Union Berlin gegen Darmstadt
: Tränen bei Bjelica – so war es in der Kabine der Eisernen

Union Berlin siegt ohne Trainer Nenad Bjelica – die Erleichterung nach dem Erfolg gegen Darmstadt ist nicht nur beim gesperrten Coach groß. Ein Spieler übernimmt in der Kabine besonders Verantwortung.
Von
Jan Lehmann
Berlin
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  • Nenad Bjelica jubelte auf der Haupttribüne – der Coach des 1. FC Union Berlin durfte gegen den SV Darmstadt wegen seiner Sperre nicht an der Seitenlinie dabei sein.

    Nenad Bjelica jubelte auf der Haupttribüne – der Coach des 1. FC Union Berlin durfte gegen den SV Darmstadt wegen seiner Sperre nicht an der Seitenlinie dabei sein.

    Matthias Koch
  • An der Seitenlinie wurde Union Berlin von den Co-Trainern Danijel Jumic und Marie-Louise Eta betreut.

    An der Seitenlinie wurde Union Berlin von den Co-Trainern Danijel Jumic und Marie-Louise Eta betreut.

    Andreas Gora/dpa
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Der 1:0 (0:0)-Heimsieg des 1. FC Union Berlin gegen den SV Darmstadt sorgt am Sonntag für etwas Erleichterung in Berlin-Köpenick. Allerdings: Rund um das Stadion an der Alten Försterei ist die Diskussion um Trainer Nenad Bjelica nach dessen Sperre nicht beendet.

Die Tätlichkeit gegen Bayern-Profi Leroy Sané war das vorherrschende Thema rund um das Spiel gegen Darmstadt. Der Sieg gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf der Bundesliga konnte das zumindest ein bisschen beruhigen. Bjelica war sichtlich angefasst von diesem Spiel. Er soll beim Schlusspfiff sogar Tränen in Augen gehabt haben, wurde von der Haupttribüne berichtet.

Im Stadioninnern blieb er danach wortlos, für ihn übernahm Co-Trainerin Marie-Louis Eta die Kommunikation rund um das Spiel. Torschütze Benedict Hollerbach indes gab Einblick in die Kabine. Dort gab es unter anderem eine emotionale Ansprache von Angreifer Kevin Behrens. Hier sind die Reaktionen nach der Partie.

Reaktionen der Trainerin von Union Berlin und des Trainers von SV Darmstadt

Marie-Louise Eta (Union Berlin): „Wir freuen uns über den wichtigen Sieg. Es war das erwartete umkämpfte Spiel. Keine Mannschaft wollte zuviel riskieren. Darmstadt hat es sehr flexibel gemacht. Wir wollten in der zweiten Halbzeit schauen, dass wir etwas zielstrebiger werden. Die Mannschaft kam mit ganz viel Energie auf den Platz. Dann lag es ein bisschen in der Luft, dass wir eher dran sind das Tor zu machen.“

Über die Halbzeitpause berichtete sie: „Die Mannschaft hat untereinander gesprochen, Danijel Jumic hat eine Ansage gemacht, wie wir offensiv besser ins Spiel kommen.“

Torsten Lieberknecht (SV Darmstadt): „Ein enttäuschendes Ergebnis für uns. Beide Mannschaften sind sich taktisch begegnet. Wenn wir uns in die Positionen gebracht haben, waren wir sehr zögerlich im Abschluss. So kommt die Niederlage zustande. Wenn man die Chancen zum Schluss sieht, ist es ein denkbar knappes Ergebnis. Wir sind enttäuscht, weil es möglich war, einen Punkt mitzunehmen.“

Stimmen der Spieler von Union Berlin

Benedict Hollerbach: „Ich muss Kevin Behrens sehr positiv erwähnen. Er hat in der Kabine richtig Verantwortung übernommen und in der Halbzeit ist er sehr laut geworden. Aber wer so laut wird, muss das auf dem Platz auch zeigen und ich finde, das hat Kevin heute überragend gemacht. Er ist extrem viel angelaufen, hat extrem viel gekämpft und gecoacht. Er hat das sehr gut gemacht, was ein erfahrener Spieler machen soll.“

Andras Schäfer: „Wir haben uns wie ein professionelles Team vorbereitet und haben unser Bestes gegeben. Es ist nicht so leicht, im Abstiegskampf zu spielen. Wir sind glücklich, dass wir die drei Punkte behalten. Unsere ersten drei Spiele waren nicht so einfach. Freiburg und Bayern auswärts, dann dieses Sechs-Punkte-Spiel. Es zeigt, dass wir immer noch stark sind. Ich hoffe, dass wir es jetzt Woche für Woche zeigen können.“