Tag der Pflege
: Was ändert sich 2026 für die Pflege zuhause?

AnzeigeVorschau Keine Erhöhungen, aber mehr Befugnisse
Von
Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung

Mehr Geld gibt es nicht, dafür aber mehr Befugnisse.⇥Foto: stock.adobe.com

shurkin_son - stock.adobe.com

Die bisher fest beschlossenen Änderungen betreffen vor allem die gesundheitliche Prävention, größere Befugnisse für Pflegefachkräfte und den Bürokratieabbau.

Gesundheitliche Prävention

Die Vorsorge war bislang nicht in der häuslichen Pflege angekommen. Das soll sich jetzt ändern. Eine zentrale Rolle sollen dabei die Fachkräfte vor Ort spielen, also ambulante Pflegefachkräfte und die Pflegeberater. Sie sollen über Möglichkeiten der Prävention informieren und passende Angebote empfehlen. Das können zum Beispiel Kurse zu Themen wie Ernährung, Mobilität, Sturzprophylaxe oder dem Umgang mit Stress sein. Die finden dann entweder in der Nähe des Wohnorts statt oder online, je nach Angebot. Entscheidend ist dabei nur, dass die Präventionskurse von den Kassen anerkannt sind.

Weniger Pflichttermine

Die sogenannten Beratungseinsätze nach 37.3 sind Beratungsgespräche mit Pflegeexperten. Sie sollen Pflegebedürftige und pflegende Angehörige bei der Organisation, Finanzierung und Durchführung der häuslichen Pflege unterstützen.

Wer Pflegegeld bezieht und keine Unterstützung von einem ambulanten Pflegedienst erhält, ist sogar verpflichtet, regelmäßig einen Beratungseinsatz durchzuführen. Ab sofort sind für den Pflegegrad 2 bis 5 nur noch halbjährliche Beratungseinsätze nötig.

Die zusätzlichen Termine bei Pflegegrad 4 oder 5 können aber auf Wunsch weiterhin stattfinden und bleiben auch kostenlos.

Verhinderungspflege nicht rückwirkend

Die Verhinderungspflege ist auch als „Ersatzpflege“ bekannt. Wenn eine Pflegeperson in der häuslichen Pflege ausfällt, kann darüber eine Ersatzpflegeperson finanziert werden.

Wenn alle Nachweise vorlagen, konnten Zahlungen für Verhinderungspflege bis einschließlich 2025 für bis zu 4 Jahre rückwirkend beantragt werden. Das ändert sich: Die Kostenerstattung für Verhinderungspflege ist ab 2026 nur noch für das aktuelle und für das vorige Kalenderjahr möglich.⇥pflege.de

Neuerungen im Überblick

- Gesundheitliche Prävention in der häuslichen Pflege- Weniger 37.3 Pflichttermine- Verhinderungspflege nicht mehr 4 Jahre rückwirkend- Verbesserungen für Digitale Pflegeanwendungen (DiPA)- Mehr Befugnisse für Pflegefachkräfte- Weniger Dokumentationspflichten

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-