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte aus der 3. Liga abgestiegen und startet in der kommenden Saison einen Neuanfang in der Regionalliga Nordost.

Wieder ein Heidrich bei Erzgebirge Aue

Heidrich und Aue – da war doch mal was. Genau! Papa Matthias Heidrich (48) spielte von 2000 bis 2005 für den Kumpelverein, unter anderem in der 2. Bundesliga. Von 2022 bis Dezember 2025 arbeitete er dann als Sportlicher Leiter beziehungsweise Geschäftsführer Sport bei den Veilchen. Matthias Heidrich war zuletzt auch als neuer Leiter des Cottbuser Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) im Gespräch, es kam jedoch zu keiner Einigung. Energie hat inzwischen Sebastian Turowski von Hansa Rostock mit dieser Aufgabe betraut.

Aue-Kaderplaner Steffen Ziffert holt nun also wieder einen Heidrich ins Lößnitztal – und macht dabei sogar eine Ausnahme. Denn: Bisher kamen die Zugänge für den Neuaufbau allesamt aus der Regionalliga. Mit Finn Heidrich gibt es nun den ersten Neuzugang von einem Zweitliga-Aufsteiger, auch wenn Heidrich in der zurückliegenden Saison in der 3. Liga noch nicht zum Einsatz kam. Er soll als Dampfmacher im Mittelfeld mithelfen, Erzgebirge Aue wieder in den Profifußball zu bringen.

Als insgesamt neunter Neuzugang wurde am Donnerstag mit Stylianos Kokovas ein Innenverteidiger von Phönix Lübeck aus der Regionalliga Nord präsentiert. Simon Skarlatidis kehrt von der SpVgg Unterhaching zurück. Ebenfalls neu sind Tim Maciejewski (FSV Luckenwalde) und der Ex-Krieschower Christoph Pauling (ZFC Meuselwitz).

Erzgebirge Aue muss nach dem Abstieg eine komplett neue Mannschaft aufbauen. Ihre Verträge verlängert haben bislang lediglich Marcel Bär, Maxim Burghardt und Torhüter Max Uhlig. Seit Donnerstag haben sich auch die letzten leisen Hoffnungen auf einen Verbleib in der 3. Liga am grünen Tisch erledigt. Den Platz, der durch die Lizenzverweigerung von 1860 München frei geworden ist, nimmt der TSV Havelse ein. „Die Niedersachsen rücken als bestplatzierter sportlicher Absteiger der Saison 2025/2026 nach“, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstagabend mit.

Das bedeutet: Erzgebirge Aue muss mit Trainer Khvicha Shubitidze endgültig in die Regionalliga. Finn Heidrich hat sich also eine anspruchsvolle Aufgabe bei einem Traditionsclub für seinen Neuanfang ausgesucht. Er soll zeitnah im Lößnitztal vorgestellt werden.