10 Jahre PCT Team
: Bestens umsorgt am Lebensende

AnzeigeJubiläum Auch wenn der Tod naht, ermöglichen sie schwerstkranken Menschen ein würdevolles Abschiednehmen bei ihren Liebsten: das Palliative-Care-Team aus Eberswalde. In zehn Jahren hat sich das Netzwerk qualitativ und räumlich hochprofessionell aufgestellt.
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Stehen für ein großes Netzwerk: Geschäftsführerin Marleen Börnert, Nicole Lückfeld, Anja Meyer, Bianka Rettke, Kathrin Seidemann(Leitung Koordination) und Kati Kümmritz (v.l.).

    Stehen für ein großes Netzwerk: Geschäftsführerin Marleen Börnert, Nicole Lückfeld, Anja Meyer, Bianka Rettke, Kathrin Seidemann(Leitung Koordination) und Kati Kümmritz (v.l.).

    Jette Feick
  • Zentrale für die ausschwärmenden PC-Teams: der Altbau der Hospiz-Zuhause-Mannschaft

    Zentrale für die ausschwärmenden PC-Teams: der Altbau der Hospiz-Zuhause-Mannschaft

    Fotos: Jette Feick
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Für schwerkranke Menschen da sein, ihnen schöne, leichte, unbeschwerte Momente schenken, den Abschied erleichtern – für all das steht das Palliative-Care-Team. Seit zehn Jahren gibt es das am Eberswalder Hospiz „Am Drachenkopf“ angesiedelte Angebot, das sich längst in ganz Ostbrandenburg etabliert hat.

Für die allermeisten Menschen ist klar: Wenn das eigene Leben einmal zu Ende geht, dann wünscht man sich an die Seite seiner Liebsten und in die eigenen vier Wände. Und dieser Wunsch kann immer häufiger wahr gemacht werden – dank des Palliative-Care-Teams aus Eberswalde. Zusammengesetzt aus spezialisierten Medizinern, Pflegekräften, Sozialarbeitern und Profis anderer Fachgebiete kümmern sich die Teams um Menschen am Lebensende.

„Dabei geht es nicht nur darum, Symptome wie Schmerzen, Atemnot oder Übelkeit zu lindern, sondern auch darum, sich Ängsten und anderen psychosozialen Nöten anzunehmen“, erklärt Kathrin Seidemann, Leiterin des Koordinationsteams. Kurzum: „Es geht um die bestmögliche Lebensqualität bis zum letzten Atemzug.“

Einsatz rund um die Uhr

Was so einfach klingt, ist alles andere als das. Denn: Alle Mitglieder der jeweiligen Teams sind für die Versorgung von Patienten mit unheilbaren Erkrankungen speziell ausgebildet. Gerade die teilnehmenden Ärzte sind in ihrem Alltag in Krankenhäusern oder Praxen beschäftigt – und kümmern sich nach Dienstschluss oder an freien Tagen um die Patienten. „Und das an sieben Tagen die Woche, 365 Tagen im Jahr“, verdeutlicht Kathrin Seidemann. Mehr noch: Die Teams leisteten nicht großartige Arbeit, sie decken inzwischen auch geografisch einen enormen Bereich ab. Die Gruppen betreuen Schwerstkranke von Schwedt über Eberswalde bis an die Berliner Stadtgrenze, von der polnischen Grenze bis nach Lychen und Zehdenick. Stadt oder Dorf, sogar die entlegensten Winkel fahren die Profis an. Das Wichtigste dabei: „Wir nehmen uns Zeit, gucken nicht auf die Uhr, sondern kümmern uns und hören zu, was Betroffene bewegt. Und wir haben dabei natürlich auch einen Blick auf die Angehörigen, das unmittelbare Umfeld, die genauso ein offenes Ohr und auch mal eine Schulter zum Anlehnen brauchen“, beschreibt Kathrin Seidemann.

Angebot zieht Kreise

Um das überhaupt leisten zu können, ist viel Organisation nötig. Die PCT-Leiterin und ihre vier Kollegen kümmern sich von Eberswalde aus darum und müssen dabei nicht selten wie Jongleure agieren, um alle Bälle – Patienten, Teams und Termine – in der Luft zu halten. Denn die Teams arbeiten an den unterschiedlichen Orten zusätzlich mit ansässigen Pflegediensten und Therapeuten zusammen, wollen Patienten engmaschig betreuen und sich ganz individuell um ihre Bedürfnisse kümmern. „Das bedeutet manchmal auch, dass wir eine Betreuung auf einem Zeltplatz organisieren oder einen letzten Wunsch, eine Reise an die Nordsee, ermöglichen und für die Organisation einen ganzen Tag am Telefon hängen“, erzählt Kathrin Seidemann. Ganz einfach weil jeder Mensch ein würdiges, seinen Wünschen entsprechendes Lebensende verdient habe. „Und hier können wir uns auch keine Zeit lassen, denn die haben die Patienten nicht mehr. Umso stolzer bin ich auf unser ganzes großes Team und alle Beteiligten, die gemeinsam mit viel Herzblut jeden Tag an diesem großen Ziel arbeiten.“

Anfang und Ausblick

Als das PC-Team vor zehn Jahren an den Start ging, musste das inzwischen große Netzwerk erste einmal geknüpft werden. Mediziner und Pflegefachkräfte mussten gefunden und für eine Palliativ-Weiterbildung geworben werden, Kontakte zu Kliniken, niedergelassenen Ärzten, Therapeuten, Selbsthilfegruppen und vielen anderen mehr erst einmal geknüpft werden. Der Wunsch der Patienten ohne Aussicht auf Heilung, nicht im Krankenhaus, sondern ambulant betreut zu werden, war da – die Strukturen waren es längst nicht.

Kontinuierliche Aufbauarbeit, Beharrlichkeit und das Engagement unzähliger Partner waren nötig, um die palliative Versorgung von Patienten und auch die Betreuung von Angehörigen zu ermöglichen. Das PC-Team hat sich etabliert und ist für viele Patienten unverzichtbar geworden. Auch intern ist noch mehr Professionalität eingezogen: Gerade, weil es sich auch für die ausgewiesenen Experten um emotional herausfordernde Situationen bei ihrer Betreuung handelt, gibt es regelmäßige Netzwerktreffen, Fallbesprechungen und Supervisionen. „Wir achten aufeinander, das gilt für unsere Patienten wie für das Miteinander in und über die Teams hinaus“, unterstreicht Kathrin Seidemann. Und natürlich soll das Jubiläum auch einmal zum unbeschwerten Feiern genutzt werden: Am 10. Juni gibt’s von 10 bis 12 Uhr am Drachenkopf für alle Gäste, dem „Geburtstagskind“ zu gratulieren. Am Nachmittag wird dem gesamten Team und den Partner bei einer großen Feier Danke gesagt. ⇥chs

Kontakt: Palliative-Care-Team, Georg-Herwegh-Straße 18, 16225 Eberswalde, Tel. 03334 819380, www.hospiz-zuhause.de, E-Mail: sapv@hospiz-zuhause.de

Wir freuen uns auf alles, was noch kommt