Union Berlin
: Thomas Müller in Köpenick? Christopher Trimmel würde sich freuen

Christopher Trimmel (Union Berlin) und Thomas Müller (Bayern München) sind Legenden in ihren Clubs. Deshalb würde Trimmel gern mal mit Müller gemeinsam in einem Team spielen.
Von
Frank Noack
Berlin
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Union Berlin gegen Thomas Müller (links) und Bayern München: Dieses Duell wird es in der Fußball-Bundesliga wohl nicht mehr geben. Hier klären Union-Kapitän Christopher Trimmel (rechts) und Rani Khedira mit vereinten Kräften gegen den Bayern-Stürmer.

Union Berlin gegen Thomas Müller (links) und Bayern München: Dieses Duell wird es in der Fußball-Bundesliga wohl nicht mehr geben. Hier klären Union-Kapitän Christopher Trimmel (rechts) und Rani Khedira mit vereinten Kräften gegen den Bayern-Stürmer.

Sebastian Räppold / Matthias Koch
  • Christopher Trimmel (Union Berlin) möchte mit Thomas Müller (Bayern München) in einem Team spielen.
  • Trimmel und Müller sind bedeutende Spieler ihrer Clubs. Müller erhält keinen neuen Vertrag bei Bayern.
  • Trimmel ist seit 2018 Kapitän von Union Berlin und hat 356 Pflichtspiele bestritten.
  • Trimmel und Union Berlin haben den Klassenerhalt gesichert, nächstes Spiel gegen VfL Bochum.
  • Trimmel entspannt sich beim Tätowieren und setzt auf Regeneration, gesunde Ernährung und Bewegung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ist klar: Von der Bedeutung für ihre jeweiligen Teams stehen Thomas Müller vom FC Bayern München und Christopher Trimmel (Union Berlin) durchaus „auf einer Stufe“. Und auch Union-Präsident Dirk Zingler adelte Trimmel kürzlich mit dem Müller-Vergleich. „Man kann die Rolle für die Mannschaft durchaus vergleichen. Es braucht solche Menschen, die den Club verkörpern“, erklärte Zingler am Rande des Heimspiels gegen den VfB Stuttgart (4:4) im Interview bei „Sky“.

Es gibt jedoch einen großen Unterschied zwischen Christopher Trimmel und Thomas Müller: Müller bekommt beim FC Bayern keinen neuen Vertrag mehr – Christopher Trimmel bei den Eisernen in Köpenick dagegen schon. Dabei ist Christopher Trimmel mit seinen 38 Jahren sogar drei Jahre älter als Thomas Müller. Dirk Zingler: „,Trimmi‘ gibt uns viel Stabilität. Er hilft durch seine Präsenz vor allem den jungen Spielern. Wir sind sehr froh darüber, mit ihm weiterzumachen.“

Christopher Trimmel kam 2014 von Rapid Wien an die Alte Försterei und ist seit 2018 Kapitän der Eisernen. Das spektakuläre 4:4 (4:4) von Union Berlin gegen den VfB Stuttgart war das 356. Pflichtspiel von Trimmel.

Dabei zeigte sich der Union-Kapitän durchaus überrascht von der aktuellen Diskussion um Thomas Müller. „Ja, ich war überrascht, weil eigentlich Bayern München ja dafür bekannt ist, dass viele Spieler da die Karriere auch beenden können“, erklärte Christopher Trimmel. Trimmel weiter: „Irgendwie tut es mir auch leid. Ich glaube, ganz Deutschland leidet da mit. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er noch mal einen tollen Verein finden wird. Ich werde ihn definitiv vermissen in der Bundesliga.“

Der Abwehrspieler ist der dienstälteste Spieler im Kader der Köpenicker, Fan-Liebling und wichtiger Ruhepol in der Kabine. Wäre da womöglich noch Platz für eine zweite Legende? Einen Thomas Müller? „Wir hatten ja mit Leonardo Bonucci und Robin Gosens schon den einen oder anderen namhaften Spieler hier. Natürlich würde uns auch ein Thomas Müller sehr viel geben. Er ist ein unglaublicher Fußballer mit viel Erfahrung“, betonte Trimmel am Dienstag in einer Medienrunde im Stadion an der Alten Försterei. „Aber Thomas wollte ja seine Karriere bei Bayern München beenden. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass er jetzt zu einem Bundesliga-Konkurrenten geht. Dennoch würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn er bei uns in der Kabine stehen würde.“

Trimmel von Union Berlin entspannt sich beim Tätowieren

Trimmel selbst kann sich nach eigenem Bekunden vorstellen, mindestens bis zum reifen Alter von 40 Jahren auf diesem Niveau im Profifußball mitzumischen – am liebsten natürlich bei Union Berlin. Dafür setzt der Routinier mehr denn je auf Regeneration, aktive Erholung und eine gesunde Ernährung. Burger und Pizza sind rund um die Spieltage tabu. „Es wird für mich immer wichtiger, dass ich mich auch in der Freizeit bewege. Am schlechtesten kann ich regenerieren, wenn ich zu Hause auf der Couch rumliege.“

Außerdem entspannt sich Trimmel bei seinem zweiten großen Hobby neben dem Fußball: dem Tätowieren. Er hat mittlerweile ein eigenes Studio in Berlin. „Für den Kopf ist diese Tätigkeit als Tätowierer und Künstler ein sehr guter Ausgleich. Auch die Tätigkeit als TV-Experte macht mir viel Spaß. Und für die körperliche Bewegung sind unsere Hunde zuständig, sie drängen dich ja nach draußen. Ich bin tatsächlich nicht der Typ, der gern auf der Massagebank liegt. Da werde ich immer müde“, berichtet der Union-Kapitän.

Ohne Müdigkeit will Christopher Trimmel auch die Saison zu Ende bringen. Union Berlin hat den Klassenerhalt seit dem vergangenen Wochenende sicher. Am Sonntag folgt das Auswärtsspiel beim VfL Bochum (15.30 Uhr). Seine Forderung: „Es gilt jetzt, die Spannung hochzuhalten. Wir haben uns intern vorgenommen, das Maximum herauszuholen, damit wir mit einem positiven Gefühl in den Urlaub und dann auch die nächste Saison angehen können.“ Egal, ob dann ein Thomas Müller in der Union-Kabine steht oder nicht.