Union Berlin: Polizei-Einsatz und Schweigen der Fans gegen HSV – „bisschen ratlos“

Union Berlin spielt remis gegen den Hamburger SV. Wirklich zufrieden wirken Andras Schäfer (links) und Torwart Frederik Rönnow nach dem Schlusspfiff nicht.
Matthias Koch- Union Berlin und HSV trennen sich 0:0 – verhaltener Start und fehlende Intensität bei Union.
- Ungewöhnliche Stille im Stadion: Fans schweigen zunächst wegen Polizeieinsatz vor dem Spiel.
- Bundespolizei kontrolliert 200 Fans wegen Pyrotechnik und Landfriedensbruch – Zugverkehr gestört.
- Trainer betonen gute 2. Halbzeit von Union und starke Defensive des HSV als Spielentscheidungen.
- Spieler kritisieren fehlende Aggressivität und Pressing – HSV zeigt sich mit Auswärtsspiel zufrieden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was war denn da los? Es war nämlich akustisch nicht viel los. In den ersten Minuten des Heimspiels von Union Berlin gegen den Hamburger SV blieb es am Sonntagabend ungewöhnlich ruhig im Stadion an der Alten Försterei. Von den FCU-Fans gab es zunächst keinen organisierten Support auf der Waldseiten-Tribüne – und das kommt in Köpenick höchst selten vor.
Hintergrund des Schweigens war offenbar ein Polizei-Einsatz im Vorfeld des Spiels, in dessen Folge der S-Bahn-Verkehr zwischen den Bahnhöfen Jannowitzbrücke und Ostkreuz für rund eine Stunde unterbrochen werden musste. Ein Sprecher der Bundespolizei teilte mit, dass 200 Fans am Bahnhof Jannowitzbrücke kontrolliert wurden. Es sei um das Abbrennen von Pyrotechnik und Landfriedensbruch gegangen, zudem stünde eine Körperverletzung im Raum. Die Polizei rückte mit mehreren Einsatzwagen an – die Beamten stürmen in den Bahnhof.
Erst nach Spielbeginn trafen die betreffenden Union-Fans im Stadion ein. Ob sie so lange festgehalten wurden oder ob es sich um einen Protest gegen die Polizei-Maßnahmen handelte, blieb zunächst unklar. Erst ab der 17. Minute gab es den gewohnten Support von der Tribüne auf der Waldseite.
Hier sind die Stimmen nach dem Spiel des 1. FC Union Berlin gegen den Hamburger SV.
Stimmen der Trainer von Union Berlin und Hamburger SV
Sebastian Bönig (Union Berlin): „Wir sind sehr passiv in die erste Halbzeit gestartet. Wir hatten nicht die gewohnte Intensität und sind nicht in unsere Pressing-Momente gekommen. Ein Tor durch den Foulelfmeter hätte uns sicher geholfen, besser ins Spiel zu finden. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann gesteigert. Aber wir konnten auch unsere Standardsituationen nicht umsetzen. Deshalb können wir mit dem Punkt gut leben.“
Merlin Polzin (Hamburger SV): „Wir sind gut ins Spiel gestartet. Natürlich können wir uns bei Daniel Heuer Fernandes bedanken, dass er uns mit dem gehaltenen Elfmeter im Spiel gehalten hat. Danach habe ich eine sehr konzentrierte erste Halbzeit von uns gesehen. Wir haben immer wieder die richtigen Räume bespielt. Wir haben es geschafft, die Konterstärke von Union schon im Keim zu ersticken. Die Jungs finden sich immer besser zusammen. Mit dem heutigen Auftritt bin ich mehr als einverstanden.“
Reaktionen der Spieler von Union Berlin und Hamburger SV
Christopher Trimmel (Union Berlin): „Es war ein zähes Spiel, speziell die erste Halbzeit. Da haben wir es nicht geschafft, unsere Inhalte umzusetzen. Das Pressing war nicht gut, es hat immer ein bisschen was gefehlt. Ich glaube, wir haben zu viel Taktik im Kopf gehabt. Dann wirkt das ein bisschen passiv, ein bisschen ratlos. In der zweiten Halbzeit war es besser. Ich persönlich bin mit dem Punkt zufrieden.“
Frederik Rönnow (Union Berlin): „Natürlich hätten wir lieber drei Punkte geholt. Aber ich sage auch: Nach den vielen Gegentoren in den vergangenen drei Spielen ist auch gut, mal wieder zu null zu spielen. Heute war unsere Leistung aber nicht gut genug für einen Sieg. Wir hatten keinen richtigen Zugriff auf das Spiel. Pressing, Intensität und Aggressivität haben gefehlt. Dann nehmen wir eben den einen Punkt mit.“
Miro Muheim (Hamburger SV): „Ich finde, wir haben ein gutes Auswärtsspiel gezeigt – hinten nichts zugelassen und vorne Chancen herausgespielt, die wir aber leider nicht genutzt haben. Natürlich sind wir etwas enttäuscht, dass es nicht für drei Punkte gereicht hat.“
