Union Berlin gegen Bielefeld
: Warum das Stadion An der Alten Försterei neuen Rasen benötigt

Union Berlin testet gegen Arminia Bielefeld erstmals auf dem neuen Rasen im Stadion An der Alten Försterei. Im vergangenen Jahr sorgte die Spielfläche für Probleme.
Von
Frank Noack
Berlin
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Der Rasen im Stadion An der Alten Försterei von Union Berlin Bielefeld wurde neu verlegt.

Matthias Koch

Wenn der 1. FC Union Berlin am Samstag gegen Arminia Bielefeld testet, dann erwartet die Mannschaft von Trainer Nenad Bjelica ein nagelneuer Rasen. Denn die Spielfläche im Stadion An der Alten Försterei wird wieder erneuert. Spielbeginn gegen den Drittligisten aus Bielefeld ist um 15.30 Uhr.

Es ist das erste und gleichzeitig auch einzige Testspiel in diesem Winter. Denn bereits am 13. Januar geht für die Eisernen aus Köpenick die Mission Klassenerhalt in der Fußball–Bundesliga mit dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg weiter. Die Vorbereitung wird also extrem kurz. „Zwei Wochen Vorbereitung reichen völlig aus“, schmunzelt Union–Stürmer Kevin Volland mit Blick auf diese strapaziöse Zeit.

Apropos extrem kurz: Auch der neue Rasen im Stadion An der Alten Försterei hat nur wenig Zeit, sich einzugewöhnen. Am Dienstag wurden die letzten Reste der alten Spielfläche abgefräst. Am Mittwoch war die Fachfirma aus den Niederlanden dann den ganzen Tag damit beschäftigt, den neuen Rasen Bahn für Bahn zu verlegen. Er kommt auch diesmal aus der Nähe von Schwerin.

Aber warum erhält das Stadion An der Alten Försterei schon wieder einen neuen Rasen? Bei Union Berlin holperte es in der Hinrunde bekanntermaßen nicht nur sportlich. Auch der Rasen war speziell am Ende der Hinrunde in keinem guten Zustand mehr. Dazu kam das traditionelle Weihnachtssingen einen Tag vor Heiligabend. Auch diesmal strömten wieder 28 500 Besucher zu diesem Event. Sie hatten zwar viel Spaß, aber der Rasen wurde durch die vielen Menschen noch weiter in Mitleidenschaft gezogen. Da im Moment keine Wachstumsperiode ist, kann er sich logischerweise auch nicht erholen.

Man brauche für die Mission Klassenerhalt top Bedingungen, heißt es vonseiten des 1. FC Union. Deshalb wird auch diesmal — wie fast in jedem Jahr um diese Zeit — der Rasen ausgetauscht. Die Kosten belaufen sich auf rund 100.000 Euro.

Union Berlin tauscht zweimal den Rasen

Übrigens: Vor einem Jahr um diese Zeit musste der Rasen sogar zweimal getauscht werden. Erst gab es Mitte Januar einen neuen Rasen, Anfang März dann noch einmal. Grund war, dass der neue Rasen erstens zu wenig Sonne, aber zu viel Regen abbekam. Zum zweitens fanden in dieser Zeit insgesamt sechs Spiele statt.

Doch auch dieser neue Rasen tat sich damals schwer. Bei seiner Premiere im Bundesliga–Spiel gegen den 1. FC Köln waren die Kanten noch nicht verwachsen und die Spielfläche zum Leidwesen beider Mannschaften sehr stumpf. Auch Trainer Urs Fischer übte Kritik an der Qualität des Rasens. „Gut war das sicherlich nicht. Das muss man sagen. Ich wünsche mir schon eine andere Qualität“, sagte er am 4. März 2023 nach dem 0:0 gegen Köln.

Diesmal hat der neue Rasen nach dem Testspiel gegen Arminia Bielefeld etwas mehr Zeit, sich in Köpenick zu akklimatisieren. Union Berlin startet mit drei Bundesliga–Auswärtsspielen ins neue Jahr 2024: beim SC Freiburg (13. Januar), beim FSV Mainz (19. Januar) und Bayern München (24. Januar).

Das erste Heimspiel findet erst am 28. Januar gegen den SV Darmstadt statt. Bei den Eisernen hofft man jedenfalls, dass mit der besseren Qualität des Rasens auch die sportliche Holperei auf dem Weg zum Bundesliga–Klassenerhalt aufhört.