OSG Fredersdorf-Vogelsdorf: Eine große Familie auf und neben dem Spielfeld
Die OSG – Das steht für Olympische Sportgemeinschaft – ist in Fredersdorf-Vogelsdorf einer der größten Vereine. Erst vor Kurzem wurde die 300-Mitglieder-Marke geknackt. „Handball ist nur ein Spiel – aber ein Spiel, was viel bewegt“, das ist der Slogan der OSG und zugleich der Kleber, der Jung und Alt zusammenhält. Denn auch wenn die Liebe zum Sport im Vordergrund steht, geht es dabei noch um so viel mehr. Werte wie Respekt, Toleranz, Teamgeist und Engagement werden hier gelebt, nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Miteinander.
Insgesamt zählen 15 Handball-Mannschaften zur OSG – davon neben zwei Minis (zwischen sechs bis acht Jahren) ebenfalls seit Kurzem eine Seniorenmannschaft, die mit dem zweiten Platz beim Pokalwettbewerb und der brandenburgischen Seniorenmeisterschaft einen geradezu kometenhaften Start hinlegte. Zudem ist der Fredersdorf-Vogelsdorfer Verein Mitglied im Kreis- und Landessportbund sowie im Handballverband Brandenburg.
Gegründet wurde die OSG Fredersdorf-Vogelsdorf am 15. Februar 2005. Zu Beginn war sie durchaus als Mehrspartenverein mit weiteren sportlichen Abteilungen neben dem Handball gedacht – darauf verweist auch das „olympisch“ im Vereinsnamen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die OSG jedoch zu einem Einsportverein.
Der Schwerpunkt liegt von Anfang an auf dem Nachwuchs. Sport – vor allem der Mannschaftssport – ist für Kinder und Jugendliche oft ein wichtiger Anker. Man ist unter Gleichgesinnten, erzielt gemeinsam Erfolge und die festen Strukturen geben Halt und das Gefühl, nicht allein zu sein. Dafür, dass diese Werte gelebt werden, setzt sich Gründungsmitglied Jens Berthold, seit 2013 Vereinsvorsitzender und zuvor als Jugendwart tätig, aktiv ein. Für ihn ist sein Verein vor allem eins: eine große Familie.
Trotz ihres recht jungen Alters kann die OSG jedoch bereits auf eine beachtliche Erfolgsgeschichte blicken. Mehr als 220 Kinder und Jugendliche sind hier im Training aktiv. Immer wieder werden aus ihren Reihen Talente an Sportschulen entsandt. Zu den bekanntesten gehören beispielsweise die Zwillinge Sebastian und Felix Butzke, die den Sprung zu den „Füchsen Berlin“ geschafft haben und dort Schulweltmeister geworden sind.
Hinter so einem (Sport-)Verein steckt nicht nur viel Leidenschaft, sondern auch sehr viel unsichtbare Arbeit und Organisation. Alle Trainer, Co-Trainer sowie Schiedsrichter und Kampfgerichte engagieren sich ehrenamtlich. Sie leisten mit ihrem Einsatz einen unverzichtbaren Beitrag für den Breitensport. Und auch die zahlreichen Eltern und Familienangehörigen, die ihre Freizeit um den Handball herum organisieren, zu den Trainingsstätten und Auswärtsspielen kommen, Fahrgemeinschaften organisieren, tragen einen unverzichtbaren Anteil dazu bei, dass das Vereinsleben und der Spielbetrieb so reibungslos funktionieren. Die Sponsoren sind dabei gleichermaßen unverzichtbar.
Auch die Planung der Hallenzeiten erfolgt ehrenamtlich und liegt in den Händen des Vereinsvorsitzenden, der die Belegung für die drei Hallen der Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf koordiniert. Über die reibungslose und gute Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen sowie mit der Gemeindeverwaltung – insbesondere mit Enrico Brendel, zuständig für Schulen, Sport und Vereine – ist Jens Berthold dankbar.
Ein Name, der untrennbar mit der OSG verbunden ist, ist Klaus Häcker. Der 84-Jährige war nicht nur einer der Gründer, Vereinsvorsitzender und aktiver Trainer, sondern ist seit vielen Jahren auch Ehrenmitglied. Gemeinsam mit seiner Frau Gudrun hat er die Geschicke des Vereins von Anfang an mitgeprägt und die OSG mit zu dem gemacht, was sie heute ist. Aus diesem Anlass wurde im vergangenen Jahr erstmals das Familie-Häcker-Turnier ausgetragen, bei dem die ganz jungen Handball-Spielerinnen und -Spieler auf dem Feld gegeneinander antraten. Aus dieser Geste der Wertschätzung soll nun eine feste Tradition werden.
Handball ist eine Welt für sich, die sich nicht nur in Fredersdorf-Vogelsdorf einer stetig wachsenden Anhängerschaft erfreut. Es sei ein besonders intelligenter und körperbetonter Sport, der schnelles Umdenken, Reagieren und Voraussicht erfordere. Zudem lobte Jens Berthold stellvertretend die Fairness und den Zusammenhalt untereinander sowie die gute Fan-Kultur. „Und man spielt immer im Trockenen“, fügt er mit einem Augenzwinkern an. Genauso wichtig wie das Geschehen auf dem Spielfeld ist das aktive Vereinsleben.
So tragen die Mitglieder regelmäßig ihren Teil bei, wie kürzlich erst beim kommunalen Frühjahrsputz. Aber auch das Miteinander kommt dabei nicht zu kurz. Beispielsweise findet zu jedem Saisonabschluss eine Feier statt, bei der Resümee gezogen und die (sportlichen) Leistungen aller öffentlich gewürdigt werden. Denn auch das ist die OSG – eine Gemeinschaft, die von Respekt, Fairness und Miteinander geprägt ist.

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