Mein Ketzin
: Gegen Etziner Windenergieanlagen

AnzeigeRepowering soll Montag beschlossen werden – hohe Einnahmen für Stadt erwartet.
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung

39 WKA produzieren auf Ketziner Territorium derzeitig Strom. Durch Repowering will die e.dis Natur bei Etzin acht abbauen und durch sieben leistungsfähigere ersetzen.⇥Foto: Wolfgang Balzer

Wolfgang Balzer

Insgesamt 39 Windenergieanlagen produzieren derzeit auf Ketziner Territorium Strom. Acht der e.dis Natur gehörende beabsichtigt diese nach über 20 Jahren Nutzungszeit durch nur noch sieben neue, leistungsfähigere Anlagen zu ersetzen. Und zwar sollen diese bis zu 246 Meter Gesamthöhe aufweisen. Bisher verlief die Diskussion über dieses Repowering sachlich mit Austausch der Argumente, aber in den kommunalen Gremien der Stadt immer mit einer knappen Mehrheit für das Repowering.

Am kommenden Montag, 11. Mai 2026, sollen die Stadtverordneten in öffentlicher Sitzung endgültig entscheiden, ob der bis heute gültige Bebauungsplan dafür geändert werden soll. Allerdings ohne eine Höhenbegrenzung für die sieben Windkraftanlage (WKA) zu benennen aber mit der Festlegung, dass das Repowering mit der größtmöglichen Entfernung zur Wohnbebauung erfolgt. Die alten Fundamente sollen entfernt, aber auch neue Wege zu den künftigen Anlagen gebaut werden.

Seitens e.dis wurde die Zusicherung gegeben, dass jährlich pro MWh 5.000 Euro in die Stadtkasse gezahlt werden, dazu noch 0,2 Cent pro eingespeist kWh. Ferner sollen rund 90 Prozent der Gewerbesteuer in Ketzin/Havel verbleiben. Das sind in den nächsten Jahren für die Stadt dringend benötigte Einnahmen.

Wenige Tage vor der beabsichtigten Änderung des Bebauungsplanes gibt es neuerdings Widerstand gegen den Beschlussentwurf. In einem Positionspapier der Bürgerinitiative (BI) Uetz-Paretz, die sich gegen die Installation von Photovoltaikanlagen beiderseits der Straße von Uetz nach Paretz wehrt, heißt es unter anderem: „…das muss unbedingt verhindert werden“. Der Beschluss wäre weder nötig noch sinnvoll. Es gäbe bereits Gespräche darüber, ob und inwieweit diese WKA als Alternative zu den geplanten Solarfeldern zwischen Uetz und Paretz betrachtet werden sollten. Stadtverordnete sollten entsprechend kontaktiert werden. So dürfte es am Montag eine neue, gründliche und vielleicht auch heftige Diskussion über die Änderung des B-Planes geben, falls der BI mehrheitlich Rederecht eingeräumt wird.⇥bal

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