• Der 1. FC Union Berlin gewinnt  am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Köln mit 1:0 (0:0).
  • Weiter geht es für Union Berlin in der Fußball-Bundesliga mit dem Stadtderby gegen Hertha BSC.
  • Seit November 2021 ist die Alte Försterei erstmals wieder ausverkauft. Und einer hat seinen Vertrag verlängert.

So ist die Lage bei Union Berlin nach dem Spiel gegen 1. FC Köln

Gegen die Unioner konnten die Kölner noch nie in der Bundesliga gewinnen. Das war auch am 1. April mit dem 1:0-Erfolg der Köpenicker so. Damit haben die Eisernen ihr Ziel Nummer 1 in dieser Saison – die 40-Punkte-Marke – geschafft,. 41 Zähler hat  die Mannschaft von Trainer Urs Fischer bisher gesammelt. Und den zuletzt stagnierenden Trend gebremst. Von den sieben Spielen seit Ende Januar waren fünf verloren gegangen, eins endete remis, einen Sieg holten die Berliner. In der Tabelle schoben sich die Hauptstädter an den nun einen Punkt schlechteren  Rheinländern vorbei und stehen vorläufig auf Rang 7.

Union Berlin gegen 1. FC Köln – so fielen die Tore

1:0 Taiwo Awoniyi (49.)
Der Berliner profitiert von einem großen Bock des Ex-Nationalspielers Jonas Hector. In dessen zu kurzen Rückpass sprintet der Nigerianer und überwindet auch Torwart Marvin Schwäbe.

So ging Union Berlin ins Spiel gegen 1. FC Köln

Union-Trainer Urs Fischer musste auf der Torwartposition zwangsweise eine Änderung durchführen. Weil Andreas Luthe mit muskulären Prpoblemen ausfällt, darf „Pokal-Torwart“ Frederik Rönnow ran. Paul Jaeckel gewann in der Abwehrkette das Duell gegen im Stadionheft interviewten Dominique Heintz. Genki Haraguchi steht nach seinen Länderspieleinsätzen mit Japan, das bei der WM in die deutsche Gruppe gelost wurde, noch nicht für die Startelf.
Bei den Kölnern wird Sebastian Andersson gegen seine alten Kollegen spielen. Der Schwede rückte in die Startelf, weil Angriffskollege Modeste krankheitsbedingt nicht in der Alten Försterei auflaufen kann. Dort ist Andersson auch wertvoller für die Kölner. Bei 12 Startelfeinsätzen holte der FC mit ihm 21 Punkte, kam der von der Bank oder fehlte in 15 Partien nur 19 Zähler. Für Union hat er in zwei Jahren 24 Treffer erzielt.

So lief das Spiel Union Berlin gegen 1. FC Köln

Was wäre wohl passiert, wenn Unions Taiwo Awoniyi nach 50 Sekunden nicht der Ball allein vor dem Kölner Tor versprungen wäre. Aber hätte, hätte ... . So entwickelte sich in der ersten Hälfte eine ausgesprochen hektische und sehr intensive Partie – auf und neben dem Platz. Die Köpenicker Bank geriet einige Male mit dem Irrwisch Baumgart aneinander. Und auf dem Rasen sahen Jaeckel und der Kölner Ehizibue schnell Gelb. Der FC-Verteidiger stand nach Foul an Niko Gießelmann sogar vor der Ampelkarte. Zwei Chancen gab es auch: Erst köpfte Kölns Mark Uth den Ball knapp neben das Tor (22.), dann scheiterte Sheraldo Becker aus spitzem Winkel an Kölns Schlussmann Schwäbe (25.), Rani Khedira zielte knapp rechts vorbei (35.) und Frederik Rönnow verhinderte den Einschlag nach dem Schuss von Jonas Hector aus Nahdistanz  (38.).
Nachdem die erste Hälfte mit Pyros der Union-Fans begonnen hatte und Schiedsrichter Florian Badstübner, der zuletzt in der Alten Försterei das Viertelfinale im DFB-Pokal der Eisernen gegen den FC St. Pauli (2:1) pfiff, etwas später beginnen ließ, zogen die Kölner Fans zu Beginn der zweiten Hälfte nach. Das Feuerwerk auf dem grünen Rasen brannten aber zunächst die Unioner ab und gingen dem bösen Schnitzer von Ex-Nationalspieler Hector durch Awoniys 12. Saisontreffer in Führung. Im Spioel der Ölner war danach irgendwie ein kleiner Bruch. Nach vorne agierten fast nur noxh die Platzherren, wenn auch nicht ganz zielgerichtet. Den Fans war es egal. Ovationen gab schon Minuten vor dem  Abpfiff und die obligatorische  Ehrenrunde.

