Unsere Rapse: Früchteparadies: Süß und saftig
Seit 1997 ist das Früchteparadies für viele Eberswalder eine feste Adresse, wenn es um frisches Obst, Gemüse und besondere Delikatessen geht. Gegründet wurde das Geschäft von Alexander Gordijenko einst im Westend am Kino, heute sitzt dort eine Fahrschule. Viele Stammkunden aus dieser Zeit halten ihm bis heute die Treue und fahren inzwischen in die Rathauspassage, wo das Früchteparadies seit 2008 ansässig ist. Seit Januar befindet sich der Laden dort an einem neuen Standort innerhalb der Passage.
Dass Alexander Gordijenko sein Handwerk versteht, merkt man schnell. Er war zunächst bei einer großen Obst- und Gemüsefirma tätig, erzählt er, verkaufte an einem Stand von gerade einmal drei Metern – „wie auf dem Markt“. Später arbeitete er als Lagermeister, bevor er sich selbstständig machte.
Bis heute fährt er immer noch gerne zwei- bis dreimal pro Woche nachts zum Großmarkt. „Vor dem Kauf probiere ich alles“, sagt er. Geschmack, Saftigkeit, Reife und Preis müssten zusammenpassen. Im Sommer kommt viel Ware aus der Region: Erdbeeren, Tomaten oder Gurken aus dem Oderbruch, Honig aus Eberswalde, Bio-Äpfel aus Werder, Eier aus Brandenburg. Auch Paprika aus Wittenberg gehören zum Sortiment. Dazu kommen Spreewälder Spezialitäten wie Sauerkraut und eingelegte Gurken in zahlreichen Geschmacksrichtungen.
Besonders gern bietet Gordijenko auch Exoten an. Er selbst liebt Ananas, Granatäpfel und Flugmangos. Letztere überzeugen mit tiefgelbem, fast cremigem Fruchtfleisch und intensivem Aroma. Auch bei Kiwis zeigt sich die Vielfalt: In der Auslage liegen Früchte mit klassischem grünem Fruchtfleisch, mildere gelbe Kiwis und sogar rote, die in der Mitte einen pinken Ring aufweisen und eine fast blumige Note mitbringen.
Daneben finden Kunden italienische Süßigkeiten, Nudeln, Lambrusco aus Sizilien oder Spezialitäten aus der ehemaligen Sowjetunion. Wer etwas Bestimmtes sucht, kann Alexander Gordijenko auch Bestellungen mitgeben – vom Schinken bis zu genau den richtigen Früchten für die Erdbeermarmelade. Die Familie kocht selbst Aprikose-Mandel- oder Erdbeer-Passionsfrucht-Aufstriche und kann Kunden so auf die Aromaerdbeeren hinweisen, die sich dafür besonders gut eignen: Die Kreuzung aus Wald- und Gartenerdbeeren ist etwas weicher und damit zwar weniger lagerfähig, schmeckt dafür aber frisch und noch süßer.
Ob Honigtomaten zum Naschen, kernlose Wassermelonen für Kinder oder Aprikosen, die inzwischen auf deutschem Boden einen überraschend vollen Geschmack entwickeln – im Früchteparadies zeigt sich, dass gute Ware Erfahrung braucht. Oder, wie Alexander Gordijenko sagt: „Es muss alles zusammenpassen: Obst muss saftig sein, nicht zu sauer; der Geschmack und die Qualität müssen stimmen.“⇥eis

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