zu den Plänen des Fifa-Präsidenten
: Kein Genickbruch

Infantino ist mit seiner Mega-WM in Katar vorerst gescheitert. Doch das kann den Fifa-Präsidenten nicht stoppen.
Von
Dorothee Torebko
Berlin
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Dorothee Torebko

MMH

Gegen ihn wird im Fifa-Korruptionsskandal ermittelt und Pläne für eine Riesen-Klub-WM lehnen viele europäische Vereine ab. Nun auch noch das: Sein Wunsch einer WM mit 48 statt 32 Teams in Katar 2022 wurde nicht erfüllt. Gestolpert ist er über die Weltpolitik, denn ein Co-Ausrichter für die Mega-WM wollte sich auf die Schnelle nicht finden lassen. Wer jetzt aber glaubt, der mächtigste Mann im Männer-Fußball sei am Ende, irrt.

Denn Infantino bekommt seinen Willen trotzdem. Nicht in Katar, dafür aber vier Jahre später bei den Gastgeberländern USA, Kanada und Mexiko. Er baut seine Macht systematisch aus, indem er immer mehr kleine Nationen ins WM-Boot holt. Zudem hat er peu à peu seine Kritiker im Verband durch Günstlinge ersetzt. Das alles tut er unter dem Deckmantel einer großen Fußball-Familie, die politische Grenzen überwinden kann. Das glaubt ihm allerdings keiner. Denn es geht natürlich um Macht und Geld – für ihn. Dieses Credo treibt Infantino noch lange Zeit an – der Wiederwahl zum Fifa-Präsidenten im Juni steht nichts im Weg.