TSG Rot Weiß
: „Man sollte hier an einem Strang ziehen“

AnzeigeVereins-Porträt In kompletter Eigenregie und unterstützt von den treuen Sponsoren wird das Vereinsheim saniert. Der 200 Quadratmeter große Multifunktionsraum wird künftig selbst genutzt. Sorgen bereiten nun aber noch die Trainingszeiten auf dem Kunstrasenplatz.
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Redaktion Sonderthemen
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  • Parlez-vous francais? Die Dame in Blau ganz sicher, gehörte sie doch mit zur Petanque-Gruppe aus Marquette-lez-Lille, der französischen Partnergemeinde Fredersdorf-Vogelsdorfs. Zur 650-Jahrfeier am vorigen Wochenende waren sie zu Gast bei der TSG Rot-Weiß. Hier trainierten sie bereits gemeinsam für das internationale Turnier zum Ortsjubiläum.

    Parlez-vous francais? Die Dame in Blau ganz sicher, gehörte sie doch mit zur Petanque-Gruppe aus Marquette-lez-Lille, der französischen Partnergemeinde Fredersdorf-Vogelsdorfs. Zur 650-Jahrfeier am vorigen Wochenende waren sie zu Gast bei der TSG Rot-Weiß. Hier trainierten sie bereits gemeinsam für das internationale Turnier zum Ortsjubiläum.

    Foto: Tim Johnschker
  • Der RBB sendete am 6. Juni sogar live vom Sportplatz an der Florastraße. Für ein Kreisliga-Fußballspiel war das durchaus ein ganz besonderes Ereignis. Und für die Kicker vor über tausend Zuschauern zu spielen, sicherlich auch.

    Der RBB sendete am 6. Juni sogar live vom Sportplatz an der Florastraße. Für ein Kreisliga-Fußballspiel war das durchaus ein ganz besonderes Ereignis. Und für die Kicker vor über tausend Zuschauern zu spielen, sicherlich auch.

    Foto: Edgar Nemschok
  • Auch die aktiven Sportlerinnen aus den beiden Gymnastikabteilungen der TSG Rot-Weiß Fredersdorf-Vogelsdorf e.V. waren beim großen Festumzug zur 650-Jahrfeier der Doppelgemeinde am vergangenen Sonntag, dem 7. Juni, für ihren Verein mit dabei.

    Auch die aktiven Sportlerinnen aus den beiden Gymnastikabteilungen der TSG Rot-Weiß Fredersdorf-Vogelsdorf e.V. waren beim großen Festumzug zur 650-Jahrfeier der Doppelgemeinde am vergangenen Sonntag, dem 7. Juni, für ihren Verein mit dabei.

    Foto: Thomas Berger
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Es wäre weit gefehlt, die TSG Rot-Weiß Fredersdorf-Vogelsdorf „nur“ auf Fußball zu reduzieren. Der bildet allerdings mit 339 aktiven Sportlern in den verschiedenen Altersgruppen die aktuell größte Sektion innerhalb dieses besonderen Vereins.

Mit jeweils 113 Mitgliedern folgen aber dann auch schon die beiden Gymnastikabteilungen und die Bambinis. Und allein bei den Tennisspielern sind mittlerweile ebenfalls hundert Sportler unter dem Dach der TSG Fredersdorf-Vogelsdorf vereint.

Seit 2023 ist Mino Schmidt nun schon Geschäftsführer des Vereins, flankiert von Präsident Mike Schulze-Wagner, Vizepräsident Tim Hoffmann und weiteren Vorstandsmitgliedern.

Darin steckt eine sechsstellige Investitionssumme

In kompletter Eigenregie und unterstützt von den treuen Sponsoren wird derzeit das Vereinsheim saniert: „Neben vielen freiwilligen Arbeitseinsätzen steckt da mittlerweile eine sechsstellige Investitionssumme drin, von der kompletten Elektrik bis zum Fußboden“, weiß der Vereins-Geschäftsführer, der sich als hauptberuflicher Teamleiter bei einer Bank auch mit Zahlen gut auskennen muss.

„Unseren 200 Quadratmeter großen Multifunktionssaal verpachten wir nicht mehr, sondern werden ihn selbst für Feste, Versammlungen und verschiedene Indoor-Turniere wie zum Beispiel Schach nutzen. Und die neue Terrasse wird uns in Zukunft sicher auch viele schöne Stunden in der Gemeinschaft bescheren“. Bei so viel buntem und geschäftigem Treiben müsste die Vereinswelt bei der TSG Rot-Weiß Fredersdorf-Vogelsdorf doch rundum in Ordnung sein, oder?

„Nicht ganz“, findet Mino Schmidt, und man sieht ihm an, dass ein Problem ihn derzeit besonders stark beschäftigt: „In unserem Jugendfußball spielen rund 200 Kinder. Und für die wird ein geordneter Spielbetrieb auf dem Platz gerade ernsthaft zum Problem. Wir haben neben dem Naturrasenplatz in der Florastraße einen von der Gemeinde gepachteten zweiten Kunstrasenplatz in Vogelsdorf. Der wurde 2021 mit Fördermitteln des Landessportbundes und Gemeindemitteln gebaut und ist der Haupttrainingsort unserer Jugendmannschaften.

Doch momentan gibt es Streit mit den Anwohnern wegen der Nutzungszeiten. Hier gibt es aktuell unterschiedliche Auffassungen über die Auslegung, aber für uns als Verein steht fest: Der reguläre Trainings- und Spielbetrieb für unsere Kinder muss dauerhaft rechtssicher laufen. Wir haben über Monate immer wieder um Unterstützung gebeten. Die einzige konkrete Antwort der Verwaltung war am Ende, wir sollten uns einen Anwalt nehmen“, und man sieht dem Ehrenamtler die Enttäuschung darüber an.

„Ich finde, man sollte in der Gemeinde hier stärker an einem Strang ziehen: Also die Anwohner gemeinsam mit der Verwaltung und dem Verein. Nur so können wir doch unser Heimatdorf zu einem lebenswerten Ort für alle machen und den Kindern weiterhin eine sinnvolle Freizeitgestaltung ermöglichen. Da ist bestimmt noch Luft nach oben“, glaubt Mino Schmidt.

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