Union Berlin: Frühe Gegentore sorgen für Niederlage gegen Borussia Dortmund

Volle Konzentration auf den Ball: Union-Innenverteidiger Diogo Leite (links) attackiert hier Maximilian Beier von Borussia Dortmund.
Soeren Stache/dpa- Union Berlin verliert das Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund mit 0:3.
- Borussia Dortmund trifft durch Emre Can (10.), Nico Schlotterbeck (53.) und Maximilian Beier (84.).
- Fans feiern den 60. Vereinsgeburtstag von Union Berlin mit Choreografie und Jubiläumstrikots.
- Trotz engagierter Leistung kann Union die frühe Führung und Dominanz von Dortmund nicht brechen.
- BVB sichert sich nach einer Champions-League-Niederlage gegen Tottenham einen klaren Sieg.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der 1. FC Union Berlin hat den krönenden Abschluss seiner Jubiläumswoche anlässlich des 60. Vereinsgeburtstages deutlich verpasst. Im Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund kassierten die Eisernen bei frostigen Temperaturen eine 0:3 (0:1)-Niederlage und gingen erstmals nach fünf Partien wieder als Verlierer vom gerade erst neu verlegten Rasen.
Dabei gehört Borussia Dortmund eigentlich zu den Lieblingsgegnern im heimischen Stadion an der Alten Försterei. Vier von sechs Heimspielen in Köpenick konnte der FCU gegen die Dortmunder in der Fußball-Bundesliga bisher gewinnen.
Am Samstagabend (24. Januar 2026) machten frühe Gegentore jeweils zu Beginn der beiden Halbzeiten das Vorhaben, dem Favoriten erneut ein Bein zu stellen, aber zunichte. Emre Can sorgte in der 10. Minute per Foulstrafstoß für die Dortmunder Führung. Nico Schlotterbeck erhöhte auf 2:0 (53.), Maximilian Beier erzielte den dritten BVB-Treffer (84.).
Trainer Steffen Baumgart konstatierte bei „Sky“: „Ich ärgere mich über die Niederlage, aber es gibt Spiele, bei denen ärgere ich mehr. Über 90 Minuten haben wir es nicht gut genug gemacht, um Dortmund in Gefahr zu bringen. Aber deswegen geht die Welt nicht unter.“ BVB-Kapitän Emre Can freute sich: „Wir wurden in den vergangenen Wochen sehr oft kritisiert, teilweise zurecht. Aber heute bin ich unfassbar stolz auf die Mannschaft. Du kannst hier nicht so gut Fußball spielen, du musst immer dagegenhalten. Das haben wir gemacht. Das war richtiger Männerfußball.“
Nach Feierlichkeiten steht Sport wieder im Mittelpunkt
Beim 1. FC Union stand nach den Feierlichkeiten zum 60. Vereinsgeburtstag nun wieder der sportliche Alltag im Mittelpunkt. Am Dienstag (20. Januar 2026) hatten die Eisernen im Partyzelt am Stadion An der Alten Försterei mit 4000 Vereinsmitgliedern den runden Geburtstag gefeiert. Festzelt und Beleuchtung auf dem Parkplatz waren längst abgebaut - am Samstagabend leuchtete wieder das Flutlicht in Köpenick.

Die Fans von Union Berlin feierten beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund den 60. Geburtstag des Vereins mit einer großen Choreografie.
Sebastian Räppold/Matthias KochDie Fans feierten noch einmal mit einer großen Choreografie auf der Waldseite: „1906 - Ein Mythos begann zu leben.“ Zudem liefen die Gastgeber in extra Jubiläumstrikots auf. So richtige Feier-Stimmung wollte angesichts des Spielverlaufes jedoch nicht aufkommen. Das lag vielleicht auch an den frostigen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bei diesem Flutlichtspiel.
Früher Elfmeter für Borussia Dortmund
Trainer Steffen Baumgart baute die Startelf im Vergleich zum 1:1-Remis beim VfB Stuttgart auf zwei Positionen um. Woo-Yeong Jeong und Ilyas Ansah starteten anstelle von Andras Schäfer und Livan Burcu. Im Sturmzentrum bekam Andrej Ilic erneut den Vorzug gegenüber Oliver Burke.
Das Spiel begann aus Sicht der Gastgeber mit einer unglücklichen Rettungsaktion von Frederik Rönnow. Der Union-Torhüter warf sich dem heranstürmenden Serhou Guirassy entgegen und traf dabei zwar auch den Ball, aber auch das Bein des Dortmunder Stürmers. Schiedsrichter Robert Hartmann aus Wangen im Allgäu entschied sofort auf Elfmeter - es war eine vertretbare Entscheidung. Beim Flachschuss von Emre Can vom Punkt war Rönnow dann chancenlos (10.).

Torhüter Frederik Rönnow von Union Berlin bringt in dieser Szene den Dortmunder Serhou Guirassy im Strafraum zu Fall.
Matthias KochNach dem Führungstreffer hatte Dortmund erstmal Oberwasser. In der 18. Minute verpasste der BVB dann gleich mehrmals den zweiten Treffer. Irgendwie bekam Union doch noch ein Bein dazwischen, war aber auch mit dem Glück im Bunde.
Die beste Möglichkeit der Eisernen in Halbzeit eins bot sich beim Kopfball von Diogo Leite (28.), den BVB-Keeper Gregor Kobel aber von der Linie fischte. Dennoch bot Union dem Favoriten aus Dortmund jetzt einen Schlagabtausch auf Augenhöhe.
Gastgeber geben trotz Zwei-Tore-Rückstandes nicht auf
Auch nach der Pause erwischte Borussia Dortmund wieder den besseren Start. In der 54. Minute kam Nico Schlotterbeck frei zum Kopfball und beförderte die Kugel aus spitzem Winkel ins kurze Eck. Der Treffer war eine Kombination der beiden Ex-Unioner: Flanke von Julian Ryerson, Kopfball Schlotterbeck.
Der Torjubel des Innenverteidigers fiel entsprechend dezent aus. Die Gastgeber gaben trotz des Zwei-Tore-Rückstandes nicht auf. Viele Chancen ließ Dortmunds Defensive aber nicht zu. Und vorn sorgte der gebürtige Brandenburger Maximilian Beier mit dem 3:0 (84.) für die Entscheidung.
„Dortmund ist defensiv eine Top-Mannschaft. Wir hatten heute nicht die Durchschlagskraft im letzten Drittel. Trotzdem war es insgesamt keine schlechte Leistung von uns“, erklärte Union-Stürmer Ilyas Ansah.