Union Berlin gegen 1. FC Köln – die Statistik

Union Berlin – 1. FC Köln 1:0 (0:0)
Union Berlin: Rönnow - Jaeckel, Knoche, Baumgartl - Trimmel, Khedira, Gießelmann - Haraguchi (75. Ryerson), Prömel (88. Möhwald) - Becker (72. Voglsammer), Awoniyi (88. Behrens)
1. FC Köln: Schwäbe - Ehizibue (46. Thielmann), Kilian, Hübers (83. J. Horn), Hector - Skhiri, Özcan - Ljubicic (67. Chabot), Uth (83. Schaub), Kainz (67. Lemperle) - Andersson
Tore: 1:0 Awoniyi (49.), – Schiedsrichter: Badstübner (Windsbach) – Gelbe Karten:  Jaeckel, Becker, Trimmel - Ehizibue, Hübers, Thielmann – Zuschauer: 22.012

Union Berlin gegen 1. FC Köln - die Reaktionen

Robin Knoche (1. FC Union Berlin): „Das war kein Feinschmecker-Fußball.“
Christopher Trimmel (Kapitän 1. FC Union Berlin): „Es war viel Kampf und zwei Mannschaften mit großer Mentalität. Es gab wenig Chancen, aber wir haben den Fehler eiskalt ausgenutzt.“
Urs Fischer (Trainer 1. FC Union Berlin): „Wir haben 41 Punkte und werden ein neues Ziel definieren. Die Spieler sollen ruhig  träumen. Köln hat heute einen Fehler gemacht. Wir hatten Spiele zuletzt, da ist es uns ähnlich ergangen. Wir haben kein Gegentor zugelassen, in der zweiten Hälfte hat Köln nicht einmal aufs Tor geschossen. Wir haben schon viel richtig gemacht.“
Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Köln): „Ich bin ein bisschen enttäuscht. Da kann sich jeder vorstellen. Ich habe keine Mannschaft besser gesehen und trotzdem haben wir den Fehler gemacht, den der Gegner ausgenutzt hat. Wir haben es nicht geschafft, genügend Torchancen zu erspielen, um Union in Gefahr zu bringen. Dann kommt so ein Spiel zustande.“

Berlin

So geht es für Union Berlin weiter

Die nächste Aufgabe von Union Berlin bürgt eine gewisse Brisanz in sich. Am 9. April (18.30 Uhr) reist das Team von der Alten Försterei rund 27 Kilometer gen Westen. Im Olympiastadion wartet der Lokalrivale Hertha BSC und hofft beim dritten Stadtderby der Saison auf rund 75.000 Zuschauer in der weiten Schüssel. Die ersten beiden Duelle haben die Köpenicker daheim in Liga (2:0) und „auswärts“ DFB-Pokal (3:2) gewonnen.

Und sonst noch bei Union Berlin?

Robin Knoche hat seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei Union Berlin verlängert. "Seine Erfahrung, sein Leistungswille und seine konstanten Leistungen haben ihn zu einem Leistungsträger unseres Teams werden lassen. Robin soll auch in den kommenden Jahren ein wesentlicher Baustein unserer Bundesligamannschaft sein", erklärte Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball.
Und erstmals seit November vergangenen Jahres wird das Stadion An der Alten Försterei unter voller Auslastung ausverkauft sein, sprich mehr als 22.000 Zuschauern. „Das ist ein reines Fußballstadion, da wird es von Beginn an heiß hergehen“, prophezeite Kölns Trainer Steffen Baumgart vor der Partie. Er hatte recht und wurde besonders lautstark gefeiert. Den immer aufopferungsvoll kämpfenden Ex-Union-Stürmer lieben sie in Köpenick und er selbst liebt Union. Steffen Baumgart ist im Herzen immer noch ein Eiserner. Von 2002 bis 2004 spielte er an der Wuhle, die Familie hat ihren Lebensmittelpunkt weiterhin im Märchenviertel.
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