Union Berlin
: Baumgart spricht über seine Brille und eine „Pipi“-Marotte

Vor seiner Heimpremiere als Trainer von Union Berlin hat Steffen Baumgart auch über ganz menschliche Dinge gesprochen. Zum Beispiel: Warum kommt er zu spät zur zweiten Halbzeit?
Von
Frank Noack
Berlin
Jetzt in der App anhören
Testspiel 1. FC Union - Holstein Kiel 2024/25: Fussball, Herren, Saison 2024/2025, Testspiel, 1. FC Union Berlin - Holstein Kiel über 4 x 30 Minuten, Trainer Steffen Baumgart (1. FC Union Berlin), 05.01. 2025, Foto: Sebastian Räppold / Matthias Koch

Im Testspiel von Union Berlin gegen Holstein Kiel stand Trainer Steffen Baumgart erstmals mit Brille an der Seitenlinie.

Sebastian Räppold/Matthias Koch
  • Steffen Baumgart, Trainer von Union Berlin, trägt manchmal eine Brille.
  • Baumgart kommt oft zu spät zur zweiten Halbzeit wegen einer "Pipi"-Marotte.
  • Union Berlin spielt gegen den FC Augsburg, Spielbeginn um 20.30 Uhr.
  • Baumgart spricht über das Älterwerden und seine Blasenprobleme.
  • Das nächste wichtige Spiel ist gegen Augsburg in der Alten Försterei.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Steffen Baumgart verspürt „riesige Vorfreude“ auf sein erstes Pflichtspiel vor heimischer Kulisse als neuer Cheftrainer des 1. FC Union Berlin. In der englischen Woche der Fußball-Bundesliga treffen die Eisernen am Mittwoch auf den FC Augsburg. Spielbeginn im Stadion an der Alten Försterei ist um 20.30 Uhr.

In der Spieltags-Pressekonferenz am Dienstag ging es neben den sportlichen Fragen vor der Heimspiel-Premiere von Baumgart auch um zutiefst menschliche Themen. Zum Beispiel: Trägt Steffen Baumgart neuerdings eine Brille? Die klare Antwort lautet: jein.

„Ich sehe hier einige, die tragen nicht nur eine Brille, sondern werden zudem auch älter“, grinste Baumgart bei dieser Frage in die Journalisten-Runde. „Und im Alter wird es mit den Augen schwieriger. Das Problem habe ich auch.“

Baumgart: „Auch ich werde älter“

Im Testspiel gegen Holstein Kiel im Stadion an der Alten Försterei stand Steffen Baumgart (53) erstmals mit Brille an der Seitenlinie. Bei der Auswärtspartie in Heidenheim am Samstag verzichtete er dagegen auf die Sehhilfe. Vor dem Spiel gegen Augsburg betonte der Union-Trainer: „Wenn die Lichtverhältnisse nicht so gut sind, finde ich es manchmal besser eine Brille zu tragen. Und manchmal eben nicht. Ich kann jedem sagen: Auch ich werde älter. Deshalb wird die Brille immer öfter auftauchen.“

Und noch eine Marotte kam in der launigen Pressekonferenz zur Sprache: die Angewohnheit von Steffen Baumgart, meistens zu spät zur zweiten Halbzeit zu erscheinen. Auch in der Partie beim FC Heidenheim war Baumgart beim Wiederbeginn nicht pünktlich. Weil die Partie in der Voith-Arena schon wieder begonnen hatte, musste er den langen Weg rund um das Spielfeld bis zur Union-Bank nehmen.

„Ich hatte leider nicht im Kopf, dass ich in Heidenheim rumlaufen muss. Das war mein gedanklicher Fehler“, räumte Baumgart ein. Er sei aber grundsätzlich „immer der Letzte, der aus der Kabine kommt. Es ist nicht nur einmal passiert, dass ich nicht zum Anpfiff draußen war. Aber ich habe bisher noch nie was verpasst“.

Darum kommt der Trainer von Union Berlin als Letzter aus der Kabine

Aber warum kommt Steffen Baumgart denn eigentlich immer als Letzter aus der Kabine? Der zutiefst menschliche Grund für diese Marotte: „Pipi machen. Vielleicht auch, weil die Blase nicht so lange hält, zögere ich das so lange wie möglich raus. Auch das ist eine Altersfrage“, sagte Baumgart und musste wieder grinsen: „Aber jetzt weichen wir wirklich vom Thema ab.“ Das wichtigste Thema für den 1. FC Union und Baumgart ist schließlich das nächste Spiel gegen Augsburg.

„Gibt es noch Fragen zu den gesundheitlichen Entwicklungen von Männern mittleren Alters?“, moderierte Pressesprecher Christian Arbeit die ungewöhnlichen, aber doch menschlichen Themenfelder der Fragerunde ab.