Sportpolitik
: Bericht: WTA führt Geschlechtertests im Tennis ein

Wenn Spielerinnen künftig an Turnieren teilnehmen wollen, müssen sie sich einem Bericht zufolge Geschlechtertests unterziehen. Die WTA würde damit der Linie des IOC folgen.
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red/dpa
Berlin

Einem Bericht zufolge will die WTA verpflichtende Geschlechtstests einführen. (Archivbild)

Kin Cheung/AP/dpa
  • WTA erlässt laut Bericht Pflicht-Geschlechtstests für Spielerinnen – Teilnahme bleibt so möglich.
  • Die Regel gilt laut „Bounces“-Portal bereits seit diesem Monat.
  • Die WTA folgt damit der Linie des IOC, das Tests für alle Athletinnen plant.
  • Transfrauen sollen in der Frauenkategorie künftig nicht mehr startberechtigt sein, so das IOC.
  • Auslöser war die Debatte um den Frauen-Boxwettbewerb bei den Spielen 2024 in Paris.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Verpflichtende Geschlechtertests für Spielerinnen könnten offenbar auch im Tennis kommen. Wie das Portal „Bounces“ des für gewöhnlich gut informierten Journalisten Ben Rothenberg berichtet, hat die Vereinigung der professionellen Tennisspielerinnen eine entsprechende Richtlinie erlassen.

Demnach müssen sich alle WTA-Spielerinnen einem Test unterziehen, um ihre Teilnahmeberechtigung an Turnieren aufrechtzuerhalten. Die WTA war für eine Stellungnahme angefragt. Laut dem Bericht gilt die Richtlinie bereits seit diesem Monat. 

Die WTA würde damit der Linie des Internationalen Olympischen Komitees folgen. Nach den Plänen des IOC sollen sich künftig alle Athletinnen einem Geschlechtertest unterziehen, um an internationalen Frauen-Wettbewerben teilnehmen zu dürfen. Transfrauen sollen in der Frauenkategorie künftig nicht mehr startberechtigt sein, wie das IOC im März mitgeteilt hatte.

Box-Wettbewerbe lösten Debatte aus

Die neue Richtlinie geht auf eine von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry eingesetzte Arbeitsgruppe zum „Schutz der Frauen-Kategorie“ zurück. Auslöser für die verschärfte Politik war die Debatte um den Frauen-Boxwettbewerb bei den Spielen 2024 in Paris.

Die Olympiasiegerinnen Imane Khelif und Lin Yu-ting waren zuvor vom damaligen Box-Weltverband IBA von der WM ausgeschlossen worden, da sie auf der Basis eines nicht näher erläuterten Geschlechtertests angeblich die Teilnahmekriterien nicht erfüllt hatten. Bei Olympia durften beide starten.