Südkorea gegen Tschechien
: Leere Ränge beim zweiten WM-Spiel - Kritik von Fans wird laut

Die Fußball-WM hat kaum begonnen, da zeigt sich: Das Zuschauerinteresse vor Ort ist überschaubar. Fans erneuern ihre Kritik an den horrenden Ticketpreisen.
Von
Michael Bosch
Guadalajara/Stuttgart
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WM 2026 - Südkorea - Tschechien: 11.06.2026, Mexiko, Zapopan: Fußball, Männer: WM, Südkorea - Tschechien, Vorrunde, Gruppe A, Spieltag 1, Guadalajara-Stadion in Zapopan bei Guadalajara. Fans verfolgen das Spiel. Foto: Moises Castillo/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Viele leere Sitze bei der Partie zwischen Südkorea und Tschechien.

Moises Castillo/AP/dpa
  • Leere Ränge beim WM-Spiel Südkorea gegen Tschechien in Guadalajara sorgen für Kritik.
  • Fifa meldet 44.985 Zuschauer, doch viele Sitze blieben sichtbar frei – Fans zweifeln die Zahl an.
  • Fans bemängeln Ticketpreise und Ticketvergabe; Wiederverkaufsplattform steht in der Kritik.
  • Infantino: „Jeder Dollar wird zurück in den Fußball investiert“ – „Jedes Spiel ist ausverkauft“.
  • Nächstes Spiel in Guadalajara: Mexiko trifft am 19. Juni auf Südkorea.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die ersten beiden Partien sind gespielt, die Fußball-Weltmeisterschaft hat begonnen. Beim zweiten Spiel, das in der Nacht zum Freitag deutscher Zeit stattfand, dreht Südkorea einen Rückstand und siegte am Ende mit 2:1 (0:0) gegen Tschechien. Zuvor hatte im Eröffnungsspiel Co-Gastgeber Mexiko Südafrika mit 2:0 bezwungen.

Auch wenn das Spiel auf fußballerisch überschaubarem Niveau war, war die Stimmung grandios im proppevollen Aztekenstadion. In Guadalajara, wo Südkorea und Tschechien aufeinandertrafen bot sich den Zuschauern hingegen ein anderes Bild. Es klafften große Lücken auf den Tribünen. Vielerorts waren die roten Sitzschalen unverkennbar.

Infantino im Februar: „Jedes Spiel ist ausverkauft“

Laut Angaben Fifa der Fifa waren 44.985 Zuschauer im Stadion, damit blieben nur 679 Sitze frei. Dass das in Anbetracht der leeren Ränge nicht sein kann, darauf machten auch viele internationale Zuschauer in den sozialen Medien aufmerksam. „Die Zahl der leeren Sitze ist einfach verrückt, einfach mies von der Fifa“, lautete etwa ein Kommentar. „Es ist einfach der erste Spieltag - und so viele Sitze bleiben leer. Traurig“, schrieb ein weiterer Nutzer. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es bei den vergangenen Turnieren in Katar, Russland oder Südafrika bei einigen Partien viele leere Plätze gab.

Viele Kommentare richteten sich auch gegen die Preispolitik der Fifa. Kritik hatte sich schon vor dem Turnier unter anderem an der undurchsichtigen Ticketvergabe entzündet, zudem hatte die Fifa zum ersten Mal eine eigene Wiederverkaufsplattform eingerichtet. Dort kassiert der Verband zusätzlich ab.

Dass mittlerweile zwei Staatsanwaltschaften Untersuchungen gegen die Fifa und ihre Ticket-Praktiken angestoßen haben, kommentierte Infantino am Tag vor der WM-Eröffnung bei einer Pressekonferenz so: „Wir sind sehr entspannt, was das angeht. Wir prüfen alles, was wir tun, mit den besten Anwälten. Wir legen gerne alles offen.“ Im Hinblick auf die horrenden Preise sagte Infantino: „Jeder Dollar wird zurück in den Fußball investiert.“ Im Februar hatte Infantino behauptet, dass jedes der 104 Spiele ausverkauft sei.

Mehr Zuschauer beim nächsten Spiel in Guadalajara

Zu Beginn der Weltmeisterschaft waren laut englischen Medienberichten noch fast 180.000 Tickets auf der Wiederverkaufsplattform erhältlich. Für einige Spiele sollen inzwischen Freikarten verteilt worden sein.

Was den WM-Spielort Guadalajara angeht, verspricht zumindest die nächste Partie mehr Zuschauerinteresse. Am 19. Juni trifft Gastgeber Mexiko auf Südkorea. Die weiteren Partien: Kolumbien gegen Kongo und Uruguay gegen Spanien.