650 Jahre Fredersdorf-Vogelsdo: Wenn Vergangenheit und Zukunft Hand in Hand gehen
Vor 650 Jahren, also 1376, wurden die beiden Dörfer Fredersdorf und Vogelsdorf erstmals urkundlich im Landbuch von Kaiser Karl IV. erwähnt – als „Frederikstorpp“ und „Vogilsdorf“. Viele historische Zeugnisse sind bis heute erhalten: die Kirchen, das Mausoleum und der Gutshof am Verdiesplatz zeugen von einer reichen Vergangenheit. Sogar ein Schloss, genauer gesagt ein Rittergut, hat es hier einmal gegeben. Nach der Wende wurde es abgerissen. Ein besonderes Highlight ist die alte Fredersdorfer Mühle, die ab 1835 von Carl Gottlob Bohm zur „Bohmschen Fabrik“ ausgebaut wurde und ein bedeutendes Beispiel für den industriellen Aufschwung der Region ist. So war die Fabrik unter anderem an der Errichtung der Siegessäule beteiligt gewesen. Seit 1993 gehören die beiden ehemaligen Dörfer zusammen – insgesamt gibt es heute offiziell die drei Ortsteile Fredersdorf-Nord und -Süd sowie Vogelsdorf, in denen rund 15.000 Menschen leben. Unter ihnen sind viele Bürgerinnen und Bürger, die sich für ihre (Wahl-)Heimat engagieren. Von den zahlreichen Sportvereinen, über die drei Ortswehren, bis hin zu Kunst- und Kulturangeboten – hier schlägt das Herz der Gemeinde.
Der Festumzug
Unter dem Motto „Wir für uns“ wird sich am Sonntag, dem 7. Juni, ein bunter, fröhlicher und lautstarker Zug in Bewegung setzen. Los geht es vom Kreisverkehr Bollensdorfer Allee (Nibelungenring) Richtung Festplatz am Bahnhof. Die Route musste aufgrund der Baumaßnahmen in der Fließstraße um verlegt werden.
Auf die Beine gestellt wird er von der Ortsgruppe der Volkssolidarität. Für die Organisation und den Ablauf zeichnen Ortsgruppen-Leiter Christian Zerbe, der auch für die Fraktion BLG in der Gemeindevertretung sitzt, und Jessica Wilhelm verantwortlich.
Ob Vereine, Interessengruppen, Schulen oder Kitas: Jeder darf mitmachen und sich präsentieren. Je diverser, desto besser. Denn der Festumzug, der vom Fanfarenzug Strausberg angeführt wird, soll zeigen, was und wer Fredersdorf-Vogelsdorf ausmacht. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Partnergemeinden werden erwartet. „Wir wollen mit dem Umzug zeigen, wie gut der Zusammenhalt in unserer Gemeinde ist.“ Es wird einen Konvoi mit geschmückten Wagen, Fußgängern und Musik geben.

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