20 Jahre Hoffmann Brillen: Involviert in die Belange der Stadt
René Hoffmann ist in Eberswalde nicht nur für seine Brillen bekannt. „Der Brillenball ist schon Traditionsveranstaltung“, meint er. „Den habe ich als Angestellter schon organisiert, ab 1996. Wir sind ungefähr gleich alt mit Jazz in E. Damals haben mich Kunden angesprochen: Wir haben hier keine Möglichkeit, niveauvoll zu feiern und zu tanzen.“
Was der Jung-Optiker anfangs für etwa 150 bis 200 Leute auf die Beine stellte, wuchs bald zur jährlichen Großveranstaltung an – beliebt bei den Stammbesuchern als das Ereignis, bei dem gepflegte Kleidung gewünscht ist. Dazu gibt es Livemusik und Showelemente, in diesem Jahr am 23. Mai ab 20.30 Uhr im Haus Schwärzetal unter dem Motto „Dirty Dancing“. Selbst während der Corona-Pandemie fanden René Hoffmann und seine Mitstreiter eine Möglichkeit, den Ball stattfinden zu lassen. „Wir haben die Party nach draußen verlagert und dreimal im Familiengarten gefeiert. Da hatten wir zum Glück schönes Wetter.“
Auch die Idee für den Stadtlauf Eberswalde entstand bei einem Frühstück im Keller des Sehzentrums an der Eisenbahnstraße 72. „Wir hatten schon die Selbstständigkeit am Hals, da haben wir das auch noch ausgeheckt“, erzählt Hoffmann.
Seine Zeiten als aktiver Fußballer seien schließlich mit der Lehre beendet gewesen. „Da braucht man eine Regelmäßigkeit, die ich nicht mehr leisten konnte.“ René Hoffmann kickte nur noch nebenbei: „Gesundheitlich der größte Fauxpas, man ist nicht mehr im Training.“ So sei er schließlich beim Laufen gelandet. „Aber ich bin ein Teamspieler. Wir hatten auch lange das Ritual in der Firma und sind Sonnabend nach Feierabend zusammen gejoggt. Und da haben wir uns gefragt: Warum hat Eberswalde eigentlich keine Laufveranstaltung?“
Zuerst habe er sehr skeptische Rückfragen bekommen: „6,5 Kilometer, weißt du, wie weit das ist? Du schaffst es nie, die B167 zu sperren.“ Doch mit dem damaligen Bürgermeister Boginski, so Hoffmann, habe er sich gut verstanden: „Friedhelm, wie sieht’s aus?“ Als weitere frühe Unterstützer nennt er seinen ehemaligen Sportlehrer Andreas Kaufhold, den „begnadeten Marathonläufer“ Prof. Jan König und [Josef Keinhof] von der Sparkasse, die ihn „echt beflügelt“ hätten.
Zur Organisation des Stadtlaufs gründete sich der Verein „Partner für Gesundheit“, der inzwischen im 20. Jahr Sponsoren sucht, Strecken absteckt, Tonnen an Bananen, Äpfeln und Melonen herankarrt, die Läufer mit Wasser versorgt und anschließend das, was von den Startgebühren übrig bleibt, an soziale Projekte spendet. „Wir machen das alles ehrenamtlich“, stellt der Vereinsvorsitzende Hoffmann klar, der die Veranstaltung auch immer moderiert. „Wir haben vor einigen Jahren eine Präsentation erarbeiten lassen, zum Teil haben wir uns nur dank der Fotos erinnert, wen wir schon alles bedacht haben. Die Ruferin Eberswalde: Stadtlauf. Die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt, für mich die schönste im Landkreis: Stadtlauf. Das wissen die wenigsten. Die Adlerköpfe an der Goethetreppe: Stadtlauf. Ganz viele Kitas, Vereine, Blaulichtfamilie, …“ Für ihn selbst ist aber auch der Volksfestcharakter des Laufes wichtig. „Wenn Schulklassen den Teamgedanken pflegen, wenn das Kind, der Papa, die ganze Familie laufen – das ist das schönste.“
Zusätzliche Modalitäten und Strecken sind der Zwischenzeit dazu gekommen, sei es Nordic Walking oder der Handicaplauf. Die längste Strecke sind inzwischen zehn Kilometer, durch den Familiengarten. „Das ist immer der erste Lauf am Stadtlauf-Tag“, so Hoffmann. Die Präzisierung ist nötig, da es seit dem Pandemie-Jahr 2020 auch einen zeitunabhängigen individuellen Lauf gibt, die Stadtlaufzeit. Sie beginnt in diesem Jahr am 1. August und endet zwei Tage vor dem Wettkampftag am 11. September. Es ist völlig egal wann, wo und wie viel gelaufen wird. Aber wer sich offiziell anmeldet und bei Hoffmann & Brillen die Startnummer vorzeigt, bekommt eine der begehrten Stadtlauf-Medaillen. „Die gestaltet seit 20 Jahren Klaus Deutsch aus Britz“, so Hoffmann. „Das sammeln die Leute.“ In diesem Jahr wird als neuer Lauf eine Wanderung angeboten; am 29. August ab 9 Uhr vom Wald-Solar-Heim über Spechthausen durch die Natur.
Für ihn selbst, sagt René Hoffmann, ist es in diesem Jahr die letzte Veranstaltung. „Ich übergebe ab dem 20. Stadtlauf an die Jugendfraktion.“

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