• Der 1. FC Union Berlin gewinnt in der Fußball-Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim 2:1 (1:1).
  • In der Tabelle liegt Union Berlin auf Platz vier.
  • Es war das erste Heimspiel des Jahres im Stadion An der Alten Försterei.
  • Weiter geht es für Union Berlin mit dem Derby im DFB-Pokal gegen Hertha BSC am Mittwoch.

So ist die Lage bei Union Berlin nach dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim

Der rot-weiße Jubel im Stadion An der Alten Försterei fiel diesmal nicht ganz so lautstark aus wie gewohnt. Aber begeistert waren die 3000 Zuschauer vom Auftritt der Eisernen dennoch. Denn der 1. FC Union Berlin besiegte mit der TSG Hoffenheim das Team der Stunde in der Fußball-Bundesliga und stürmte dank des 2:1 (1:1)-Heimerfolges in Richtung Champions League.
Während die Eisernen zumindest vorübergehend auf Tabellenplatz vier klettern, kassierte Hoffenheim in diesem direkten Duell um die Champions-League-Plätze die erste Niederlage seit dem 6. November.
3000 Besucher waren unter 2G-Plus-Bedingungen im Stadion An der Alten Försterei zugelassen und bildeten damit die größte Kulisse am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga.
 

Union Berlin gegen TSG Hoffenheim – so fielen die Tore

0:1 Timo Baumgartl (16./Eigentor)
Dabou hat auf der rechten Seite ganz viel Platz. Die Flanke auf den kurzen Pfosten verlängert Baumgartl ins eigene Tor.
 
1:1 Andreas Voglsammer (22.)
Die Flanke von Oczipka befördert Voglsammer mit viel Wucht in Richtung Tor und hat dann auch ein wenig Glück. Denn von der Latte und vom Rücken des Hoffenheimer Keepers Baumann prallt der Ball ins Netz. Gefühlt war auch dieser Treffer ein Eigentor.
2:1 Grischa Prömel (73.)
Es ist ein Tor des Willens. Nach dem Konter über den schnellen Becker trifft Kruse zunächst die Latte. Den zurückspringenden Ball drückt Prömel aus Nahdistanz über die Linie.
 

So ging Union Berlin ins Spiel gegen die TSG Hoffenheim

Die Frage aller Fragen lautete: Wer ersetzt in der Abwehr von Union Berlin den zu Borussia Mönchengladbach abgewanderten Vize-Kapitän Marvin Friedrich? Nach vier Jahren in Köpenick hatte Friedrich am Dienstag beim Liga-Konkurrenten einen Vertrag bis 2026 unterschrieben. Für Friedrich rückte Winter-Neuzugang Neuzugang Dominique Heintz in die Startelf. Levin Öztunali durfte diesmal anstelle von Genki Haraguchi vom Beginn an ran. Trainer Urs Fischer wählte also die etwas offensivere Ausrichtung.
Toptorjäger Taiwo Awoniyi spielt mit Nigeria beim Afrika-Cup in Kamerun. Rick van Drongelen musste sich nach einem positiven Corona-Test in häusliche Isolation begeben. Nico Gießelmann musste wegen einer Muskelverletzung aus dem Leverkusen-Spiel pausieren.
 
Laut Senatsbeschluss waren beim ersten Heimspiel von Union Berlin in diesem Jahr insgesamt 3000 Zuschauer zugelassen.
Laut Senatsbeschluss waren beim ersten Heimspiel von Union Berlin in diesem Jahr insgesamt 3000 Zuschauer zugelassen.
© Foto: Andreas Gora/dpa

So lief das Spiel Union Berlin gegen TSG Hoffenheim

Die neu formierte Dreierkette der Eisernen erlebte gegen Hoffenheim gleich einen echten Härtest. Die Gäste sind seit sieben Spielen ungeschlagen und kamen mit viel Selbstvertrauen in die Alte Försterei. Kein anderes Team ist ligaweit so lange ohne Niederlage. Hoffenheim zeigte auch diesmal sein gefürchtetes Pressing. Zudem stellten Ihlas Debou auf der rechten und David Raum auf der linken Außenbahn den 1. FC Union immer wieder vor Probleme.
Die Gastgeber brauchten eine gewisse Anlaufzeit, fanden aber spätestens mit dem Ausgleichstreffer von Andreas Voglsammer zu mehr Stabilität. Die 3000 Zuschauer sahen eine muntere Partie, indem beide Teams immer wieder spielerische Lösungen gegen das Pressing des Kontrahenten suchten.
Der Unterhaltungswert stimmte auch in der 2. Halbzeit. Allerdings wurde Hoffenheim nun immer dominanter. In der 51. Minute rettete Timo Baumgartl in letzter Sekunden gegen den einschussbereiten Andrej Kramaric. Erst mit der Einwechslung von Sheraldo Becker in der 65. Minute kam Union Berlin wieder zu mehr Offensivaktionen. In der 71. Minute verpasste Becker bei seinem Kopf den Führungstreffer nur knapp. Kurz danach bereitete er mit einem energischen Sprint das Siegtor vor.
In der umkämpften Schlussphase verteidigte der 1. FC Union mit viel Leidenschaft den knappen Vorsprung. Im ersten Spiel ohne Marvin Friedrich zeigten die Eisernen erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung, auch wenn sie gegen einen starken Kontrahenten die eine oder andere brenzlige Situation zu überstehen hatten.
 

