Letztes Heimspiel
: Schöner Tag für den Abschied

In ihrem letzten Saisonheimspiel bezwangen die Wasserballer der SGW Brandenburg den SWV TuR Dresden mit 17:8 Toren.
Von
Martin Terstegge\MOZ
Brandenburg
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Björn Dupont stieg zum letzten Mal für die SGW Brandenburg ins Wasser.

Martin Terstegge

Eigentlich ging es in dieser Partie nur noch um die berühmte „Goldene Ananas“, Platz drei hatten die Brandenburger sicher, ob es noch der zweite Rang werden kann, liegt in den Händen des feststehenden Meisters WABU Magdeburg. Die Bördestädter sind auch zwei Monate nach dem ausgefallenen Spiel nicht in der Lage einen Ersatztermin zu benennen.

Deshalb wollte Trainer Christopher Bott diese Begegnung für andere Dinge nutzen. Zum einen wollten man sich von den Fans würdig verabschieden und da kommendes Wochenende die Pokalfinalrunde ansteht, die Partie zum Einspielen nutzen. Daher agierte Bott mit zwei Blöcken.

Doch über dem stand, einen Spieler zu ehren, der jahrelang im Dienst der Mannschaft stand und wichtige Anteile am größten Erfolg des ASC Brandenburg 03 hatte, den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Björn Dupont, der sich in der Vorsaison eine schwere Schulterverletzung zuzog, in dieser Spielzeit nicht zum Einsatz kam und deshalb sein Karriereende ankündigte, wurde nun überredet ein letztes Mal ins Wasser zu steigen. Ein letzter Treffer blieb ihm verwehrt, doch sichtlich gerührt nahm er die Glückwünsche seiner Teamkollegen und Freunde am Beckenrand entgegen.

In den ersten beiden Vierteln wussten die Brandenburger zu überzeugen. Vor allem in der Defensive waren sie ihrem Kontrahenten überlegen. Viele Pässe der Gäste kamen erst gar nicht beim Mitspieler an, weil die Gastgeber zuvor „den Braten rochen“. Und im Tor brachte Aly Abdulrahman die Dresdner mit seinen Paraden immer wieder zur Verzweiflung. Im ersten Durchgang kassierte er zwar zwei Tore, doch im zweiten Abschnitt blieb sein Kasten sauber.

In der Offensive verzeichneten die Hausherren ein buntes Trefferbild. Zur Freude des Trainers nutzte fast jeder Spieler einmal seine Chance, um sich in die Torstatistik einzutragen. Zur Halbzeit führte die Bott–Truppe souverän mit 9:2.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Brandenburger nicht mehr an ihre Leistung anknüpfen. „Man sah einen großen Spannungsabfall, aber dass ist verständlich, zumal ich ab diesem Zeitpunkt noch mehr gewechselt habe“, musste Trainer Bott gestehen.

Die Sachsen nutzen die Schwächen ihrerseits um Ergebniskosmetik zu betreiben. Der Ex–Brandenburger Axel Marquardt war zu Beginn des dritten Viertels mit zwei Toren erfolgreich. Obwohl die Gäste nun eher auf Augenhöhe agierten, gelang es den Gastgebern dennoch die letzten beiden Abschnitt jeweils mit 4:3 für sich zu entscheiden. Mit dem 17:8–Endstand konnten alle Beteiligten gut leben.

Ungewiss ist wie schon beschrieben, ob das Nachholspiel in Magdeburg ausgetragen wird, sicher ist hingen die Endrunde um den Ostdeutschen Wasserballpokal, die am 15. Juni im Berliner Kombibad Seestraße ausgetragen wird. Im ersten Halbfinale tritt Spandau 04 II auf den SC Wedding und um 20 Uhr die SGW Brandenburg II auf Stepp Praha.