DFB-Pokal: Union Berlin bei Astoria Walldorf – berühmter Calhanoglu und kurioser Bindestrich
Der 1. FC Union Berlin reist in der 1. Runde des DFB-Pokals zum FC-Astoria Walldorf aus der Regionalliga Südwest. Anstoß ist am Sonntag um 18 Uhr. Beide Clubs treffen zum ersten Mal aufeinander.
Aber was erwartet die Eisernen aus Köpenick in Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg) im ersten Pflichtspiel der neuen Saison? „Für diese erste Aufgabe müssen wir bereit sein“, sagte Trainer Urs Fischer nach dem überzeugenden 4:1-Sieg im letzten Testspiel gegen den italienischen Erstligisten Atalanta Bergamo. Hier sind neben dem Experten-Urteil fünf wichtige Fakten über Astoria Walldorf, die jeder Union-Fan kennen sollte.
Astoria Walldorf – der besondere Bindestrich
Astoria Walldorf legt Wert auf seine besondere Schreibweise: FC-Astoria Walldorf – der Bindestrich sitzt also an ungewöhnlicher Stelle im Vereinsnamen. Walldorf liegt in der Nähe von Heidelberg und ist Sitz des Softwarekonzerns SAP. Von diesem Standortvorteil profitiert natürlich auch der FC finanziell. Die Walldorfer haben ein gut ausgestattetes Trainingsgelände und spielen im Dietmar-Hopp-Sportpark, einem reinen Fußballstadion.
Die 2006 fertiggestellte Arena hat ein Fassungsvermögen von 5000 Besuchern. Während der WM 2006 nutzte das Team aus Costa Rica das Stadion als Trainingsstätte. Es ist ein kleines, überschaubares Stadion mit einer Haupttribüne und Video-Leinwand.
Astoria Walldorf – die Vorbereitung
Genau wie Union Berlin hat sich auch Astoria Walldorf in Österreich auf die neue Saison vorbereitet. Das Trainingslager fand in Gaschurn in Vorarlberg statt. Am 1. Spieltag der neuen Saison in der Regionalliga Südwest gab es vor 518 Zuschauern einen 1:1-Heimremis gegen die TSG Hoffenheim II. Die vergangene Spielzeit schloss Astoria Walldorf als Tabellen-12. ab. 2013/14 stieg der Verein von der Oberliga Baden-Württemberg in die vierthöchste Spielklasse auf.
Astoria Walldorf – das Urgestein
Trainer Matthias Born ist ein echtes Urgestein bei Astoria Walldorf. Der 51 Jahre alte Coach geht in seine mittlerweile zehnte Saison. In der Saison 2013/14 fungierte er zunächst als Co-Trainer. Seit 2014 leitet Born die Geschicke des Teams als Chefcoach.
Astoria Walldorf – der bekannteste Name
Den bekanntesten Familiennamen im Kader von Astoria Walldorf trägt Turan Calhanoglu. Der Stürmer ist der Cousin von Hakan Calhanoglu (Inter Mailand). Er stammt aus einer fußballbegeisterten Familie. Sein Bruder Kerim Calhanoglu spielt bei der SpVgg Greuther Fürth.
Astoria Walldorf – die Pokalsensation
Astoria Walldorf hatte sich im Finale des badischen Pokals gegen den 1. CfR Pforzheim mit 2:0 durchgesetzt. Der Club hat sich zum dritten Mal für den DFB-Pokal qualifiziert. 2014 gab es eine 1:3-Niederlage gegen Hannover 96. In der Saison 2016/17 schrieb Astoria Walldorf dann Pokalgeschichte. In den ersten beiden Runden wurden der VfL Bochum (4:3 n.V.) und Darmstadt 98 (1:0) bezwungen. Im Achtelfinale kam das Aus gegen Arminia Bielefeld erst im Elfmeterschießen.
Astoria Walldorf – das Urteil der Expertin
Nadine Vogt ist stellvertretende Sportchefin bei der Südwest-Presse in Ulm und eine ausgewiesene Kennerin der Regionalliga Südwest. Ihre Einschätzung zu Astoria Walldorf: „Union Berlin geht als großer Favorit in dieses Spiel. In der Regionalliga Südwest spielt Astoria Walldorf Jahr für Jahr um den Klassenerhalt, hält sich aber gut. Walldorf hat oft junge und talentierte Spieler in seinen Reihen – hier spielt wiederum die geografische Nähe zur TSG Hoffenheim und dem Karlsruher SC eine Rolle. Was die Mannschaft in den vergangenen Jahren ausgezeichnet hat: Offensiv ist sie immer für ein Überraschungsmoment gut. Allerdings musste Walldorf seinen besten Stürmer, Niklas Antlitz (14 Treffer), an die Stuttgarter Kickers abgeben. Ansonsten gab es wenig Veränderungen, die Mannschaft ist eingespielt.“


