Union Berlin – Wolfsburg: Hollerbach trifft – Eiserne feiern gefühlten Klassenerhalt

Benedict Hollerbach traf zum 1:0 für Union Berlin gegen den VfL Wolfsburg.
Andreas Gora/dpa- Union Berlin besiegt Wolfsburg 1:0, feiert den gefühlten Klassenerhalt.
- Benedict Hollerbach erzielte das entscheidende Tor in der 63. Minute.
- Trainer Steffen Baumgart führt Union aus der Abstiegszone.
- Berlin-Debüt für David Odogu in Wolfsburgs Startelf.
- Union Berlin hat jetzt elf Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Große Erleichterung in Berlin-Köpenick: Der 1. FC Union Berlin kann wohl frühzeitig für ein weiteres Jahr in der Fußball-Bundesliga planen. Am Sonntag gewannen die Eisernen mit 1:0 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg und feierten vor 22012 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei zumindest den gefühlten vorzeitigen Klassenerhalt.
Benedict Hollerbach (63.) traf zum fünften Heimsieg in dieser Saison. Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart setzt damit die Erfolgsserie der vergangenen Wochen fort und ist seit vier Spielen ohne Niederlage. Bei mittlerweile elf Punkten Vorsprung vor dem 1. FC Heidenheim auf Relegationsrang 16 und noch sechs ausstehenden Spielen ist die Abstiegsgefahr nur noch marginal.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat der im Winter neu verpflichtete Trainer Baumgart die Eisernen innerhalb von drei Monaten tatsächlich auf Kurs gebracht.
Debüt des gebürtigen Berliners Odogu
Trainer Baumgart ersetzte den verletzten Jeong Woo-yeong mit Andras Schäfer – der einzige Wechsel in der Startformation gegenüber dem Auswärtssieg beim SC Freiburg. Bei VfL Wolfsburg gab der 18-jährige David Odogu sein Bundesliga-Debüt. Der gebürtige Berliner, der bei Union Berlin im Nachwuchs gespielt hatte, stand in der Startformation und agierte in der Innenverteidigung. Der U17-Weltmeister lieferte eine starke Leistung ab und hatte speziell in der ersten Halbzeit viele Ballkontakte beim Spielaufbau.

Der gebürtige Berliner David Odogu (Mitte) rettet vor Benedict Hollerbach. Er gab ausgerechnet bei seinem Nachwuchsverein sein Bundesliga-Debüt.
Matthias KochDas Spiel begann schwungvoll: Schon in der 2. Minute gab es die erste Großchance für Union. Leopold Querfeld köpfte einen Eckball von Josip Juranovic an den Pfosten, den Nachschuss setzte Rani Khedira in Bedrängnis aus Nahdistanz über die Querlatte. Auf der Gegenseite konnte Wolfsburgs Mohammed Amoura einen Querfeld-Patzer nicht nutzen und schoss frei am Tor vorbei (5.).
In der temporeichen Partie kam Union immer wieder in den Strafraum der Gäste. Wolfsburg-Keeper Kamil Grabara parierte großartig gegen Janik Haberer (21.). Wenig später verfehlte Benedict Hollerbach (25.) das Tor. Union-Torhüter Frederik Rönnow konnte sich in der 26. Minute gegen Yannick Gerhardt auszeichnen. Danach bekam Wolfsburg mehr Spielkontrolle. Bitter für Union: Andrej Ilic musste verletzt ausgewechselt werden – für ihn kam Marin Ljubicic (38.).
Wolfsburg hilft beim Treffer von Union Berlin mit
Wolfsburg wurde nach der Pause gefährlich, Rönnow rettete gegen Jakub Kaminski (52.). Union hatte danach zwar mehr Ballbesitz, aber kaum mehr zwingende Torchancen. Deshalb musste Wolfsburg etwas mithelfen: Nach einer Kopfballvorlage von Querfeld stand Hollerbach alleine vor dem Tor – Keeper Grabara war nicht entschlossen genug und sprang am Ball vorbei. Der Jubel wurde kurz vom Videoschiedsrichter gestoppt, der VAR entschied dann aber auf Tor für Union (63.).
Die Wolfsburger verstärkten nun ihre Offensivbemühungen. Für Union entstanden so Räume für Konterangriffe. Den ersten unterbrach Odogu rustikal gegen Hollerbach (72.). Beim nächsten verpasste Josip Juranovic den richtigen Zeitpunkt zum Abspiel (75.).
Das Spiel wurde hektisch, eine unfassbare Szene gab es in der 90. Minute. Der Ex-Unioner Kevin Behrens, der kurz zuvor eingewechselt wurde, vergab eine Großchance, bei der er eigentlich schon auf der Torlinie stand. Er bugsierte den Ball über die Latte.

