Union Berlin: Trimmel nimmt Mitspieler in die Pflicht ‒ „müssen abliefern“

Christopher Trimmel und der 1. FC Union Berlin kämpfen in der Fußball-Bundesliga um den Klassenerhalt. Der Kapitän fordert, dass erfahrene Spieler Verantwortung übernehmen.
Andreas Gora/dpaKaum war der Abpfiff nach dem Spiel gegen den FC Bayern verhallt, da zeigte sich Christopher Trimmel bereits wieder kämpferisch. Er sehe die vielen hängenden Köpfe, sagte der Kapitän des 1. FC Union Berlin nach der deutlichen 1:5-Niederlage gegen den Rekordmeister im Bundesliga-Topspiel am vergangenen Samstagabend am Sky-Mikrofon. Doch er wolle die Mannschaft jetzt aufrichten, Verantwortung übernehmen und betonte, mit Blick auf den Kampf um den Klassenerhalt: „Ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen.“
Dennoch: Die Niederlage hinterließ ihre Spuren im Team von Trainer Nenad Bjelica. Vor allem die schwache zweite Halbzeit musste auch in der Mannschaft aufgearbeitet werden. Der Austausch darüber ging bei einem alljährlichen Essen mit Mannschaft und Präsidium nach Spielende weiter. „Das war ein wichtiger Abend für uns, um gewisse Dinge aufzuarbeiten“, sagte der Österreicher am Mittwoch in einer Medienrunde.
Union-Kapitän Trimmel fordert: Erfahrene Spieler müssen abliefern
„Am Ende ist es in solchen Phasen, speziell für Spieler, die in so einer Phase noch nicht gewesen sind, immer schwierig. Die brauchen dann natürlich eine Vorgabe, einen klaren Plan, ein klares Coaching“, sagte der Kapitän des Tabellen-14.
Die Köpenicker, die schon ein scheinbar komfortables Polster hatten, haben inzwischen nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16. Die wichtigen Spiele kommen jetzt erst, das weiß auch Christopher Trimmel. Waren Punkte gegen Bayern München nicht unbedingt eingeplant, so müssen sie in den verbliebenen vier Spielen unbedingt her. Im engen Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga trifft der 1. FC Union am Sonntag, 15.30 Uhr, auf Borussia Mönchengladbach. Es folgen Spiele gegen den VfL Bochum und den 1. FC Köln ‒ alles drei Mannschaften, die den Klassenerhalt ebenfalls noch nicht sicher haben ‒ ehe am letzten Spieltag der SC Freiburg anreist.
Wichtig sei, dass die Berliner die Situation noch in der eigenen Hand hätten, sagte Trimmel. „Wir haben genügend Typen, auf dem Feld, die das in die Hand nehmen sollten“, sagte der 37-Jährige. Jüngere Profis wie Benedict Hollerbach (22) oder Mikkel Kaufmann (23) müssten geschützt werden. Andere müssten vorangehen: Neben sich selbst nannte er Kevin Vogt, Danilho Doekhi, Rani Khedira und Robin Gosens. „Gerade die erfahrenen Spieler müssen jetzt abliefern“, forderte der Österreicher.

