ToLo Hoppegarten
: Historischer Friedhof wurde ausgezeichnet

AnzeigeDenkmal Alter Friedhof in Dahlwitz-Hoppegarten wurde in die Europäische Route der Friedhofskultur aufgenommen.
Von
Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung

Eines der frühesten Wandgräber ist das von Frederick Rawlinson. Es konnte 2025 durch die Gemeinde Hoppegarten und Fördergelder des Landes Brandenburg instand gesetzt werden.⇥Foto: Astrid Fritsche

Foto: Astrid Fritsche

Der Alte Friedhof in Dahlwitz-Hoppegarten wurde in die Europäischen Route der Friedhofskultur aufgenommen. Dieser Satz wirft sofort viele Fragen auf, die Astrid Fritsche, Vorsitzende des Kulturverein „Grünes Tor“ Hoppegarten e.V. gerne beantwortet:

Was ist die Europäische Route der Friedhofskultur?

„Seit 1987 wurden bis heute insgesamt 49 Europäische Kulturrouten durch den Europarat ins Leben gerufen. Sie decken ganz verschiedene Themen ab, die alle von Europas Gedächtnis, Geschichte und Erbe erzählen. Die Europäische Route der Friedhofskultur kam 2010 hinzu und wird vom ASCE (Association of Significant Cemeteries of Europe, auf Deutsch, der Vereinigung bedeutender Friedhöfe) mit Sitz in Bologna verwaltet.“

Kann dort jeder Friedhof aufgenommen werden?

„Friedhöfe, die in die Europäische Route der Friedhofskultur aufgenommen werden, müssen von besonderer künstlerischer und/oder historischer Bedeutung sein. Das beantwortet die Frage, ob jeder Friedhof aufgenommen wird, klar mit nein. Somit ist die Aufnahme des Alten Friedhofs eine ganz besondere Auszeichnung.“

Was zeichnet den Alten Friedhof in Dahlwitz-Hoppegarten aus, dass er aufgenommen wurde?

„Das Außergewöhnliche dieses Friedhofs liegt darin begründet, dass er nicht nur ein Dokument der Ortsgeschichte, sondern insbesondere ein Zeugnis des Pferderennsports ist. Trainer, Jockeys und Futtermeister sind hier bestattet, sowie Tierärzte und Oberinspektoren der Rennbahn. Sie kamen oft aus England, Frankreich, Österreich, Schottland, Schlesien und Böhmen. Diese internationale Bevölkerungsstruktur und die alteingesessenen Familien, die oft auch mit dem Rennsport verbunden waren oder zumindest durch ihn profitierten, fanden ihre letzte Ruhe auf dem Alten Friedhof in Dahlwitz-Hoppegarten.“

Die Eintragung des Alten Friedhofs in die Europäische Route der Friedhofskultur erfolgte auf Initiative des Kulturvereins „Grünes Tor“ Hoppegarten e.V, der seit mehr als 25 Jahren ehrenamtlich erhaltenswerte Gräber pflegt und zu den dort bestatteten Persönlichkeiten forscht.

„Im Laufe des Jahres werden wir diese Eintragung des Alten Friedhofs in der Rudolf-Breitscheid-Str. 1A in Hoppegarten mit einer öffentlichen Veranstaltung würdigen. Dies braucht einige Vorbereitung und wir werden einen entsprechenden Termin frühzeitig bekanntgeben“, so Astrid Fritsche.

Bei Fragen zum Thema kann man sich gerne auch direkt an den Kulturverein „Grünes Tor“ Hoppegarten e.V. wenden, am besten per Mail:
gt-hoppegarten@gmx.de oder telefonisch unter 03342/425 3016.

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