25 Jahre Tischlerei Herbst: Alles außer Standard
Die Fotos, die Tischlermeister Guido Herbst zu seiner Jubiläumsfeier ausstellt, sprechen für sich. Den Kopf will man schräglegen angesichts der historisch anmutenden Kassettentür, die oben mit der Deckenschräge abschließt. Aber auch die Kassettendecke, die seine Mitarbeiter für die Sanierung der Eberswalder Märchenvilla ab 2002 anfertigten, sieht mit ihrem Blattmuster beeindruckend aus. „Wir haben damals die Treppe gebaut und die Kassettendecke gefertig“, erinnert sich Herbst auf die Frage nach seinen schönsten Aufträgen. „Und dann natürlich auch sehr schöne Aufträge in Berlin, wo historische Villen saniert wurden. Da haben wir oft Türen oder Heizkopfverkleidungen nachgebaut.“
Ganze Palette
Mit seinem Betrieb in Liepe deckt Guido Herbst „eigentlich die ganze Palette Tischlerarbeiten“ ab, wie er selbst sagt: Tischlerei von Türen, Anfertigung von Treppen, im kleinen Stil auch Möbel. „Meistens ganz individuelle, oft ein bisschen historisch angelehnte Möbel“, erläutert er. Oft seien es Einbaumöbel, die von Anfang an auf die individuellen Gegebenheiten zugeschnitten werden müssen. Nur Standard, das gibt es bei Guido Herbst nicht.
Seit dem 1. April 2001 ist der Tischler selbstständig. Schon während der Ausbildung 1991 bis 1994 habe er
„eigentlich schon immer den Wunsch gehabt, mich mal irgendwann selbstständig zu machen“. Weiterer Antrieb kam während der anschließenden Arbeit in Angermünde von seinem damaligen Meister: „Er hat mich auch so ein bisschen motiviert dazu, einfach mal den Schritt zu wagen, den Meister zu machen.“ In dem Betrieb habe es dann aber persönliche Spannungen gegeben. „Da habe ich den Schritt einfach gewagt, einfach in kaltes Wasser gesprungen und habe gesagt: Jetzt oder nie! Jetzt machst du es selbstständig.“ Zumal der 1. April auch noch sein Geburtstag war.
Zunächst gab es nur ein kleines Nebengelass bei Herbsts Wohnhaus an der Triftstraße. „Das war sehr klein“, gibt er zu. Nach einem Jahr stellte er den ersten Lehrling an - Andreas Weimann, der heute noch in der Tischlerei Herbst arbeitet. Dann ging es dank des großen Auftrags in der Märchenvilla „ganz schnell bergauf“, erinnert sich der Chef. „Vielleicht viel zu schnell“, denkt er heute. Zu Spitzenzeiten habe er zehn Mitarbeiter beschäftigt. Doch Zahlungsausfälle und schwierige Baustellen führten zeitweise zu finanziellen Herausforderungen. Die Firma schrumpfte auf zwei Mitarbeiter.
Raum für Investitionen
„Irgendwie“ habe er sich da wieder herausgekämpft, weiß Guido Herbst zu den kommenden Jahren nur zu sagen. Doch das neue Gebäude an der Ernst-Thälmann-Straße 10 scheint ihm ab 2017 Glück gebracht zu haben. „Hier war dann auch mehr Platz“, sagt der Tischler, Raum für Investitionen. „Wir haben uns 2017 und 2019 noch mal teilweise neue Maschinen angeschafft, diese Säge- oder Fräsehobelmaschine, auch noch andere Kleinmaschinen.“ Inzwischen habe er auch wieder drei Tischlergesellen. Der neueste Mitarbeiter Hannes Schulz war 2024 Brandenburgs Landesmeister im Tischlerhandwerk.
Für die Jubiläumsfeier hat es Guido Herbst geschafft, noch im April zu bleiben – und gleichzeitig schönes Wetter zu haben. Die Feier sei „erstmal ein großes Dankeschön an alle Beteiligten“, sagt der Firmengründer. „Es sind ja sehr viele Auftraggeber hier; Architekten, Partner, Firmenpartner. Wir wollen ein bisschen zurückblicken auf die gute Leistungsarbeit, die wir die letzten 25 Jahren mit allen Partnern getätigt haben.“
Das hofft Guido Herbst auch für die kommenden Jahre aufrecht zu erhalten. „Ich freue mich, dass es so gut weiter vorangeht, wie es die letzten Jahre ging.“
Kontakt
AdresseTriftstraße 1416248 Liepe
E-Mailinfo@tischlerei-herbst.de
Telefon033362 70887

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