15 Jahre Bürgerhaus Neuenhagen
: Ein Neubau mit Kultstatus

AnzeigeInstitution Eigentlich sind Kulturhaus und Bibliothek viel älter. Aber die Eröffnung des Neubaus an der Hauptstraße ist auch schon wieder 15 Jahre her: Grund genug zum Feiern. Von Tim Johnschker
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Markante Ecken: Das Bürgerhaus etablierte sich auch als Neubau wieder zu einer Institution mit Kultcharakter.

    Markante Ecken: Das Bürgerhaus etablierte sich auch als Neubau wieder zu einer Institution mit Kultcharakter.

    Tim Johnschker
  • Ralf Lauckner (von links), Stefanie Reich, Jenny Lyson und Marleen Gresförder informieren über die Jubiläumsfestwoche, die am Freitag begann und bis einschließlich 27. Juni läuft.

    Ralf Lauckner (von links), Stefanie Reich, Jenny Lyson und Marleen Gresförder informieren über die Jubiläumsfestwoche, die am Freitag begann und bis einschließlich 27. Juni läuft.

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  • Ralf Lauckner (von links), Stefanie Reich, Jenny Lyson und Marleen Gresförder informieren über die Jubiläumsfestwoche vom 19. bis 27. Juni im Bürgerhaus. ⇥Foto: Tim Johnschker

    Ralf Lauckner (von links), Stefanie Reich, Jenny Lyson und Marleen Gresförder informieren über die Jubiläumsfestwoche vom 19. bis 27. Juni im Bürgerhaus. ⇥Foto: Tim Johnschker

    Foto: Tim Johnschker
  • Drei unter einem Dach feiern jetzt gemeinsam ein Jubiläum: Bibliothek, Kulturhaus und Restaurant „Morstein‘s“.

    Drei unter einem Dach feiern jetzt gemeinsam ein Jubiläum: Bibliothek, Kulturhaus und Restaurant „Morstein‘s“.

    Tim Johnschker
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Was fällt Ihnen zuerst ein, wenn Sie an Neuenhagen denken?“, fragt Stefanie Reich, noch bevor unser Gespräch richtig begonnen hat. „Na, Bürgerhaus, Rathaus, Arche, Dorfkirche …“ zählt der leicht verdutzte Reporter sofort auf.

„Sehen Sie!“ – die langjährige Leiterin der Anna-Ditzen-Bibliothek und Ralf Lauckner, Leiter des Veranstaltungszentrums Bürgerhaus Neuenhagen, lächeln. Auch Marleen Gresförder, die kaufmännische Assistentin, und Bibliothekarin Jenny Lyson gesellen sich dazu.

„Wir haben hier zwar täglich viel zu tun, aber uns trotzdem dafür entschieden, zum 15-jährigen Jubiläum etwas Zusätzliches anzubieten“, erzählt Stefanie Reich. „Das Haus ist ja ein Aushängeschild der Kulturgemeinde Neuenhagen und wurde ursprünglich für die über 70 Vereine im Ort konzipiert. Ein Haus für die Bürger eben.“

Inzwischen ist es aber weit mehr. Es hat sich längst auch zum Veranstaltungszentrum der Region etabliert, in dem unterschiedliche Veranstaltungsformate für alle Generationen stattfinden. Das Haus ist aufgrund der guten Verkehrslage und Erreichbarkeit am Berliner Stadtrand, seiner Größe und Ausstattung bei namhaften Agenturen ein gefragter Partner. Hier starten viele bundesweite Konzerttourneen oder enden im finalen Abschluss.

Im Saal und in den Vereinsräumen fanden voriges Jahr 94 Veranstaltungen durch Anmietungen verschiedenster Künstler statt. Hinzu kamen 13 eigene Veranstaltungen und über 280 externe Nutzungen für Konferenzen und Tagungen. Und natürlich gibt es hier auch die regelmäßigen Proben und Trainings diverser Vereine und Kulturgruppen – vom Chor über Tanzgruppen bis hin zu Malkursen und Schachturnieren.

Über 100.000 Entleihungen analoger und digitaler Medien konnte die Anna-Ditzen-Bibliothek in dem modernen Haus allein im vergangenen Jahr verzeichnen: ein neuer Rekord! Zum festen Bestand gehören heute 53.000 analoge und digitale Medien, wobei der Anteil der Bücher immer noch überwiegt; auch bei den Entleihungen. Zusätzlich runden 275 Veranstaltungen vom Bilderbuchkino bis zur Autorenlesung die Leseförderung ab. Da bleibt tatsächlich kaum noch eine Lücke für den eigenen Geburtstag, oder?

