Jakob Busk geht: Abschied und Verletzung – Aufstiegsheld verlässt Union Berlin
Es war der Wermutstropfen beim 3:1-Testspielsieg des 1. FC Union gegen den 1. FC Magdeburg. Nach gut einer Stunde humpelte Torhüter Jakob Busk mit einer Verletzung enttäuscht vom Rasen im Stadion An der Alten Försterei.
Ausgerechnet Jakob Busk! Weil Frederik Rönnow und auch Alexander Schwolow nicht zur Verfügung standen, bekam der 30 Jahre alte Däne im Testspiel gegen den Zweitligisten aus Magdeburg seine Einsatzchance. Derartige Chancen erhielt Jakob Busk zuletzt nur selten. Busk spielt zwar seit 2016 bei den Eisernen und ist damit nach Kapitän Christopher Trimmel (2014) der dienstälteste Profi in Berlin-Köpenick. Aber Busk ist eben auch auf die Rolle als Nummer drei hinter Rönnow und Schwolow festgelegt.
Das Verletzungs-Malheur passierte gegen Magdeburg in der 69. Minute. Jakob Busk pflückte einen an sich gar nicht so gefährlichen Ball aus der Luft und kam bei der Landung unglücklich auf. Der Torhüter ging zu Boden, seine Mitspieler signalisierten umgehend nach draußen, dass er ausgewechselt werden muss. Von der medizinischen Abteilung gestützt, humpelte Busk in die Kabine.
Union-Trainer Nenad Bjelica gab nach dem Spiel ein erstes Update über die Verletzung von Jakob Busk. „Wir hoffen, dass es nichts Schlimmes ist. Es geht in Richtung muskuläre Verletzung an der Wade“, erklärte Bjelica.
Öffentliches Training am Montag
Droht Union Berlin jetzt ein Torwart-Problem? Gut, dass die Fußball-Bundesliga an diesem Wochenende pausiert. Anstelle von Busk rückte U19-Keeper Berkin Arslanogullari im Testspiel gegen Magdeburg zwischen die Pfosten. Unions Nummer eins Frederik Rönnow bestreitet zwei EM-Testspiele mit Dänemark. Auch Ersatzmann Alexander Schwolow stand gegen Magdeburg nicht zur Verfügung. Schwolow hatte laut Bjelica „im Training etwas Probleme. Deshalb war er nicht dabei“.
Wie ernst das Torhüter-Problem wirklich ist, davon können sich die Fans am Montagnachmittag überzeugen. Das erste Training nach dem freien Wochenende findet um 15 Uhr statt und ist öffentlich. In der Bundesliga geht es für Union Berlin am Ostersamstag (30. März) bei Eintracht Frankfurt weiter.
Abschied von Jakob Busk
Zudem vermeldete Union Berlin am Freitag den Abschied von Jakob Busk nach dieser Saison und insgesamt 57 Pflichtspielen. „Als ich 2016 zu Union gekommen bin, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass Berlin mein Zuhause werden könnte. Ich hatte sportlich viele Höhen und Tiefen, aber auch das große Glück, mit diesem Verein alles erleben zu dürfen“, wird Busk in der Vereinsmitteilung zitiert.
Union-Sportgeschäftsführer Oliver Ruhnert bedankte sich ausdrücklich beim Aufstiegshelden und Publikumsliebling: „Die Zeit bei Union war für Jakob nicht immer einfach, dennoch hat er sich nie zufrieden- oder aufgegeben. Er hat täglich hart gearbeitet, viel dazu beigetragen, neue Spieler schnell in den Verein zu integrieren und damit einen sehr wichtigen Beitrag zum Erfolg der letzten Jahre geleistet.“


