690 Jahre Alt Tucheband
: Aus der Geschichte

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In ihrer jetzigen Form gibt es die Gemeinde Alt Tucheband seit dem Jahre 2002. Sie entstand durch den freiwilligen Zusammenschluss der Orte Alt Tucheband, Hathenow und Rathstock am 1. Januar jenes Jahres.

Die Wurzeln reichen allerdings viel weiter zurück. Im Jahre 1336 wurde Alt Tucheband das erste Mal urkundlich erwähnt. Nach der Urkunde vom 9. Mai 1336 trat der Magistrat der Stadt Frankfurt (Oder) das Eigentum an den Markgrafen Ludwig von Bayern tauschweise gegen das Eigentum Reitwein ab.

1401 erhielt der Bischof von Lebus die Nutzungsrechte am Dorf, um 1450 wurde der Johanniter Orden Eigentümer.

In der Chronik finden sich auch martialische Eckdaten. So fand 1601 in Tucheband ein Hexenprozess statt, bei dem Gertrud Paul wegen Zauberei und anderen Übeltaten verbrannt worden sei. Im Sommer 1800 brannte fast der ganze Ort, auch die Kirche, ab. 1864 entstanden eine Brennerei, eine Sirup- und Stärkefabrik, eine Ziegelei und eine Zuckerfabrik. Der wirtschaftliche Aufschwung gestattete 1862 den Neubau einer neugotischen Backstein-Kirche.

Der I. Weltkrieg kostete 38 Männern aus Tucheband das Leben. Zum Ende des II. Weltkrieges wurde der Ort am 5. Februar 1945 zu 95 Prozent zerstört.

Nach Kriegsende begann der Wiederaufbau. 1952 wurde die LPG „Befreite Erde“ gegründet. 1955 erfolgt der Bau des Wasserwerkes, das auch die umliegenden Dörfer mit Trinkwasser versorgt. 1965 wurde der 24er Wohnblock gebaut.

Nach der Wende sind der Dorfplatz um die Kirchruine neu gestaltet und die Parkanlagen saniert worden. 1999 wurde das Haus am Park rekonstruiert und 2000 das Landhaus an der alten Heer- und Handelsstraße eröffnet.

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