In guten Händen - Pflegeratgeb: Sport für`s Herz

Übungen mit einem Theraband können Muskeln stärken und die Kondition verbessern.⇥Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Sebastian GollnowMit schwingenden Armen durch die Halle spazieren oder „Rudern“ mit dem Gymnastikband: Wer zum Herzsport geht, kann dort eine Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining erwarten. Auch Koordination und Beweglichkeit werden geübt. Und zwar alles so dosiert, dass das Training das Herz zwar fordert, aber nicht überfordert.
In einer Herzgruppe kommen maximal 20 Personen mindestens einmal pro Woche zum Sport zusammen. Ein qualifizierter Trainer oder eine qualifizierte Trainerin leiten die Sporteinheiten. Außerdem werden die Teilnehmenden von einem Arzt oder einer Ärztin betreut. Er oder sie misst beispielsweise vor der Kursstunde den Puls.
1. Wer kann sich beim Herzsport anmelden?
Koronare Herzerkrankung, stabile Angina Pectoris, Herzinfarkt: Wer eines dieser Themen mit seinem Herzen hat oder hatte, kann sich bei einer Herzsportgruppe anmelden, so die Deutsche Herzstiftung. Wer sich gut vorstellen kann, regelmäßig in der Gruppe Herzsport zu machen, spricht das am besten bei der Kardiologin oder dem Hausarzt an und lässt sich beraten.
2. Wie findet man eine Herzsportgruppe?
Herzsport ist eine Form des sogenannten Rehasports. Über die Internetseite „reha-sportsuche.de“ des Deutschen Behindertensportverbandes kann man Herzgruppen in der Nähe finden. Ist ein Verein bzw. ein Anbieter gefunden, erfolgt ein zumeist ein Beratungsgespräch, auch für den passenden Kurs.
3. Wie sieht es mit den Kosten aus?
Ärztinnen und Ärzte können die Teilnahme an einer Herzgruppe verordnen. Die gesetzliche Krankenversicherung oder die Rentenkasse übernimmt dann die Kosten dafür. In aller Regel werden laut der Deutschen Herzstiftung bei einer Erstverordnung 90 Übungseinheiten in zwei Jahren bewilligt. Wer privat versichert ist, muss vorab die Kostenübernahme klären, erklärt das Informationsportal „dein-rehasport.de“. ⇥dpa-mag