Union Berlin gegen TSG Hoffenheim – die Statistik

Union Berlin – TSG Hoffenheim 2:1 (1:1)
Union Berlin: Luthe - Baumgartl, Knoche, Heintz (79. Jaeckel) – Trimmel, Khedira, Oczipka (89. Ryersen) – Prömel, Öztunali (65. Becker) – Voglsammer (79. Haraguchi), Kruse (89. Behrens).
TSG Hoffenheim: Baumann – Posch, Vogt, Richards – Akpoguma (59. Rutter), Geiger (89. Stiller), Raum – Baumgartner (89. Rudy), Kramaric – Bebou, Dabbour (72. Bruun Larsen).
Tore: 0:1 Baumgartl (16./Eigentor), 1:1 Voglsammer (22.), 2:1 Prömel (73.); Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart); Zuschauer: 3000 (ausverkauft); Gelbe Karten: – /Akpoguma, Dabbour, Geiger.

Union Berlin gegen Hoffenheim – die Stimmen zum Spiel

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): „Man hat gesehen, welche Qualität Hoffenheim hat. Wir haben keinen richtigen Zugriff auf den Ball bekommen. Aber wir haben wieder mit Willen und Leidenschaft gespielt. Und wir haben heute wirklich die Zuschauer gebraucht. Sie haben uns zum Sieg getragen. Ich freue mich über die Leistung der Mannschaft. Aber es gibt das eine oder andere anzusprechen.“
Sebastian Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim) „Das Führungstor hat uns keine Sicherheit gegeben. Ich kann der Mannschaft nicht viel vorwerfen. Wir hatten viel Kontrolle. Aber wir haben im letzten Drittel die nötige Zielstrebig vermissen lassen. Mit dem 2:1 war das Spiel dann auf einmal auf der Seite von Union Berlin.“
Dominique Heintz (Union Berlin): „Für mich war es mit dem Sieg natürlich ein sehr schönes Debüt. Es war aber trotzdem ein schwieriges Spiel. Wir haben uns reingekämpft und dann belohnt. Wir hatten zwar nicht so viele Torchancen. Aber wir haben zwei Tore erzielt. Das zählt am Ende.“
Grischa Prömel (Union Berlin): „Ich habe im Moment den richtigen Riecher und stehe an der richtigen Stelle. Wir haben gewonnen und sind weiter eine Heimmacht. Spielerisch war es kein gutes Spiel von uns. Das muss man einfach so deutlich ansprechen, sowohl defensiv als auch offensiv. Wir haben während des Spiels mehrmals die Taktik umgestellt, um griffiger zu sein.“
 

So sieht es für Union Berlin in der Bundesliga aus

Dank des Sieges in diesem direkten Duell um die Champions-Leagiue-Plätze kletterte Union Berlin von Rang sieben auf vier nach oben. Die Eisernen sind punktgleich mit dem Tabellendritten Hoffenheim.
 

So geht es für Union Berlin weiter

Für Union Berlin geht es am Mittwoch mit dem Hauptstadt-Derby im DFB-Pokal bei Hertha BSC weiter. Das mit Spannung erwartete Derby wird um 20.45 Uhr im Berliner Olympiastadion angepfiffen. In der Bundesliga treten die Eisernen am Samstag in einer Woche bei Borussia Mönchengladbach an (22. Januar, 15.30 Uhr). Dann kommt es also gleich zum Wiedersehen mit Marvin Friedrich.
 

Und sonst noch bei Union Berlin

Taiwo Awoniyi darf beim Afrika-Cup mit Nigeria auf den Einzug in das Achtelfinale hoffen. Nach dem überraschenden 1:0-Auftaktsieg gegen Topfavorit Ägypten geht es am heutigen Samstag gegen den Sudan weiter (17 Uhr/DAZN) weiter. Mit einem weiteren Sieg können die Supereagles bereits die K.o.-Runde klarmachen. Dritter Gegner ist Guinea-Bissau am Mittwoch. Mit neun Treffern in 17 Spielen ist Awoniyi bester Torschütze der Eisernen in dieser Bundesliga-Saison. Der Afrika-Cup dauert bis Anfang Februar.
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