Bauen & Wohnen Spezial: Kinderzimmer gut planen

Kinder wünschen sich genug Platz zum Spielen, Lernen und Entspannen. ⇥Foto: SchwörerHaus / J. Lippert
⇥Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-magIn den Städten ist Wohnraum zum teuren Gut geworden. Familien fehlt es an Freiraum für das Wohnen mit Kindern. Vor allem in den Zimmern, in denen der Nachwuchs schläft, spielt und lernt, kommt es mehr denn je auf kreative Planung an.
Für Kinderzimmer empfehlen Experten eine Größe von etwa 14 bis 18 Quadratmetern. Das ist nicht viel Platz, wenn man bedenkt, wofür der Nachwuchs den Raum alles nutzen will. Ritterburgen oder Eisenbahnen werden aufgebaut. Die ganz Kleinen beschäftigen sich mit Puppen, die Größeren mit Bastelarbeiten. Überall liegt Spielzeug herum. Platzreserven drohen spätestens auszugehen, wenn im Grundschulalter der Schreibtisch einzieht.
Ein Raum, viele Anforderungen
Für die Planung eines gut eingerichteten Kinderzimmers sollten Eltern im Auge haben, dass sich die Bedürfnisse ihrer Kinder im Laufe der Zeit ändern. Sie sollten daher Elemente und Funktionen möglichst variabel gestalten. Das Ideal: Ein Raum, der mitwächst! Klare Zonen für Spielen, Lernen und Entspannen anzulegen, hilft Kindern zudem, sich zu orientieren und fördert den Ordnungssinn.
Trennen, verbinden, erweitern
Mit Raumteilern und Schiebetüren kann man selbst kleinen Räumen Struktur geben und eine flexible Nutzung im Tagesverlauf gewährleisten. Nachmittags bewegen sich Geschwister oder Freunde auf möglichst viel Fläche. Abends werden Bereiche abgetrennt, um eine ruhige Umgebung für die Schlafenszeit herzustellen. Eingebaute Schränke, ein Hochbett oder Podeste erweitern den Stauraum für Spielsachen und andere Dinge, ohne dass der Raum überladen wirkt.
Die zweite Ebene
„Es kann eine gute Idee sein, in das Zimmer eine zweite Ebene einzuziehen, zum Beispiel als Schlafplatz oder für den Schreibtisch“, sagt Krzysztof Pompa von der BHW. „Vor dem Einbau sollte eine Fachfirma sicherstellen, dass alle relevanten Bau- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.“ Im Zweifelsfall holt man sich Rat von einem Statiker. Wer umbaut, sollte auf stabile Materialien, ausreichende Raumhöhe – idealerweise mindestens 2,40 Meter – und auf gute Licht- und Luftverhältnisse achten. Viele Einbauten lassen sich auch in Eigenregie umsetzen.
⇥il/hü

Anzeige
-
Anzeige
-