„Wir wollen diese 15 Jahre auch als Wertschätzung für unsere eigenen Mitarbeiter hier feiern“, sagt Ralf Lauckner. „Denn wenn hier nicht wirklich alle mit ganz viel Herzblut dabei wären und immer dann arbeiten, wenn andere ihre Freizeit genießen, wäre das Bürgerhaus heute nicht das, was es tatsächlich ist: ein lebendiger Ort für die Bürger. Und wenn wir gerade bei Wertschätzung sind, möchten wir auch gern einmal sagen, dass wir sehr froh darüber sind, dass die Gemeinde immer schützend ihre Hand über dem Haus hält und dahintersteht. Das ist nicht selbstverständlich, weil es eine freiwillige Aufgabe ist. Und dafür sind wir sehr dankbar.“

Elf Mitarbeitende halten das Veranstaltungszentrum und die Bibliothek ständig am Laufen. „Wir haben zum Beispiel zwei Haus- und einen Veranstaltungstechniker“, verrät Marleen Gresförder.

„Wenn man sich mal vorstellt, wie viel Wochenenden ein Jahr nur hat und dass bei uns aber über hundert Veranstaltungen im Jahr laufen, dann ahnt man, was hier zu leisten ist. Hinzu kommen ja noch die ganzen Konferenzen. Die Kollegen arbeiten hier oft bis tief in die Nacht, mit echtem Engagement und großem Einsatz“. Und das soll von Mitte bis Ende Juni auch gebührend gefeiert werden.

Am Sonntag, dem 21. Juni, zur Fête de la Musique heißt es von 15 bis 18 Uhr „Sonntag – Tanzen statt Sofa“ mit Jam‘s Tanzhaus, von und mit den Machern der Band „Polkaholix“. Kreis- und Kettentänze, Mazurka, Polka, Rheinländer sowie Schottisch laden zum Mittanzen ein.

Am Donnerstag, 25. Juni, liest Boris Pfeiffer für Familien Open Air auf der Wiese ab 16 Uhr ‚Die drei Fragezeichen’: „Für diese Veranstaltung der Bibliothek ist der Eintritt frei, aber wir bitten vorab um Anmeldung“, so Bibliothekarin Jenny Lyson.

Für die Lesung mit dem Berliner Autoren Mikis Wesensbitter mit dem Titel „Wir hatten ja nüscht im Osten“ am Freitag, dem 26. Juni, um 19 Uhr gibt es noch Tickets für fünf Euro, aber auch nur direkt in der Bibliothek.

Ralf Lauckner freut sich besonders auf die große 80-er Show am Samstag, dem 27. Juni, von 18 bis 23 Uhr. Das ist zugleich der krönende Abschluss der Jubiläumswoche und findet als Open Air im Garten des Bürgerhauses statt. Nach einem DJ-Battle mit Elke Peper (Diskothek mit PEP) und Remmi von Demmi folgt das Livekonzert mit „Blind Passenger“. Sie präsentieren den 80er Express: Der Kartenvorverkauf für alle Veranstaltungen läuft bereits seit einiger Zeit.

Das Team ist auch sehr gespannt auf den „Kaffee-Klatsch“ am kommenden Montag, dem 22. Juni. Bei freiem Eintritt heißt es im Saal ab 15.30 Uhr: „Vom Kulle zum Bürgerhaus. Dabei wollen wir uns mit möglichst vielen Besuchern an Anekdoten und Geschichten erinnern“. Zum Beispiel an die schicksalhafte Silvesternacht, in der beim Requisitenräumen auf dem Dachboden fast die Decke eingestürzt wäre.

Und über den Aufschrei danach, als der Abriss des alten Hauses bekanntgegeben werden musste. Oder wo die Kronleuchter aus dem Saal heute abgeblieben sind?

„Die würden wir in Zukunft auch gern wieder hier im Bürgerhaus präsentieren. Und sicher gibt es noch viele weitere Episoden, die wir uns gemeinsam erzählen sollten“, laden Stefanie Reich und Ralf Lauckner ein.

Das Restaurant „Morstein‘s“ gibt es übrigens seit 14 Jahren, also fast genauso lange wie das Bürgerhaus selbst. Liebevoll und professionell geführt von den beiden Inhabern Nicole und Alexander Morstein, bietet es in einem modernen, dennoch zeitlos-eleganten Ambiente einen Platz zum Wohlfühlen.

Die Gäste können hier eine entspannte Zeit in angenehmer Atmosphäre verbringen und beim Genuss der bodenständigen und saisonalen Küche die Sorgen des Alltags hinter sich lassen.

Weitere Informationen unter buergerhaus-neuenhagen.de

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