Union Berlin – Bayer Leverkusen
: Eiserne Disziplin gegen den Meister nicht belohnt

Union Berlin verliert in der Fußball-Bundesliga gegen Bayer Leverkusen. Die Eisernen beenden zumindest ihre Torflaute. Ein Stammspieler muss verletzungsbedingt pausieren.
Von
Frank Noack
Berlin
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1. FC Union Berlin - Bayer Leverkusen: 30.11.2024, Berlin: Fußball: Bundesliga, 1. FC Union Berlin - Bayer Leverkusen, 12. Spieltag, An der Alten Försterei. Berlins Benedict Hollerbach (l) kämpft gegen Arthur Augusto von Bayer Leverkusen um den Ball. Foto: Andreas Gora/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

Benedict Hollerbach (links) von Union Berlin attackiert in diesem Zweikampf um den Ball den Leverkusener Arthur Augusto.

Andreas Gora/dpa
  • Union Berlin verliert 1:2 gegen Bayer Leverkusen, beendet aber Torflaute.
  • Diogo Leite pausiert verletzungsbedingt, Leopold Querfeld ersetzt ihn.
  • Woo-Yeong Jeong trifft zum 1:1, Patrik Schick erzielt den 2:1-Siegtreffer.
  • Union Berlin rutscht auf Platz elf der Tabelle ab.
  • Leverkusen dominiert die Partie, Florian Wirtz erhöht nach Einwechslung die Schlagzahl.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der 1. FC Union Berlin muss weiter auf einen Sieg in der Fußball-Bundesliga warten. Im Heimspiel gegen den amtierenden Meister Bayer Leverkusen beendeten die Eisernen aus Köpenick zwar ihre Torflaute, verloren jedoch 1:2 (1:1) und kassierte damit die erste Heimniederlage in der Saison 2024/25. Die Mannschaft von Trainer Bo Svensson ist jetzt schon seit sechs Pflichtspielen ohne Sieg und rutscht in der Tabelle auf Platz elf ab. Nach dem guten Saisonstart richtet sich der Blick jetzt erst einmal nach unten in Richtung Kampf um den Klassenerhalt.

Leverkusen ging bereits nach zwei Minuten durch Jeremie Frimpong in Führung. Woo-Yeong Jeong traf zum 1:1-Ausgleich für Union Berlin (29.). Vor 22 012 Zuschauern im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei erzielte Patrik Schick den 2:1-Siegtreffer (70.) für die favorisierten Gäste.

Trotz des frühen Gegentores brachen die Gastgeber nicht auseinander, sondern stemmten sich mit viel Disziplin und Hingabe dem Kombinationswirbel von Bayer Lerverkusen entgegen – belohnen durch zumindest einen Punktgewinn gegen den Meister konnte sich der FCU allerdings nicht.

„Das Ergebnis hat zwar nicht gestimmt, aber die Leistung hat gestimmt“, kommentierte Union-Trainer Bo Svensson den Auftritt der Gastgeber: „Ich bin sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft.“

Union Berlin erstmals ohne Diogo Leite

Bei den Eisernen musste Diogo Leite erstmals in dieser Saison pausieren. Der Innenverteidiger hatte sich am vergangenen Wochenende bei der 0:1-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg bereits in der Anfangsphase eine Fußverletzung zugezogen. Leopold Querfeld nahm die Position von Leite auf der linken Seite der Dreierkette ein. In der Offensive setzte Bo Svensson auf Geschwindigkeit. Benedict Hollerbach, Tim Skarke und Woo-Yeong Jeong bildeten die Angriffsreihe.

Klar war aber auch, dass gegen Bayer Leverkusen vor allem die Defensive gefragt sein würde. Immerhin hatte die Werkself am vergangenen Wochenende fünf Tore gegen Heidenheim geschossen und am Dienstag in der Champions League gegen Salzburg noch einmal fünf Treffer nachgelegt. Zum Vergleich: Der FCU kam in den ersten elf Bundesliga-Partien gerade einmal auf neun Treffer.

In der 2. Minute wurden die Defensiv-Pläne der Eisernen das erste Mal über den Haufen geworfen. Leverkusen spielte sich mit einem langen Ball aus der Abwehr frei, Jeremie Frimpong stand allein vor Torhüter Frederik Rönnow und traf zur 1:0-Führung für die Gäste.

Bayer Leverkusen dominierte die Partie – auch ohne den zunächst geschonten Florian Wirtz – in der Anfangsphase beinahe nach Belieben. Die Eisernen mussten sich derweil an den kleinen Freuden aufrichten, die inmitten eines solchen Einbahnstraßen-Fußballs möglich sind. Zum Beispiel, an dem mit viel Routine gewonnenen Laufduell von Kapitän Christopher Trimmel gegen Alejandro Grimaldo in Richtung Grundlinie nach 16 Minuten.

Woo-Yeong Jeong trifft für Union Berlin

Nach dem furiosen Start zog sich Bayer Leverkusen jedoch etwas überraschend weit zurück und ließ den 1. FC Union erst einmal machen. Und das machten die Gastgeber in der 29. Minute richtig gut. Der agile Benedict Hollerbach passte nach schönem Solo auf Woo-Yeong Jeong im Zentrum – plötzlich stand es 1:1. Für die Köpenicker war es der erste Treffer nach zuvor vier Pflichtspielen und insgesamt 413 Minuten ohne eigenes Erfolgserlebnis.

1. FC Union Berlin - Bayer Leverkusen: 30.11.2024, Berlin: Fußball: Bundesliga, 1. FC Union Berlin - Bayer Leverkusen, 12. Spieltag, An der Alten Försterei. Berlins Wooyeong Jeong (l) jubelt nach seinem Treffer zum 1:1 mit Teamkollegen. Foto: Andreas Gora/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

Woo-Yeong Jeong (links) erzielte den Treffer zum 1:1-Ausgleich des 1. FC Union Berlin gegen Bayer Leverkusen.

Andreas Gora/dpa

Das Drehbuch für die zweite Halbzeit sah dann wieder Einbahnstraßen-Fußball in Richtung des Union-Tores vor. Diesmal standen die Eisernen jedoch deutlich stabiler als in der Startphase dieses Spiels. Vor allem Kevin Vogt mit seiner Kopfballstärke avancierte zum Turm in der Abwehrschlacht.

Mit der Einwechslung von Florian Wirtz erhöhte Leverkusen dann noch einmal die Schlagzahl in der Offensive. Bei einem Union-Konter hatte Woo-Yeong Jeong in der 69. Minute sogar das zweite Tor auf dem Fuß. Stattdessen traf auf der anderen Seite Patrik Schick nach Vorlage von Florian Wirtz zum 2:1 (70.) für die in der zweiten Halbzeit überlegenen Leverkusener.

„Vom Ballbesitz her und in den Offensivaktionen war Leverkusen natürlich stärker“, bilanzierte Union-Kapitän Christopher Trimmel. „Aber wir waren mutiger als zuletzt in Wolfsburg. Hinten haben wir auch nicht viel zugelassen. Das ist positiv.“