Bauen und Wohnen
: Grün für die Fassade

AnzeigeAufwertung Die Hauswand von Pflanzen bewachsen: Begrünte Fassaden sorgen dafür, dass es sich an Sonnentagen drinnen nicht so aufheizt.
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Redaktion Sonderthemen
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Pflanzen an der Fassade sorgen im Sommer für Schatten und im Winter für zusätzliche Dämmung. ⇥⇥Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa-mag

Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa-mag

Weitere Vorteile: Das Grün filtert Feinstaub aus der Luft, hellt die Stimmung auf, bietet Vögeln und Insekten Lebensraum und mindert Schall. Darauf weist der Verband Fenster + Fassade (VFF) hin. Allerdings: so eine Pflanzenfassade muss auch dauerhaft gepflegt werden.

Wichtig ist etwa ein regelmäßiger Rückschnitt. Je nachdem, wie die Begrünung gestaltet ist, müssen technische Anlagen und Befestigungen kontrolliert und gewartet werden. Umso wichtiger, vorab genau zu planen, in welchem Umfang und auf welche Weise die Fassade begrünt werden soll.

Grundsätzlich gibt es laut dem Verband zwei Formen: Entweder wachsen Kletterpflanzen vom Boden aus an Rankhilfen nach oben, oder es werden Pflanzgefäße direkt an der Fassade befestigt. Für beide Varianten rät der VFF zu einem Fachbetrieb. Auch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hält den Rat von Fachleuten für sinnvoll, wenn es über eine Kletterrose oder Clematis auf dem Balkon großflächiger hinausgeht.

So muss die Planung die Zusatzbelastung durch Pflanzen, Wasser oder Wind berücksichtigen. Fenster, Balkone, Sonnenschutzanlagen oder Rettungswege dürfen nicht beeinträchtigt werden und müssen zugänglich bleiben. Die Fassade darf nicht zu dicht bewachsen sein, die Luft muss zirkulieren, Feuchtigkeit sollte nicht an der Wand stehen bleiben. Bei einem aufwändigeren System müssen Bewässerung und Entwässerung stimmen.

Diese Pflanzen eignen sich

Wer die Begrünung direkt in den Boden pflanzt, hat laut Nabu die Wahl zwischen Selbstklimmern und Gerüstkletterpflanzen. Efeu und Wilder Wein etwa bewachsen ein Gebäude ohne Rankhilfe. Dagegen brauchen schlingende und rankende Pflanzen sowie Spreizklimmer etwas Unterstützung. Dazu gehören Blauregen, Weinrebe, Kletterrose oder Geißblatt.Was allerdings vor allem bei den unvorhersehbarer wachsenden Selbstklimmern wichtig ist: Dass man sie durch regelmäßiges Schneiden leitet und nicht überhandnehmen lässt. Auch muss die Fassade absolut intakt sein, sonst können diese Pflanzen Bauschäden verursachen. Schlingende Pflanzen wiederum müssen in Schach gehalten werden, so der Nabu, damit sie nicht zum Beispiel die Regenrinne „erwürgen“.

Nach Förderung erkundigen

Wer plant, sein Haus von Pflanzen bewachsen zu lassen, sollte nach möglichen Förderungen fragen. Zwar werden Fassadenbegrünungen aktuell im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nicht als eigenständige Einzelmaßnahme gefördert. Aber manche Kommunen und Bundesländer bieten eine Förderung über entsprechende Programme zur urbanen Begrünung an.⇥dpa