Investorenfiasko von FIFA-Boss: UEFA droht Infantino mit rechtlichen Schritten

Europa macht Druck auf Gianni Infantino. (Archivbild)
Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa- UEFA droht FIFA-Chef Gianni Infantino nach geplatztem Investorendeal mit rechtlichen Schritten.
- Laut Medien forderte die UEFA, sämtliches Material zum FFE-Vorhaben nicht zu vernichten.
- Geplant war der Verkauf von rund 20 Prozent an FIFA Forward Enterprise im Wert von 20 Mrd. Dollar.
- FFE sollte kommerzielle Rechte an WM-Turnieren und der Club-WM bündeln – Investoren sollten einsteigen.
- Ein Schreiben ging auch an Investor Joshua Kushner, der über Thrive eine Schlüsselrolle übernehmen sollte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem krachend gescheiterten Investorendeal droht die Europäische Fußball-Union (UEFA) FIFA-Boss Gianni Infantino mit rechtlichen Schritten. Wie der „Telegraph“ und die „Financial Times“ berichten, hat die UEFA den Weltverbandspräsidenten aufgefordert, sämtliches Material im Zusammenhang mit dem Vorhaben nicht zu vernichten. Entsprechende Schreiben gingen demnach unter anderem auch an Technologieinvestor Joshua Kushner, der eine Schlüsselrolle bei dem Projekt hätte einnehmen sollen. Der Deutschen Presse-Agentur wurde bestätigt, dass ein Schreiben zur Sicherung von Beweismitteln versandt wurde.
„Die UEFA teilt hiermit förmlich mit, dass sie aktiv die Einleitung rechtlicher Schritte, eines Schiedsverfahrens und/oder Beschwerden bei den zuständigen Aufsichtsbehörden (zusammen die 'Verfahren') prüft. Diese beziehen sich auf den von der FIFA vorgeschlagenen FFE-Plan sowie auf alle damit in Zusammenhang stehenden Angelegenheiten, die nachstehend näher erläutert werden“, zitiert der „Telegraph“ aus dem UEFA-Schreiben.
Es ging um Milliarden
Infantino wollte Anteile an den Premium-Produkten des Weltverbandes an private Investoren verkaufen. Geldgeber hätten rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) erwerben können, dessen Wert zunächst mit 20 Milliarden Dollar beziffert war.
Die FFE hätte die kommerziellen Rechte an den FIFA-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Club-WM gebündelt. Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit der Tochter von US-Präsident Donald Trump, Ivanka, verheiratet ist, hätte über seine Investmentfirma Thrive eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.
In dem UEFA-Schreiben an Infantino und den Weltverband heißt es weiter: „Sie und die FIFA sind verpflichtet, unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um sämtliche in diesem Schreiben bezeichneten Dokumente und elektronisch gespeicherten Informationen zu identifizieren, aufzufinden und zu sichern, die sich in Ihrem oder im Besitz, Gewahrsam oder unter der Kontrolle der FIFA befinden.“