Mit sieben Jahren hatte Hardy Duckert bei Aufbau Schwedt mit der Jagd nach dem Ball begonnen, 1977 kam er an die Frankfurter Sportschule. Obwohl eher klein von Wuchs absolvierte das semmelblonde Talent mit seinem Einsatz, seiner Dynamik und quirligen Spielweise 17 Nachwuchs-Länderspiele für die DDR. Für den FC Vorwärts kam er auf fast 150 Spiele im offensiven Mittelfeld, schwärmte später noch von Europapokal-Kicks wie gegen PSV Eindhoven oder dem zweiten Meisterschaftsrang mit dem FCV 1983.
1991 wechselte „Ducki“ mit anderen wie Jens Jaschob, Olaf Bitzka, Uwe Woyde und Mario Roth nach Schwedt, erlebte dort zwei Konkurse und Fusionen mit. Er fasste mit der Familie aber schnell Fuß, arbeitete erst beim Sportamt, später lange Jahre als Verkaufsberater in einem Autohaus.
Und er spielte weiter Fußball in der Verbands- und Landesliga, stritt unter anderem mit dem MSV Hanse und Viktoria Frankfurt um Tore und Punkte. Zuletzt stand er sogar mit seinem 21 Jahre jüngeren Sohn Eric in einer Mannschaft auf dem Platz. Der war auch mal Schüler der Frankfurter Sportschule. Aber 1999 hatte er es nur zwei Wochen ausgehalten. Er hatte schlichtweg Heimweh, konnte sich nicht mit dem Internat anfreunden, schlief öfter beim Opa.
Klar, Vater Hardy war auch Trainer beim FC Schwedt, bis 2009 der Assistent von Jürgen Bogs. Die Verbindung nach Frankfurt riss nie ab durch Oldie-Vergleiche des FCV und durch private Kontakte. Beim jüngsten virtuellen Benefizspiel der Frankfurter Legenden gegen den allseits ungeliebten Covid 19 im April 2020 war Duckert natürlich auch dabei: virtuell, aber verbal.
Nach seinen Frankfurter Lieblingsspielern befragt, sagte er einmal: „Erich Hamann, Frieder Andrich, Uwe Schulz, Andre Jarmuszkiewicz – und natürlich Fred Garling.“ Der private Hintergrund: Der „Dauerbrenner“ von Viktoria und 1. FCF, Garling, ist mit Duckert verwandt, ist der Sohn von Duckerts Schwester.