Eigentlich ist es nur ein ganz normales Vorbereitungsspiel, wenn der 1. FC Union Berlin am Samstag bei Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg antritt. Aber – eben nur eigentlich. Für Für Paul Seguin (27) ist es „ein besonderes Spiel“ in der MDC-Arena in Magdeburg (Beginn um 16.30 Uhr). Denn der Neuzugang wurde in Magdeburg geboren.

Union Berlin spielt in Magdeburg

Die zweite Testpartie der Eisernen aus Köpenick vor der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga ist für Paul Seguin also gewissermaßen ein Heimspiel. „Das ist natürlich ein besonderes Spiel für mich. Ich bin dort geboren, dazu kommt die Vergangenheit meines Vaters. Viele aus meiner Familie werden dabei sein. Ich freue mich sehr auf dieses Spiel“, betont Seguin.
Im Trikot des 1. FC Magdeburg gespielt hat der Union-Neuzugang allerdings nicht. Nach dem Start der Laufbahn bei Lok Stendal wechselte der Mittelfeldspieler ins Nachwuchs-Leistungszentrum des VfL Wolfsburg. Sein Vater Wolfgang „Paule“ Seguin hat dagegen eine glorreiche FCM-Vergangenheit. Er stand 1974 in der Magdeburger Mannschaft, die den Europapokal der Pokalsieger gewann. Außerdem wurde er drei Mal DDR-Meister und holte fünf Mal den FDGB-Pokal.
Diese Erfolge wird Paul Seguin zumindest im Hinterkopf haben, wenn er am Samstag den Rasen in Magdeburg betritt. Dabei war sein Start beim 1. FC Union alles andere als einfach. Der Neuzugang von der SpVgg Greuther Fürth erkrankte kurz vor dem Trainingsstart der Eisernen an Corona und musste erst einmal einige Tage pausieren. Erst im Trainingslager in Bad Saarow konnte er wieder richtig loslegen. Beim 3:1-Testspielsieg gegen Viktoria Berlin wurde Seguin in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Sein Zwischenfazit: „Ich bin inzwischen wieder ganz gut bei Kräften, aber noch nicht bei einhundert Prozent.“
Volle Kraft voraus heißt es dagegen für Paul Seguin in den nächsten Wochen beim Kampf um die Stammplätze. Speziell in der Mittelfeld-Zentrale gibt es derzeit ein Überangebot an Spielern bei den Eisernen. Mit der Bank-Rolle will sich der Neuzugang jedoch auf keinen Fall zufriedengeben. „Ich würde lügen, wenn ich sage: Es reicht mir, dass ich hier bin. Natürlich möchte ich spielen. gut. Ich kann auf beiden Position spielen, acht und sechs. Das ist sicher ein Vorteil“, zeigt sich Seguin selbstbewusst.

Im Video: Vikoria Berlin gegen Union Berlin

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Keine Zeit wegen Corona

Für die SpVgg Greuther Fürth hat er in der vergangenen Bundesliga-Saison insgesamt 27 Partien absolviert. Nun will sich der Neuzugang möglichst schnell an die neuen Anforderungen beim 1. FC Union gewöhnen. Wegen der Corona-Erkrankung war zwar bislang noch keine Zeit für ein ausführliches Gespräch mit Trainer Urs Fischer. Aber Seguin weiß auch so, worauf es ankommt: „Ich habe natürlich die Spiele von Union verfolgt und weiß, was man hier von den Mittelfeldspielern verlangt: viel Laufarbeit, viele Zweikämpfe, die Defensive ist die Basis.“ So gesehen ist er also schon mal gut gerüstet für sein persönliches Heimspiel in Magdeburg.